Dialog fördernde Fachstudiengänge

DAAD

Im Nahen Osten herrscht ein Mangel an gut qualifizierten Wissenschaftlern und Führungskräften, deren Dialogfähigkeiten religiöse oder politische Grenzen überschreiten. Zwei dialogfördernde Fachstudiengänge sollen helfen, dies zu ändern.

Hintergrund

Im webbasierten Masterstudium „Intellectual Encounters of the Islamicate World“  an der Freien Universität Berlin stehen die Gemeinsamkeiten von Christentum, Judentum und Islam im Vordergrund. Hier werden die Überschneidungen von Ideengeschichte, Tradition und Religion der drei abrahamitischen Religionen herausgearbeitet und den Studierenden vermittelt. Die Studierenden kommen aus den Palästinensischen Gebieten, Israel, Deutschland und anderen Ländern.

Im Masterstudium „European Studies“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf liegt der Schwerpunkt auf der europäischen Integration als Friedensprojekt. Die Studierenden setzen sich mit dem normativen Selbstverständnis der Europäischen Union in Hinblick auf Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit etc. auseinander. Die Studierenden kommen aus den Palästinensischen Gebieten, Israel und Jordanien.

Programmziele

Trotz des sehr unterschiedlichen Inhalts, Aufbaus und Konzepts, haben beide Studiengänge einen ähnlichen Ansatz und Ziel. Im Studium selber geht es nicht um den Nahostkonflikt.

Als künftige Mittler und Mediatoren sollen die Absolventen ihre Erfahrungen und Fähigkeiten in den Dialog der beteiligten Nationen einbringen und in internationalen Netzwerken aktiv an der Lösung regionalspezifischer und globaler Herausforderungen mitwirken. Dadurch initiieren und begleiten sie mittel- und langfristige Entwicklungsprozesse und leisten so einen Beitrag zur Erreichung einer friedlichen Lösung der Situation im Nahen Osten. Gleichzeitig wird das wissenschaftliche Netzwerk zwischen Deutschland und Nahost gestärkt.

Geförderte Studiengänge

  • Webbasiertes Masterstudium „Intellectual Encounters of the Islamicate World“ an der Freien Universität Berlin
  • Masterstudium „European Studies“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Ergebnisse

Das Studienangebot „Intellectual Encounters of the Islamicate World“ an der Freien Universität Berlin ist gut etabliert. Seit 2013 haben insgesamt 56 Studierende aus den Zielländern ein Studium aufgenommen: 28 Studierende aus den Palästinensischen Gebieten, 15 aus Israel, drei aus Deutschland sowie 10 Studierende aus anderen Ländern.

Der Studiengang „European Studies“ an der Heinrich-Heine-Universität befindet sich erst seit 2015 in der Förderung. Seit dem Sommersemester 2015 wurden insgesamt 38 Stipendien an Studierende aus den Palästinensischen Gebieten und Jordanien vergeben.

Kontakt

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Referat Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit/P31

Ilona Daun

Referentin
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Fax: + 49 228 882-98614
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Christian Stegmann

Sachbearbeitung
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Fax: + 49 228 882-98971
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