Dialogue on Innovative Higher Education Strategies (DIES)

DAAD

Das gemeinsam von DAAD und HRK entwickelte DIES-Programm bietet vier Maßnahmen an, mit denen Hochschulen in Entwicklungsländern ihre Ausbildungsgänge nach internationalen Qualitätsstandards ausrichten können.

Hintergrund

Weltweit agieren Hochschulen in zunehmendem Maße in einem dynamischen Umfeld, das durch globale Herausforderungen geprägt ist. Sie müssen sich verstärkt im Wettbewerb behaupten, denn die Einrichtungen konkurrieren um Studierende und hoch qualifizierte Forschende sowie um Drittmittel. In vielen Regionen sind durch Deregulierung neue Handlungsspielräume für die Hochschulen entstanden – dieser Zuwachs an Autonomie ist aber mit steigenden Ansprüchen verbunden. Deshalb sind sie dazu aufgefordert, die Qualität und Relevanz der Ausbildung sicherzustellen und den effizienten Einsatz von staatlichen Geldern nachzuweisen. Vor diesem Hintergrund werden strategische Planung und operatives Management der Hochschulen immer wichtiger.

Dies gilt auch für Hochschulen in Entwicklungsländern, in denen in den letzten Jahren die Nachfrage nach tertiärer Bildung immens gestiegen ist. Durch staatliche Hochschulen wird dieser Bedarf häufig nicht ausreichend gedeckt. Die wachsende Zahl privater Hochschulen sowie der Import von Hochschulbildung durch ausländische Anbieter sind Folgen dieser Entwicklung. Damit gewinnt das Thema der Qualität von Hochschulbildung in Entwicklungsländern an Aktualität und Brisanz.

Das gemeinsam von DAAD und HRK entwickelte DIES-Programm bietet mit Trainingskursen, Dialogveranstaltungen, Projekten und Partnerschaften ein Bündel von Maßnahmen an, mit denen Hochschulen in Entwicklungsländern ihre Ausbildungsgänge nach internationalen Qualitätsstandards ausrichten, ihre Forschungskapazitäten ausbauen und ihre Organisationsstrukturen konkurrenzfähig entwickeln können.

Schwerpunktregionen von DIES-Maßnahmen sind:

  • Lateinamerika
  • Nordafrika/Nahost
  • West- und Ostafrika
  • Südostasien

Programmziele

  • Trainingskurse: Teilnehmer aus Entwicklungsländern erwerben wichtige   Kompetenzen im Hochschulmanagement und setzen im Rahmen des mehrteiligen Kursangebots individuelle Reformprojekte um. Dadurch sollen institutionelle Veränderungen an den Heimathochschulen angestoßen werden.
  • Dialogveranstaltungen: Konferenzen, Seminare und Delegationsreisen bieten Foren für Dialog und Vernetzung zu aktuellen Themen aus Hochschulpolitik und Hochschulmanagement. Neben einem Informationsaustausch sollen konkrete Initiativen und Projekte im Hochschulmanagement in Entwicklungsländern initiiert werden.
  • Partnerschaften: Entwicklungsrelevante fachliche Netzwerke zwischen den beteiligten Hochschulen und Institutionen werden etabliert, um strukturelle Verbesserungen im Bereich des institutionellen Hochschulmanagements zu erzielen.
  • Projekte: DIES-Projekte kombinieren Elemente aus den Programmlinien „Trainingskurse“, „Dialogveranstaltungen“ und „Partnerschaften“, um in den DIES-Schwerpunktregionen den Aufbau von nachhaltigen Strukturen zur Qualitätssicherung sowie Harmonisierungsprozesse in der Hochschulbildung zu befördern.

Ergebnisse

Das DIES-Programm zielt auf individuellen Kompetenzgewinn und institutionelle Veränderungen ab. Von 2005 bis 2015 sind insgesamt über 7.000 Personen im Rahmen von DIES gefördert worden. 5.122 Teilnehmende aus 118 Ländern von 32 verschiedenen Veranstaltungstypen, wie Trainingskursen, Projekten, Seminaren und Konferenzen, haben Kompetenzen zu Hochschulmanagement- und überfachlichen Themen erworben und Veränderungsprozesse an ihren Hochschulen initiiert; davon waren 1.857 Frauen und 3.265 Männer. Entscheidungsträger sind über Reformthemen im Bereich Hochschulmanagement informiert worden. Es wurde ein Austausch zu Hochschulmanagementthemen innerhalb und zwischen beteiligten Hochschulen und Institutionen befördert. Außerdem konnten Kooperationsprojekte im Hochschulmanagement in Partnerländern mit Unterstützung von 757 Experten (314 Frauen, 443 Männer) realisiert werden.

Um die angestrebten Programmziele noch besser erreichen zu können, richtet der DAAD seine Förderinstrumente gezielt auf die Bedürfnisse von Entwicklungs- und Schwellenländern aus und untersucht die Wirkung unserer Förderprogramme. Um die Qualität und Transparenz unserer Arbeit weiter zu verbessern, haben wir 2014 begonnen, ein übergreifendendes wirkungsorientiertes Monitoringsystem einzuführen.

Weiterführende Informationen

DIES-Broschüre (pdf, 1.4 MB)

Kontakt

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Referat Partnerschaftsprogramme und Hochschulmanagement in der Entwicklungszusammenarbeit / P32

Tobias Wolf
Tel.: +49 228 882-144
E-Mail: wolf@daad.de

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