Dr.-Ing. Getahun Mekuria Kuma

Äthiopien

Minister für Wissenschaft und Technik der Demokratische Bundesrepublik Äthiopien

DAAD-Promotionsstipendium 2005–2008

Dr.-Ing. Getahun Mekuria Kuma Privat


Deutsche Technologien genießen weltweit ein hervorragendes Image – so auch in Äthiopien. Dr.-Ing. Getahun Mekuria Kuma, seit November 2016 Minister für Wissenschaft und Technik der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien, suchte deshalb bereits in jungen Jahren den Kontakt zu deutschen Experten: Nach seinem Bachelor- und Masterstudium an der Addis Ababa University (AAU) und vier Jahren Berufserfahrung als Electrical Network Distribution Engineer der staatlichen Elektrizitätswerke Äthiopiens leitete der Elektro-Ingenieur die technische Abteilung der Siemens Niederlassung in Äthiopien. „Das hat mir die Augen für Deutschland und die deutschen Technologien geöffnet“, erzählt er. „Ich erinnere mich noch gut an meine Reisen zu der Siemens-Zentrale in München und den verschiedenen Produktionsstandorten. Der deutsche Maschinenbau beeindruckte mich nachhaltig, ich hungerte nach mehr davon.“

Am Aufbau meiner Karriere haben das Team des DAAD und meine Kollegen der Universität Duisburg-Essen einen beträchtlichen Anteil.
Getahun Mekuria Kuma

2004 ergab sich für Getahun Mekuria Kuma die Gelegenheit, seine Expertise zu vertiefen: Ein DAAD-Stipendium führte den Elektro-Ingenieur – der seit 2002 an der AAU einen Lehrauftrag innehatte – nach Deutschland. Nach dem Besuch von Sprachkursen am Carl Duisberg Centrum Köln von Oktober 2004 bis März 2005 promovierte er bis 2008 an der Universität Duisburg-Essen im Fachgebiet Energietransport und -speicherung (ETS). „Ich recherchierte zum Thema Powerline Communications, also zu intelligenten Stromnetzen“, sagt Getahun. „Ich erinnere mich noch gut an die freundliche Unterstützung des ETS-Teams, insbesondere meines Doktorvaters Prof. Dr.-Ing Holger Hirsch.“

Auch die Hilfsbereitschaft des DAAD beeindruckte Getahun Mekuria Kuma stark: „Die Mitarbeiter setzten sich persönlich für uns DAAD-Stipendiaten ein, sprachen mit uns in der Bonner Zentrale über unsere Belange und luden uns zu hochrangigen Konferenzen ein. Das hohe Maß an Respekt und Fürsorge, mit dem wir behandelt wurden, bewerte ich noch höher als das eigentliche Stipendium.“ Deshalb ist Getahun sich sicher: „Am Aufbau meiner Karriere haben nicht zuletzt das Team des DAAD und meine Kollegen der Universität Duisburg-Essen einen beträchtlichen Anteil. Ich fühle mich allen sehr verpflichtet.“

Im Jahr 2008 kehrte Getahun als Assistant Professor of Electrical Engineering an die Addis Ababa University zurück. Von 2010 bis 2012 leitete er dort den Fachbereich für Elektro- und Computertechnik, von 2012 bis 2014 war er stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Technologie (Addis Ababa Institute of Technology, AAiT, AAU). Anschließend startete der DAAD-Alumnus am Ministerium für Wissenschaft und Technologie als Generaldirektor seine politische Karriere. Im Februar 2016 wurde er zum Staatsminister berufen, im November 2016 zum Minister für Wissenschaft und Technologie. Die äthiopische Regierung, die zur Entwicklung des Landes unter anderem die Elektrifizierung vorantreibt sowie einen Ausbau der Kraftwerksleistung und erneuerbarer Energien forciert, setzt dabei auf Getahuns Fachwissen. „Mithilfe von Wissenschaft und Technik kann es uns innerhalb von zehn Jahren gelingen, Äthiopien zu einem Land mittleren Einkommens zu machen“, sagt der DAAD-Alumnus. „Für dieses Ziel bin ich bereit, mein Bestes zu geben.“

Stand: 2017-02-09