Das African Good Governance Network (AGGN)

Max-Sebastian Obbarius

Das African Good Governance Network unterstützt eine Gruppe hochgebildeter Akademiker aus dem subsaharischen Afrika, welche die Werte von Good Governance und Demokratisierungsprozessen fördern, indem sie den ökonomischen und politischen Wandel in ihren Heimatländern vorwärts bringen.

Hintergrund

Im Ausland graduierte Akademiker nehmen meist Schlüsselstellungen im Transformationsprozess ihrer Heimatländer ein. Daher schult der DAAD im Rahmen des AGGN hervorragend ausgebildete afrikanische Akademiker, die in Deutschland studiert haben oder noch studieren. Mitglieder des Netzwerks nehmen an Workshops zu Good Governance, Demokratie und der Vermittlung von Soft Skills teil.

Programmziele

Das African Good Governance Network zielt darauf ab, langfristig den Führungswandel in Afrika zu begleiten und zu unterstützen. Die Mitglieder des Netzwerks nutzen das erlangte Wissen für ihre berufliche Karriere und sollen so in ihren Heimatländern als Multiplikatoren für Good Governance fungieren. Darüber hinaus sollen Alumni aus Afrika durch das Programm langfristig als Partner für den DAAD und andere deutsche Institutionen gewonnen werden.
Mit dem AGGN soll mittelfristig ein nachhaltiges Netzwerk aufgebaut werden, das selbstständig die lokale, regionale und überregionale Vernetzung befördert.

Geförderte Maßnahmen und beteiligte Partner

Folgende Maßnahmen werden im Rahmen des AGGN gefördert:

  • jährlich bis zu vier Themenworkshops zu Themen des Politik- und Verwaltungsmanagements und Trainings zur Förderung von Soft Skills
  • jährlich lokale Treffen (regional chapters), die weitgehend eigenständig von den nach Afrika zurückgekehrten Mitgliedern organisiert und durchgeführt werden
  • alle fünf Jahre ein großes Treffen aller Netzwerkmitglieder
  • Reisekostenzuschüsse zu Konferenzteilnahmen für Mitglieder
  • Unterstützung von Kleinprojekten auf Initiative der Mitglieder

Es besteht ein Rahmenvertrag zwischen dem DAAD und dem Arnold-Bergsträsser Institut (ABI) für die Durchführung der Themenworkshops in Deutschland. Weiterhin übernimmt das ABI die Beratung der Mitglieder bei der Beantragung von Zuschüssen für Konferenzteilnahmen sowie bei der Durchführung von Kleinprojekten. Außerdem betreut das ABI die Homepage des Netzwerks.

Ergebnisse

Das Netzwerk ist seit Beginn des Programms gut etabliert und stetig gewachsen. Jedes Jahr können bis zu 20 neue Mitglieder aufgenommen werden. Aktuell besteht das Netzwerk aus 120 Mitgliedern verschiedenster Fachrichtungen aus 23 afrikanischen Ländern. Der Frauenanteil liegt bei 34 Prozent.

Im Jahr 2015 wurden vier Junior Workshops und zwei regionale Treffen auf dem afrikanischen Kontinent durchgeführt, die von den Netzwerkmitgliedern größtenteils selbst organisiert und durchgeführt wurden.

Inzwischen sind zirka 66 Prozent der Mitglieder wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt und in verschiedenen Berufsfeldern, wie z.B. Hochschulen, staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen und Regierungseinrichtungen tätig. Ein geringerer Anteil fasst in Deutschland oder im nicht-afrikanischen Ausland Fuß. Aus den Aktivitäten der Seminare ergeben sich u.a. Anregungen für die wissenschaftliche Arbeit und das zivilgesellschaftliche Engagement der Mitglieder. Diese Beispiele sprechen dafür, dass mit den AGGN-Mitgliedern tatsächlich junge afrikanische Akademiker identifiziert werden, die zukünftig in der Lage sind, in verantwortungsvoller Weise und in Führungspositionen die Entwicklung ihrer Heimatländer mitzugestalten.

Eine Evaluierung des Programms ist für das Frühjahr 2017 geplant.

Kontakt

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Referat Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit/P31

Referentin
Dr. Dorothee Weyler
Tel.: +49 228 882-115
E-Mail: weyler@daad.de

Sachbearbeiterin
Sylvia Vogt
Tel.: +49 228 882-8709
E-Mail: vogt@daad.de

Weitere Informationen

Gefördert von:

Daad Hochschulmanagement Dies Finanzierung Bmz