Pan African University, Institute of Water and Energy Sciences (incl. Climate Change)

Mohammed El Amine Hefhaf

Der DAAD unterstützt den Aufbau des Pan African University Institute of Water and Energy Sciences (incl. Climate Change) (PAUWES) an der Abou Bekr Belkaïd Universität in Tlemcen, Algerien. Die Themenschwerpunkte von PAUWES sind Wasser, Energie und Klimawandel.

Hintergrund

Die Förderung von Hochschulbildung und Wissenschaft auf dem afrikanischen Kontinent hat in der internationalen Zusammenarbeit in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Noch mangelt es allerdings häufig an hoch qualifizierten Wissenschaftlern und wissenschaftlichem Nachwuchs sowie an Kapazitäten für qualitätsorientiertes Hochschulmanagement. Die Ausbildung an vielen afrikanischen Hochschulen ist nicht anwendungsorientiert genug und schließt nicht an internationale Standards an.

Vor diesem Hintergrund initiierte die African Union Commission (AUC) im Jahr 2008 die Panafrikanische Universität (PAU). Ziel ist es, Hochschulbildung, Wissenschaft und Technologie auf dem afrikanischen Kontinent auf hohem Niveau auszubauen. Der Fokus liegt auf der Ausbildung von Graduierten und Doktoranden sowie der angewandten Forschung.

Die PAU-Institute werden an bestehenden Hochschulen in ganz Afrika aufgebaut. Die Standorte sind jeweils fachspezifisch ausgerichtet. Die Themenschwerpunkte von PAUWES an der Abou Bekr Belkaïd Universität in Tlemcen, Algerien sind:

  • Wasser
  • Energie
  • Klimawandel

Internationale Geber fördern als Lead Thematic Partners (LTP) den Aufbau der einzelnen Institute der Panafrikanischen Universität. LTP für das PAUWES-Institut in Algerien ist Deutschland. Vor diesem Hintergrund unterstützt der DAAD PAUWES seit 2013 in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der KfW Entwicklungsbank. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Die PAU-Institute und LTPs im Überblick:

  • Algerien, PAUWES: Water and Energy Sciences (incl. Climate Change), Abou Bekr Belkaïd University of Tlemcen; LTP: Deutschland
  • Kenia, PAUISTI: Basic Sciences, Technology and Innovation, Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology; LTP: Japan
  • Nigeria, PAULESI: Life and Earth Sciences, including Health and Agriculture, University of Ibadan; LTP: Indien
  • Kamerun, PAU-GHSS: Governance, Humanities and Social Sciences, University of Yaoundé II; LTP: Schweden
  • Südafrika: Space Sciences (Standort und LTP müssen noch benannt werden)

Programmziele

Die PAU trägt als panafrikanische, international anerkannte Netzwerkuniversität zur Entwicklung der Hochschulbildung und der angewandten Forschung für nachhaltige Entwicklung in Afrika bei. Durch den Charakter einer Netzwerkuniversität soll eine intensivere Kooperation von Wissenschaftlern, größere Mobilität von Studierenden sowie die Etablierung einer kontinentalen Plattform für universitäre Ausbildung und wissenschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht werden, welche die nachhaltige Entwicklung Afrikas fördern soll.

Am PAUWES-Institut in Tlemcen werden Spezialisten für die Themenbereiche Wasser, Energie und Klimawandel ausgebildet, die als Fachkräfte an der Lösung von Afrikas drängendsten Entwicklungsfragen mitwirken. Im Anschluss an die Ausbildung sollen  Absolventen beispielsweise als Ingenieure oder Policy-Spezialisten verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen.

Geförderte Projekte/Maßnahmen und beteiligte Partner

Der DAAD beriet und unterstützte PAUWES von 2013 bis 2016 bei der Entwicklung eines qualitätsgesicherten Rekrutierungs- und Auswahlverfahrens für die Dozenturen.

Zudem förderte der DAAD von 2014 bis 2016 Hochschulkooperationen zwischen deutschen Hochschulen und dem PAUWES-Institut in Algerien. Die Hochschulkooperation mit PAUWES wurde auf deutscher Seite von einem Hochschulkonsortium durchgeführt. Das Konsortium bestand aus den folgenden Hochschulen:

Ergebnisse

PAUWES hat im November 2014 den Betrieb mit zwei Masterstudiengängen im Bereich Wasser und Energie aufgenommen. In beiden Masterprogrammen können die Studenten zwischen einer Spezialisierung im technischen oder Policy-Bereich wählen. Das internationale Lehrpersonal wurde mit Unterstützung des DAAD erfolgreich rekrutiert. Die beiden Studiengänge sind mittlerweile gut etabliert: In den ersten beiden Intakes haben sich an der PAUWES insgesamt 74 Studierende aus 17 afrikanischen Ländern eingeschrieben, davon sind 31 Prozent weiblich.

Im Rahmen der DAAD-geförderten Hochschulkooperation wurden gemeinsame internationale Fachveranstaltungen im Bereich Wasser und Energie durchgeführt, zudem wurde eine gemeinsame E-Learning-Plattform erstellt. Der Austausch von Studierenden erfolgte im Rahmen von Summer Schools.

Um die angestrebten Programmziele noch besser erreichen zu können, richten wir unsere Förderinstrumente gezielt auf die Bedürfnisse von Entwicklungs- und Schwellenländern aus und untersuchen die Wirkung unserer Förderprogramme. Um die Qualität und Transparenz unserer Arbeit weiter zu verbessern, haben wir 2014 begonnen, ein übergreifendendes wirkungsorientiertes Monitoringsystem einzuführen.

Kontakt

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Referat Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit/ P31

Leoni Carla Bremer
Referentin
Tel.: +49 228 882-165
Fax: +49 228 882-9165
E-Mail: l.bremer@daad.de

Weitere Informationen

DAAD-Förderdatenbank: Pan African University, Institute of Water and Energy Sciences (incl. Climate Change)

Pressemitteilung des BMZ vom 28.02.2016 zum Besuch des Bundesministers Dr. Gerd Müller am PAUWES Institut

Pressemitteilung des BMZ vom 29.02.2016 zur Nordafrika-Reise des Bundesministers Dr. Gerd Müller

Durchführungsorganisationen:

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Gefördert von:

Daad Hochschulmanagement Dies Finanzierung Bmz