Zentren für Deutschland- und Europastudien

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Der DAAD fördert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes aktuell zwanzig interdisziplinäre Zentren für Deutschland- und Europastudien an herausragenden ausländischen Hochschulen in zwölf Ländern. Die Zentren bilden Deutschland- und Europaexperten aus und führen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit in der Beschäftigung mit Deutschland und Europa zusammen.

Im Jubiläumsband finden Sie weitere Informationen zum Programm sowie die Einzelprofile der Zentren für Deutschland- und Europastudien. Das CDEA, unser jüngstes Zentrum in Porto Alegre, Brasilien, stellt sein Profil ebenfalls vor.

Aktuelles

Die nächste große DAAD-Zentrenkonferenz wird vom 9.-12. Dezember 2020 in Berlin stattfinden.

Im Rahmen der Vernetzung der Zentren sind folgende Veranstaltungen geplant:

  • Vom 3. bis 12. Juli 2019 organisiert das HCGES gemeinsam mit dem WBZ und der LMU eine Sommerschule zum Thema Populismus in Haifa, Israel.
  • Vom 7. bis 14. September 2019 organisiert das CCEAE eine trilinguale internationale Sommerschule zum Thema „La Ville/The City/Die Stadt“ in Montréal, Kanada.
  • Die nächste Doktorandenkonferenz findet vom 8. bis 13. Dezember 2019 in Israel statt und wird vom HCGES und dem CGS Jersualem organisiert.

Hintergrund

Die ersten drei Zentren wurden 1990 als Centers of Excellence in den USA an den Universitäten Berkeley, Harvard und Georgetown auf Initiative der damaligen Bundesregierung gegründet, um die deutsch-amerikanischen Beziehungen, insbesondere die Wissenschaftskooperation zu intensivieren. Mitte der Neunziger Jahre wurde in Großbritannien mit dem Institute for German Studies in Birmingham das erste Zentrum in Europa eingeweiht. Ende der 90er Jahre folgten mehrere Zentren im Osten und Mittleren Westen der USA sowie in Kanada. Der Schritt auf einen weiteren Kontinent erfolgte im Jahr 2000 mit der Eröffnung des Zentrums an der Tokyo Universität. 2001 kamen das CIERA in Frankreich, das ein landesweites Netzwerk koordiniert, sowie das Duitsland Instituut Amsterdam hinzu. Ein Jahr später folgte das Willy-Brandt-Zentrum in Wrocław (Breslau), das aus einer Ausschreibung hervorging, mit der eine Initiative des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder umgesetzt wurde. In Russland, an der Staatlichen Universität St. Petersburg, und in China, an der Peking Universität, wurden bereits etablierte bilaterale Hochschulkooperationen in einzelnen Fächern zu interdisziplinären Zentren mit deutschen Projektpartnern weiter ausgebaut. Innerhalb der folgenden Jahre wurden zwei Zentren in Israel, an der Hebräischen Universität in Jerusalem und der Universität Haifa, ins Leben gerufen. Darüber hinaus wurde ein Zentrum an der Chung-Ang-Universität in Seoul initiiert. Seit 2016 wird das Netzwerk mit dem Research Hub for German Studies an der University of Cambridge auch durch ein Forschungszentrum ergänzt. Das jüngste, 2017 eröffnete Zentrum befindet sich in Porto Alegre, Brasilien, ein Kooperationsprojekt der Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS) und der Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul (PUCRS). Zentrales Element des Programms ist neben der DAAD-Förderung das eigene Engagement der gastgebenden Universitäten, das sich u. a. im Matching-Funds-Prinzip zeigt.

Im angelsächsischen Raum (Kanada, USA, Großbritannien) findet angesichts der vergleichsweise starken Präsenz der interdisziplinären German and European Studies und eines hohen Potentials an qualifizierten Antragstellern seit einigen Jahren zudem ein projektbasiertes Förderprogramm als Nachfolgemodell zur umfassenden Zentrenförderung Anwendung. „Promoting German (and European) Studies“ und auch die „German-Studies-Dozenturen“ stellen gemeinsam mit dem Zentrenprogramm im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sowie der Außenwissenschaftspolitik der Bundesrepublik Deutschland einen der Grundpfeiler bei der Förderung interdisziplinärer deutschland- und europabezogener Forschung und Lehre im Ausland dar.

Programmziele

Ziel des Programms ist die Ausbildung neuer Generationen von Experten mit fundierten Deutschland- und Europakenntnissen, die den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs über Deutschland und Europa in den Regionen mitprägen. Daher spielt neben der Forschung auch die Lehre mit betont innovativen Master- und Doktorandenprogrammen an den Zentren eine zentrale Rolle.

Eine weitere wichtige Aufgabe besteht in der Öffentlichkeitsarbeit: Die Zentren sollen eine Leuchtturmfunktion übernehmen, indem sie in die Region und ins Partnerland ausstrahlen – zum einen als „Referenzzentrum" für Deutschland- und Europastudien, aber auch durch Veranstaltungen und auf dem Gebiet der Politikberatung.

Schwerpunktthemen sind das Nachkriegs- und Gegenwartsdeutschland und die europäische Integration. Die Förderung der deutschen Sprache ist sowohl implizit als auch durch konkrete Sprachfördermaßnahmen Teil des Konzepts. Durch verstärkte Maßnahmen zur Vernetzung der Zentren untereinander und mit Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland sollen weitere überregionale Kooperationen etabliert werden.

Hier finden Sie Informationen zum Förderkonzept.

Geförderte Projekte und beteiligte Partner

Verschaffen Sie sich mit unserer interaktiven Karte einen Überblick über die Lage der DAAD-geförderten Zentren für Deutschland- und Europastudien des aktuellen Netzwerks oder nutzen Sie die alphabetisch nach Ländern geordnete Liste (PDF) der zwanzig Zentren. Hier sehen Sie nicht nur, an welchen Universitäten die Zentren beheimatet sind, sondern Sie gelangen auch direkt zu ihren einzelnen Websites.

Netzwerkaktivitäten

Der DAAD unterstützt aktiv die Bildung eines Zentrennetzwerks durch die Förderung von verschiedenen Maßnahmen und Initiativen.

Einen Überblick über die Vernetzungsaktivitäten der weltweit 20 aktuell und ehemals vom DAAD geförderten Zentren für Deutschland- und Europastudien bekommen Sie unter Netzwerkaktivitäten.

Ein wichtiger Bestandteil sind die regelmäßig stattfindenden interdisziplinären Zentrenkonferenzen.

Kontakt

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Referat P33 - Projektförderung deutsche Sprache und Forschungsmobilität (PPP)
Petra Bogenschneider
Teamleiterin Germanistikprojekte und Zentren für Deutschland- und Europastudien
Tel.: +49 (0) 228 882-679
E-Mail: bogenschneider[at]daad.de

Gefördert durch

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