Ausbildung von Fach- und Führungskräften

Tim Wegner

Studierende, Lehrende und Forschende können nachhaltige politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungsprozesse anstoßen und zu innovativen Lösungen für lokale und globale Probleme beitragen. Um solche „Change Agents“ auszubilden, hat der DAAD seine Austauschprogramme gemeinsam mit Partnern so entwickelt, dass sie bestmöglich zu den Rahmenbedingungen der Entwicklungsländer passen.

Aus der Praxis

„Entwicklung braucht keine Millionen“ sagt der DAAD-Stipendiat Grey Magaiza. Der südafrikanische Soziologe arbeitet für seine Doktorarbeit mit zehn Schulabgängern aus einer der ärmsten Provinzen seines Landes zusammen. Er entwickelt mit seiner Forschung praktische Lösungsansätze gegen die Armut.

In unterschiedlichen Fördermodellen unterstützt der DAAD die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften aus Entwicklungsländern. Dies geschieht zum einen durch die Vergabe von Stipendien für Studiengänge an deutschen Universitäten, die für Entwicklungsfragen und die Lösung globaler Probleme besonders relevant sind. Zum anderen werden Master- oder Promotionsstipendien an ausgewählten Universitäten oder Forschungseinrichtungen in der Heimatregion vergeben. Diese Stipendiaten können sich zudem für kürzere Studienaufenthalte in Deutschland bewerben. So verbinden wir Anwendungsnähe mit globalen Standards. Weitere Stipendienprogramme zielen durch Studienaufenthalte mit integrierter Praxisphase auf eine effektive Einbindung von Wirtschaftspartnern oder auf die Förderung des Dialogs in Konfliktregionen ab. Zusätzlich fördern wir den Einsatz von deutschen Wissenschaftlern an Hochschulen in Entwicklungsländern

Besonders im Rahmen der BMZ Sonderinitiativen „Eine Welt ohne Hunger“ und „Fluchtursachen bekämpfen“; „Flüchtlinge reintegrieren“ finanzieren wir flankierend zum Studium auch studienbegleitende Angebote, beispielsweise Fortbildungen zur konsequenten Nutzung kostenloser digitaler Bibliotheken für Forschung und Lehre.

Nach Ende des Stipendiums fördert der DAAD die kontinuierliche Vernetzung und Fortbildung von Alumni, unter anderem durch das Alumniportal Deutschland und selbstorganisierte Fachveranstaltungen zur Lösung von zentralen Entwicklungsproblemen, aber auch durch die Unterstützung von an Hochschulen in ihrem Heimatland tätigen Alumni mit wissenschaftlichen Geräten und Materialien.

Die DAAD-Programme zur Individualförderung zielen auf die Qualifikation und Vernetzung von gut ausgebildeten Nachwuchskräften. Diese „Change Agents“ sollen dazu beitragen, regionalspezifische Probleme zu lösen und Antworten auf globale Fragen zu finden. In gesellschaftlichen Schlüsselpositionen sowie als exzellent ausgebildete ForscherInnen und Hochschullehrende können Alumni ihr erworbenes Wissen anwenden und weitergeben und so die Entwicklung ihres Landes positiv beeinflussen.

Geförderte wirken außerdem als Mediatoren für den Dialog zwischen Kulturen und sind wichtige Kooperationspartner für deutsche Institutionen und Unternehmen. Sie verbessern die Qualität und Anwendungsorientierung von Forschung und Lehre an den Hochschulen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Nicht zuletzt tragen sie durch selbstbewusstes Vortragen ihres fachlichen Wissens auch in schwierigem Umfeld zur Entwicklung der Gesellschaft bei. An deutschen Hochschulen unterstützen sie die Internationalisierung und verbessern die entwicklungsbezogene Kompetenz.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu den entwicklungsbezogenen Förderprogrammen für Studierende und Alumni.