Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (DMHT)

GMIT

Die Mongolei verfügt über eines der größten Rohstoffvorkommen der Welt. Dennoch fehlen hochqualifizierte technische Fach- und Führungskräfte in der rohstoffverarbeitenden Industrie und angegliederten Fachbereichen. Auf diese Situation reagiert das Vorhaben Deutsch-Mongolische Hochschule.

Hintergrund

Um dem in der Mongolei herrschenden Mangel an fachlich qualifizierten Ingenieuren im Rohstoffsektor entgegenzutreten, wurde die Einrichtung einer Hochschule mit hohem Praxisbezug und internationalen Qualitätsstandards initiiert.

Auf der Grundlage einer im Herbst 2011 zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem mongolischen Präsidenten Tsakhiagiin Elbegdorj im Rahmen der Rohstoffinitiative der dt. Bundesregierung geschlossenen Vereinbarung wurde im September 2013 der Vorlesungsbetrieb der Deutsch-Mongolischen Hochschule für Rohstoffe und Technologie aufgenommen.

Der Aufbau dieser Hochschule wird vom mongolischen Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft und auf deutscher Seite vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) finanziert, die GIZ und der DAAD setzen das Projekt um.

Programmziele

Ziel des Projekts ist die Etablierung einer international ausgerichteten und qualitätsorientierten Universität, die Fach- und Führungskräfte heranbildet sowie wissenschaftlich-technologisches Knowhow für eine rohstoffbasierte Wirtschaftsentwicklung bereitstellt. So soll der Fachkräftebedarf im Rohstoffsektor nachhaltig gedeckt werden und ein Beitrag zur Wertschöpfung in der Mongolei geleistet werden.

Geförderte Maßnahmen und beteiligte Partner

Bisher umfasst das Lehrangebot der DMHT ein Vorbereitungsjahr mit den Fächern Mathematik, Chemie, Physik und Englisch. Daran schließen sich die drei Bachelorstudiengänge Maschinenbau, Rohstoffingenieurwesen und Umweltingenieurwesen an, die ein gemeinsames Grundstudium für die ersten vier Semester vorsehen. Die Curricula dieser Studiengänge sind eng an deutschen Lehrangeboten orientiert und weisen einen besonderen Praxisbezug auf. Um die Attraktivität der Hochschule zu erhöhen und der wachsenden Nachfrage der rohstoffverarbeitenden Industrie zu begegnen, ist die Implementierung weiterer Bachelor- und Masterstudiengänge geplant.

Die Technische Universität Bergakademie Freiberg sowie die Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik der RWTH Aachen sind Partner dieser neuen Hochschule. Institute und einzelne Professoren anderer deutscher Hochschulen wie die TFH Georg Agricola Bochum, die TU Darmstadt, die Bergische Universität Wuppertal und die BTU Cottbus wirken an der akademischen Ausgestaltung der Curricula und bei der Implementierung der Lehre mit.

Ergebnisse

Im September 2013 startete der Vorlesungsbetrieb mit knapp 40 Studierenden in einem einjährigen Ingenieurvorbereitungsprogramm. Seit September 2014 werden zusätzlich drei Bachelorprogramme in den Fächern Rohstoffingenieurwesen, Maschinenbau und Umweltingenieurwesen angeboten. Zum Studienjahr 2018/2019 erhöht sich die Anzahl auf 144 Studierende.

Kontakt

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Referat Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit/P31

Maike Jakobi

Tel.: +49 228 882-8803
E-Mail: jakobi@daad.de

Durchführungsorganisationen:

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Gefördert von:

Daad Hochschulmanagement Dies Finanzierung Bmz