Das Projekt Dhoch3

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Logo Dhoch3Mit dem neuen Förderprogramm Dhoch3 entwickelt der DAAD gemeinsam mit seinen Partnern ein Angebot zur Unterstützung der akademischen Ausbildung künftiger Deutschlehrender an Schulen und Hochschulen weltweit.

Die Module sind jeweils einer spezifischen Thematik gewidmet und werden den interessierten Partnerhochschulen auf einer Online-Plattform kostenlos zur Verfügung gestellt. Unser zentrales Anliegen ist es, damit ein Zusatzangebot zu schaffen, das sich optimal in bestehende Strukturen und Studiengänge integrieren lässt und zugleich Impulse für die Entwicklung neuer Studienangebote geben kann.


Charakteristika

Vor diesem Hintergrund zeichnen sich die Module durch ein hohes Maß an Flexibilität und Adaptierbarkeit aus. Thematisch orientieren sie sich an aktuellen, weltweit beobachtbaren Trends, wie etwa dem wachsenden Interesse an Deutsch im berufsbezogenen Kontext und der steigenden Nachfrage nach studienbegleitendem Deutschunterricht. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur bedarfsorientierten Qualifizierung künftiger Deutschlehrer und -dozenten. Zugleich arbeiten sie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf und reflektieren den Stand der Forschung im Fachgebiet Deutsch als Fremdsprache. Als Blended-Learning-Angebote fördern sie darüber hinaus die Digitalisierung der Hochschullehre in diesem Bereich.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Hochschullehrende und Studierende auf Masterniveau weltweit. Im Fokus stehen dabei Standorte, an denen sich die akademische Deutschlehrerausbildung gerade im Aufbau befindet oder an denen ein großes Interesse an Studieninhalten in den Bereichen Methodik und Didaktik, Fach- und Berufskommunikation sowie studienbegleitender DaF-Unterricht besteht.

Entwicklung der Module

Die Module werden von Expertinnen und Experten für Deutsch als Fremdsprache an deutschen Hochschulen entwickelt. Es handelt sich aktuell um acht Autorenteams, die derzeit jeweils an einem Themenmodul arbeiten.Weitere Informationen zu den Autoren und zur inhaltlichen Ausrichtung der Module finden Sie in der folgenden Übersicht. Das Projekt wird begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat, der sich ebenfalls aus Experten des Fachs zusammensetzt.

Registrierung und Anwendung

Eine Registrierung auf der Dhoch3-Moodle-Plattform ist seit Anfang Mai auf moodle.daad.de (Betaversion) möglich. Sie erhalten zunächst einen Gastzugang, um sich einen Überblick über alle Module und Inhalte zu verschaffen und die vorhandenen Materialien zu nutzen. Wenn Sie das Vorhandene für Ihren Kontext umgestalten oder ergänzen möchten, richten wir Ihnen innerhalb der Dhoch3-Moodle gern einen lokalen virtuellen Kursraum ein. Kontaktieren Sie uns hierzu bitte per Mail.

Ergänzend zu dem Zugang zur Plattform bietet der DAAD gemeinsam mit den Modulentwicklern auch passgenaue Workshops zu technischen, didaktischen und inhaltlichen Aspekten von Dhoch3 an. Bei Interesse wenden Sie sich gerne direkt an Benjamin Schmäling.

Projektauftakt in Berlin - Die Dhoch3-Plattform geht online!

Am 4. Mai 2018 hat in Berlin die Dhoch3-Auftaktveranstaltung stattgefunden. Seitdem steht die Plattform interessierten Hochschulen weltweit zur Verfügung. Eine kostenlose Registrierung ist unter moodle.daad.de möglich.

An der Veranstaltung nahmen rund 70 Fachvertreterinnen und Fachvertreter aus 21 Ländern teil. Mit Blick auf die steigende Nachfrage nach Deutsch in vielen Regionen der Welt betonte die Beauftragte für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik, Heidrun Tempel, in ihrer Begrüßungsrede die hohe Bedeutung von Dhoch3 für die akademische Ausbildung von Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern. Mit dem Projekt könne dem sich abzeichnenden Mangel an Lehrkräften auch längerfristig wirksam begegnet und dem zunehmenden Interesse an Deutsch besser entsprochen werden. Die Generalsekretärin des DAAD, Dr. Dorothea Rüland, hob das innovative Potenzial von Dhoch3 hervor, das nicht nur in der thematischen Ausrichtung der acht Module liegt, sondern auch in der Möglichkeit für Anwender in aller Welt, das Angebot flexibel an den jeweiligen Kontext anzupassen und perspektivisch auch selbst an der Weiterentwicklung der Inhalte mitzuwirken. Auf diese Weise ermögliche das Projekt den wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Deutschlehrerausbildung – nicht nur lokal, sondern weltweit im virtuellen Raum der Dhoch3-Plattform.

Auf die Verortung des Projekts im Kontext des Megatrends Digitalisierung ging Prof. Dr. Gerhard Lauer von der Universität Basel in seiner Keynote ein. Konkrete Einsatzmöglichkeiten von Dhoch3 wurden am Beispiel Chinas und Russlands in einer von Dr. Hans-Joachim Althaus (TestDaF-Institut) moderierten Podiumsrunde diskutiert, an der neben Heidrun Tempel und Prof. Dr. Claudia Riemer (Universität Bielefeld) auch Prof. Dr. Jin Zhao von der Tongji Universität Shanghai und Prof. Dr. Ljubov Nefedova von der Pädagogischen Hochschule Moskau teilnahmen. Die beiden Germanistinnen sind der Ansicht, dass Dhoch3 sowohl in Russland als auch in China eine sinnvolle und hochwertige Ergänzung des bestehenden Studienangebots darstellt, aber auch Impulse für die curriculare Weiterentwicklung geben kann.

Eine zusammenfassende Dokumentation der Veranstaltung mit Präsentationsfolien, Videomitschnitt und Fotos finden Sie hier:

Keynote Prof. Dr. Gerhard Lauer

Projektpräsentation Dhoch3

Trailer Kickoff Dhoch3

Bildergalerie Kickoff und Expertenworkshop

Erste Dhoch3-Workshops in Ostafrika und China

Steigendes Interesses an Deutsch und akademischer Deutschlehrerausbildung an zahlreichen Hochschulen in Ostafrika

Germanistinnen und Germanisten aus acht Ländern der Region Ostafrika kamen am 22. und 23. März an der Makerere University in Kampala zusammen, um an einem zweitägigen Workshop zum Projekt Dhoch3 teilzunehmen. Die weltweit erste Veranstaltung dieser Art bot Gelegenheit, sich eingehend über die Hintergründe von Dhoch3 zu informieren, konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der Lehre und der Entwicklung von Curricula auszuloten und sich regional zu vernetzen. Der inhaltliche Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Deutsch als Fachsprache sowie auf der Gestaltung von Blended Learning-Szenarien.

Aufgrund des steigenden Interesses an Deutsch in der Region und der damit verbundenen Dynamik im Bereich der akademischen Deutschlehrerausbildung werden an zahlreichen Hochschulen konkrete Verwendungsmöglichkeiten gesehen, unter anderem in Äthiopien, Kenia, Simbabwe und Uganda. Insbesondere bei der Reform von Curricula oder der Entwicklung neuer Studiengänge kann Dhoch3 nach Einschätzung der Teilnehmer einen wichtigen Beitrag leisten. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf Deutsch für fachliche und berufliche Kontexte, etwa im Bereich Tourismus.

Im Zuge der Einführung von Dhoch3 werden künftig regelmäßig inhalts- und anwendungsorientierte Schulungen an ausländischen Hochschulen stattfinden. Die Veranstaltung an der Makerere University bildete hierzu einen gelungenen Auftakt.

Erster Dhoch3-Workshop in China

Auch in China hat inzwischen ein erster Workshop zu Dhoch3 stattgefunden, und zwar Ende April an der Tongji University in Shanghai. Der thematische Fokus lag dabei auf Deutsch für den Beruf (Modul 4). Den ausführlichen Bericht von DAAD-Lektorin Julia Weber (Tongji University) lesen Sie hier.

Weiterführende Infos und aktuelle Publikationen

Gerade erschienen:

Schmäling, B./Guckelsberger, S./Roelcke, T./Kraft, A. (2018), Integrierter Sachfachunterricht in der akademischen Deutschlehrerausbildung weltweit: Das Projekt DaF-Studienmodule und der CLIL-Ansatz. In: K. Haataja/R. E. Wicke (Hrsg.), Fach- und sprachintegriertes Lernen auf Deutsch (CLILiG). Materialentwicklung, Lehrerbildung, Forschungsbegleitung. Berlin: ESV, S. 149-163.

In Vorbereitung:

Schmäling, B. (i.V.), Dhoch3. Online-Studienmodule für die Deutschlehrerausbildung an Hochschulen weltweit: kontextspezifische Adaptierbarkeit und Anwendung im Blendend-Learning-Format. In: InfoDaF Themenheft: Neue Konzepte für den Deutschunterricht und die Germanistik.

Einen ausführlichen Bericht zum Einsatz von Dhoch3 an Hochschulen im Ausland finden Sie im aktuellen DAAD-Letter.

Kontakt

Bei Fragen oder Interesse melden Sie sich gerne bei uns:

Deutscher Akademischer Austauschdienst
Referat S14 - Germanistik, deutsche Sprache und Lektorenprogramm

Benjamin Schmäling, Projektleitung, +49 228 882 8840, schmaeling@daad.de

Juliane Hansen, Projektassistenz, +49 228 882 8656, hansen@daad.de

Dhoch3-Moodle: moodle.daad.de

Technische Realisierung und Support: INCCAS GbR, Bochum

Gefördert durch:

Modul 1: Methoden und Prinzipien der Fremdsprachendidaktik Deutsch

Globale Methoden wie die Grammatik-Übersetzungsmethode, der kommunikative oder der interkulturelle Ansatz und die sogenannten Prinzipien der Fremdsprachenvermittlung wie Handlungsorientierung, Aufgabenorientierung oder Lernerautonomie werden manchmal so verstanden, als könnten sie das Fremdsprachenlehren und -lernen generell anleiten. Dabei weiß man seit Mitte der 1970er Jahre, dass es eine beste Methode nicht geben kann: Erfolgreicher Fremdsprachenunterricht muss die Unterschiedlichkeit der beteiligten Personen, der Lehrenden und Lernenden, ebenso im Blick haben wie unterschiedliche Lernziele oder institutionelle Bedingungen. Ein Blick in die Unterrichtspraxis zeigt jedoch, wie einflussreich und im Unterrichtsalltag sichtbar die Diskussion um Methoden und Prinzipien ist.

Dieses Modul wird Methoden und Prinzipien vorstellen und dabei zeigen, warum und wie Veränderungen stattgefunden haben, dass bestimmte Aspekte plötzlich in den Vorder- und andere in den Hintergrund treten und dass bestimmte Aspekte nach ihrer Einführung zum selbstverständlichen Bestandteil des Unterrichts werden, während andere bald kaum noch Beachtung finden. Die Nutzer und Nutzerinnen dieses Moduls werden die Kompetenz entwickeln, Methoden und Prinzipien im Hinblick auf ihre Relevanz für die jeweiligen Fremdsprachlernsituation einzuschätzen und die Diskussion um methodische Großformen mit der Diskussion um das angemessene methodische Vorgehen auf der Mikroebene zu verknüpfen.

Schlagworte: Methoden, Prinzipien, Handlungsorientierung, Aufgabenorientierung, Lernerautonomie, kommunikativer Ansatz, interkultureller Ansatz

Autorenteam

Prof. Dr. Nicola Würffel Projektleiterin

nicola.wuerffel@uni-leipzig.de
                                                           

Prof. Dr. Dietmar Rösler Projektleiter

dietmar.roesler@germanistik.uni-giessen.de                  

Filippa Buda, M. A.

Projektemitarbeiterin   filippa.buda@uni-leipzig.de
Natallia Baliuk Projektemitarbeiterin natallia.baliuk@uni-leipzig.de

Hochschulen,
Fachbereiche

Universität Leipzig
Herder-Institut
http://herder.philol.uni-leipzig.de/hi.site,postext,mitarbeiter,a_id,9052.html

Universität Gießen
Institut für Germanistik
https://www.uni-giessen.de/fbz/fb05/germanistik/iprof/daf/uber-uns/wimi/roesler

Modul 2: Lehr- und Unterrichtsplanung für DaF an Hochschulen und Schulen

Im Mittelpunkt des Moduls „Lehr- und Unterrichtsplanung“ steht die Frage, wie sich Lehr- und Lernprozesse im Bereich Deutsch als Fremdsprache an Hochschulen und Schulen wissenschaftlich fundiert planen, durchführen und reflektieren lassen. Das Modul richtet sich an Dozentinnen und Dozenten in den Fachbereichen DaF und Germanistik an Universitäten im Ausland, die bei ihren Studierenden eine dynamische Planungskompetenz entwickeln und damit zu deren Professionalisierung als zukünftige Sprachlehrende an Schulen, Hochschulen oder auch in anderen Lernkontexten beitragen möchten. Da die Vermittlung von Deutsch in Verbindung mit einem Sachfach (z.B. Geographie, Wirtschaft) zunehmend an Bedeutung gewinnt, werden neben der Planung von DaF-Unterricht auch Ansätze zur Planung von fach- und sprachintegriertem Unterricht (CLIL) thematisiert.

Bei der Lehr- und Unterrichtsplanung sind eine Reihe von Einflussfaktoren zu berücksichtigen, etwa die jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen und curricularen Vorgaben sowie die Voraussetzungen seitens der Lernenden (ihre Ziele, sprachlichen Kompetenzen, Sprachlernerfahrungen). Die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer sollen auf diese komplexe Aufgabe bestmöglich vorbereitet werden: z.B. durch die analytische Arbeit mit Anschauungsmaterialien, durch Videobeobachtung, durch Reflexionsaufgaben oder anhand von Projekten, die eine forschende Grundhaltung fördern.

Hierfür werden vielfältige Materialien (z.B. Einführungstexte, wissenschaftliche Originaltexte, Aufgaben, Unterrichtsvideos, Fragen zur Texterschließung, Projektvorschläge) zu folgenden Themen angeboten:

Thema 1: Grundfragen der Lehr- und Unterrichtsplanung (Schwerpunkte DaF und CLIL)
Thema 2: Curriculare Vorgaben
Thema 3: Einschätzung von Sprachkompetenzen

Thema 4: Erstellung und Reflexion von Unterrichtsplänen (Schwerpunkte DaF und CLIL)
Thema 5: Beobachtung, Analyse und Reflexion von Unterricht

Schlagworte: Unterrichtsplanung, DaF, CLIL

Autorenteam
 
Prof. Dr. Heike Roll Projektleiterin heike.roll@uni-due.de
Dr. Susanne Guckelsberger Projektmitarbeiterin susanne.guckelsberger@uni-due.de
Christoph Chlosta Projektmitarbeiter christoph.chlosta@uni-due.de
Hochschule,
Fachbereich

Universität Duisburg-Essen
Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
https://www.uni-due.de/daz-daf/

Modul 3: Lehren und Lernen mit elektronischen (online-)Medien

Ziel des Moduls ist es, die Nutzer mit den möglichen Mehrwerten der Nutzung von elektronischen, vorwiegend online-Medien theoretisch und praktisch vertraut zu machen. Dabei geht es nicht um die Medien als Selbstzweck zwischen Medienhysterie und medialem Edutainment, sondern um Medien als zielführende Instrumente für die Verbesserung und Beschleunigung des Sprach- und Kulturerwerbs. Es geht darum zu zeigen, an welchen Stellen, bei welchen Lernergruppen und unter welchen Bedingungen und Zielsetzungen der Einsatz von online-Medien Lernmehrwerte generieren kann. Demzufolge behandeln die 8 Kapitel und 32 Lerneinheiten des Moduls immer theoretisch fundierte Perspektiven einer medial-gestützten Fremdsprachendidaktik, die die erfahrene oder zukünftige Lehr- und Lern-Praxis der Teilnehmer reflektiert. Dazu werden unterschiedliche Perspektiven thematisiert: lerntheoretische, psycho- und kognitionslinguistische, medientheoretische und -didaktische, linguistische, technologische, evaluatorische und administrative.

Schlagworte: Neue Medien, digitale Medien, online-Medien, Handlungsorientierung, Interkulturalität, Animationen, kognitive Didaktik, Transferdifferenz, Mediendidaktik

Autorenteam

Prof. Dr. Jörg Roche Projektleiter roche@daf.lmu.de
Dr. Katsiaryna EL-Bouz Projektmitarbeiterin el-bouz@daf.lmu.de
Hochschule

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Deutsch als Fremdsprache
http://www.daf.uni-muenchen.de

Modul 4: Berufsorientierter DaF-Unterricht

Das Master-Modul „Deutsch für den Beruf“ strebt an, die zukünftig Lehrenden des Faches mit Kompetenzen für die Planung und Durchführung eines DaF-Unterrichts auf allen Niveaustufen vorzubereiten, der die besonderen Bedürfnisse beruflicher Sprachverwendungskontexte berücksichtigt. Die angestrebten Zielkompetenzen der Studierenden umfassen u. a. die Bedarfsanalyse, Modelle der Bestimmung berufsorientierter Lernziele und ihrer Umsetzung im Unterricht sowie die unterschiedlichen Aspekte der Planung eines an beruflichen Schlüsselqualifikationen und berufs- sowie allgemeinsprachlich polyvalenten Sprachhandlungen orientierten Sprachunterrichts. Zu letzterem gehören auch grundlegende Kompetenzen in der Vermittlung berufsfeldübergreifender Sprachanforderungen in Bezug auf die Kommunikation am Arbeitsplatz, etwa die Beschreibung von Arbeitsprozessen, -produkten und -materialien, die Arbeitsplatz-bezogene Kommunikation in Teams sowie die Arbeit mit berufsbezogenen Texten. Lehrende sind mit den Grundlagen des Faches vertraut.

Das Modul erfüllt gleichermaßen forschungs- und anwendungsorientierte Ziele. So werden nicht nur neueste Studien analysiert, sondern auch praxisorientierte Projekte implementiert.

Schlagworte: Berufsorientierter Deutschunterricht, berufsbezogener Deutschunterricht, Deutsch für den Beruf, Deutsch im Beruf, Theorie, Praxis, Bedarfsanalysen, Kommunikation am Arbeitsplatz, arbeitsweltbezogene Szenarien, Fachsprache, Berufssprache

Autorenteam

Prof. Dr. Hermann Funk Projektleiter Hermann.funk@uni-jena.de
AR Dr. Christina Kuhn Projektleiterin Christina.kuhn@uni-jena.de  
Anna Korneva, MA Projektmitarbeiterin

Anna.korneva@uni-jena.de

Hochschule,
Fachbereich

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Studien
Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
http://www.dafdaz.uni-jena.de/

Modul 5: Fachkommunikation Deutsch

Fachsprachliche Kompetenzen sind heute gefragter denn je und ein wichtiger Bestandteil einer effektiven und effizienten Kommunikation. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die in der Lage sind, international sprachlich angemessen zu agieren, wächst stetig. Dozierende der Auslandsgermanistik stehen vor der besonderen Herausforderung, den komplexen Anforderungen der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund werden Materialien entwickelt, die sukzessive an die Thematik Fachkommunikation Deutsch heranführen. Neben linguistischen Grundlagen werden Besonderheiten und Prinzipien der Fachkommunikation vermittelt. Modelle zur Integration von Sprach- und Fachlernen sowie zur Planung und Gestaltung von Fachunterricht werden diskutiert und erprobt, um komplexe fachsprachliche Inhalte reflektieren, produzieren und vermitteln zu können.

Neben Formen und Funktionen verschiedener Fachsprachen werden sprachlich, fachlich, sozial und kulturell bedingte fachkommunikative Barrieren thematisiert und Prinzipien zu deren Überwindung diskutiert. Im Fokus stehen dabei die Fachsprachenvermittlung sowie methodisch-didaktische Verfahren zur Planung und Gestaltung eines fachfremdsprachlichen Unterrichts. Die Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien ist ebenso Bestandteil wie die praxisnahe Umsetzung methodisch-didaktischer Grundsätze im Rahmen von Deutsch als Fremd- und Fachsprache auf den eigenen länderspezifischen Kontext.

Schlagworte: Fachkommunikation, Fachsprache, Fachsprachenvermittlung, Lehr- und Lernmaterialien, Sprach- und Fachlernen, Fachunterricht, fachkommunikative Phänomene, methodisch-didaktische Grundsätze, CLIL, CLILiG

Autorenteam

Prof. Dr. Thorsten Roelcke

Projektleiter

roelcke@tu-berlin.de

Andreas Kraft, M.A. Projektmitarbeiter

a.kraft@tu-berlin.de

Lina Brüssel

Projektmitarbeiterin
Hochschule,
Fachbereich

Technische Universität Berlin
Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften
Institut für Sprache und Kommunikation
Deutsch als Fremd- und Fachsprache
www.daf.tu-berlin.de

Modul 6: Wissenschaftssprache Deutsch, wissenschaftliche Arbeitsformen

Für eine erfolgreiche Teilnahme am internationalen wissenschaftlichen Diskurs im Studienalltag und der eigenen Forschung ist eine Beschäftigung mit wissenschaftlichen Arbeitsformen und mit den Normen und Anforderungen des wissenschaftlichen Diskurses unumgänglich. Diese sind durch Diskurs- und Forschungstraditionen sowie durch verschiedene institutionelle und soziale Praktiken in verschiedenen Regionen und Wissenschaftsräumen teils sehr unterschiedlich ausgeprägt. Im Modul werden ausgehend von wissenschaftlichen Traditionen und damit verbundenen kommunikativen Handlungsmustern die sprachlichen Charakteristika der Wissenschaftssprache Deutsch in verschiedenen wissenschaftlichen Text- und Diskursarten genauer beleuchtet. Die verschiedenen Kontexte des Studienalltags und damit einhergehende Rollen der Studierenden als Teilnehmende in Lehrveranstaltungen oder als Handelnde in der Studienorganisation fordern zudem Kompetenzen wie beispielsweise das Anfertigen von Mitschriften oder das Führen von formal, sprachlich und inhaltlich adäquaten Sprechstundengesprächen. Im Modul werden die akademischen Situationen und die unterschiedlichen studentischen Rollen diskutiert und durch praxisorientierte Übungen unterstützt. Die im Modul enthaltene Reflexionsebene soll mit komparativen Aufgaben den steten interkulturellen Vergleich und eine allgemeine Reflexion der Modulmaterialien anstoßen, um die Materialien individuell an die eigenen Lehr- und Unterrichtskontexte anzupassen.

Das Modul trägt zu einer Verbesserung der wissenschaftlichen Kompetenzen der Studierenden bei und schafft darüber hinaus die Grundlage für eine tiefere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Deutschen als fremde Wissenschaftssprache.

Schlagworte: alltägliche Wissenschaftssprache, wissenschaftliche Arbeitsformen, Forschungstraditionen, Textsorten, Diskursarten, wissenschaftliche Handlungsmuster, interkultureller Vergleich, Studienalltag, sprachliche Charakteristika

Autorenteam

Prof. Dr. Christian Fandrych

Projektleiter

fandrych@uni-leipzig.de

Silke Schiekofer

Projektmitarbeiterin

Silke.Schiekofer@uni-leipzig.de

Antje Rüger

Projektmitarbeiterin

Antje.Rueger@uni-leipzig.de

Hochschule,
Fachbereich

Universität Leipzig
Herder-Institut
http://herder.philol.uni-leipzig.de/hi.site,postext,herder-institut.html?PHPSESSID=4phb3fjppcqmt50jnhj5j99i46ol78c5

Modul 7: Konzepte von Mehrsprachigkeit, Tertiärsprachendidaktik

In diesem Modul sollen Einblicke in die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungen der Mehrsprachigkeitsforschung und der Tertiärsprachendidaktik geliefert werden. Dafür beschäftigen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Mehrsprachigkeitsmodellen und schulen ihre Fähigkeiten zur theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema des multiplen Sprachenlernens. Die Relevanz für den Deutschunterricht wird hierbei in verschiedenen Zusammenhängen verdeutlicht und z.B. anhand von lebensweltlichen Sprachlernbiografien von den Teilnehmenden selbst erarbeitet. Durch das Modul entwickeln die Teilnehmenden Kompetenzen, mit denen sie die Mehrsprachigkeit der Lernenden im eigenen Unterricht besser einschätzen und nutzbar machen können. Darüber hinaus werden aktuelle Forschungsfragen angerissen und die Möglichkeit zur Vertiefung einzelner Themen gegeben, die sich die Teilnehmenden ihren Bedürfnissen entsprechend auswählen können.

Zum praktischen Aspekt präsentiert das Modul außerdem konkrete Beispiele und Anregungen zur Nutzung der Mehrsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht, die auf Basis lehrlerntheoretischer Überlegungen diskutiert werden können. Die Teilnehmenden lernen damit zum einen neue Unterrichtskonzepte kennen und haben zum anderen die Möglichkeit, Materialien individuell mit Hilfe der dargebotenen Vorschläge zu entwickeln.

Schlagworte: Mehrsprachigkeitsmodelle, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Tertiärsprachen, Sprach(lern)bewusstheit, multiples Sprachenlernen, individuelles Sprachenrepertoire, Interkulturalität, Gesamtsprachencurriculum

Autorenteam

Prof. Dr. Britta Hufeisen

Projektleiterin

hufeisen@spz.tu-darmstadt.de

Constanze Bradlaw, M.A.

Projektmitarbeiterin

cbradlaw@spz.tu-darmstadt.de

Madeleine Schmorré, B.A. Projektmitarbeiterin mschmorre@spz.tu-darmstadt.de
Hochschule,
Fachbereich

TU Darmstadt
Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft,
Fachgebiet Sprachwissenschaft – Mehrsprachigkeit
www.daf.tu-darmstadt.de

Modul 8: Fremdsprachenlehren und -lernen erforschen

Aus der eigenen praktischen Erfahrung als Fremdsprachenlehrende und/oder -lernende ergeben sich zahlreiche offene (Forschungs-)Fragen, so zum Beispiel: Warum machen Lernende immer wieder ähnliche Fehler? Wie lassen sich unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten und -erfolge theoretisch modellieren? Welche Faktoren beeinflussen den Lernerfolg positiv oder negativ? Welche didaktischen Prinzipien lassen sich aus diesen Erkenntnissen ableiten? All diese Fragen sind nicht abschließend beantwortet und so werden in diesem Modul Studierende und Lehrende dazu angeregt, mit einem wissenschaftlichen Blick auf Prozesse des Lernens und Lehrens von Deutsch als Fremdsprache in ihrem eigenen Kontext zu schauen und aktuelle Forschungsergebnisse kennenzulernen; auch erhalten sie Anregungen für eigene Forschung. Dazu erfolgt eine Einführung in einige grundlegende Erklärungsmodelle und allgemeine Lerntheorien für Prozesse des Fremdsprachenlernens sowie eine Einführung in forschungsmetho(dolog)ische Fragen und ausgewählte empirische Forschungsmethoden im Bereich des Fremdsprachenlernens. Der Rückbezug auf die eigene praktische Erfahrung wird an vielen Stellen im Modul insbesondere durch Anregungen zur eigenständigen, auch niedrigschwelligen empirischen Arbeit gezielt befördert. Vorhandenes Wissen und Vorerfahrungen können auf diesem Weg einer kritischen Reflexion unterzogen und weiterentwickelt und ggf. Entwicklungsmöglichkeiten für den eigenen DaF-Unterricht aufgezeigt werden.

Schlagworte: Fremdsprachenerwerb, empirische Forschung, Hypothesen L2-Erwerb, Theorien L2-Erwerb, Lernersprache, individuelle Unterschiede, soziokulturelle Variablen, qualitative Forschung, Sprachlehr- und -lernforschung

Autorenteam

Prof. Dr. Claudia Riemer Projektleiterin

Claudia.riemer@uni-bielefeld.de

Dr. Sandra Ballweg stellvertretende Projektleiterin

sandra.ballweg@uni-bielefeld.de

Hochschule,
Fachbereich

Universität Bielefeld
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Fachbereich Deutsch als Fremdsprache
http://www.uni-bielefeld.de/lili/studium/faecher/daf/