Dr. Matthias Mück

Deutschland

Mathematiker, Programmmanager bei Airbus Defence and Space

DAAD-Stipendium 2001–2002

Dr. Matthias Mück privat


Transatlantic – in Real Time. Unter diesem Motto lässt der „German Canadian Concourse“ Deutschland und Kanada regelmäßig näher zusammenrücken: Die interdisziplinär angelegte Konferenzreihe des „Canada Meets Germany Network“ ermöglicht einen Dialog auf professioneller Ebene. Dr. Matthias Mück ist als Präsident des deutsch-kanadischen Netzwerks für die Veranstaltung verantwortlich. „Die Konferenz findet mit wechselnden Themen einmal jährlich zeitgleich in Deutschland und in Kanada statt“, sagt der DAAD-Alumnus. „Kernstück des Formats ist das Transatlantische Symposium, bei dem die einzelnen Redebeiträge und Podiumsdiskussionen per Videokonferenz in das jeweils andere Land übertragen werden, so dass eine Interaktion zu aktuellen Themen über den Atlantik in Echtzeit möglich ist.“ Der German Canadian Concourse findet heute unter der Schirmherrschaft des kanadischen und deutschen Botschafters statt und ist ein etabliertes Format des deutsch-kanadischen Dialogs.

Mein Aufenthalt in Toronto und meine bestehende Verbindung zu Kanada sind Inspiration für berufliche Aktivitäten im transatlantischen und internationalen Kontext.
Matthias Mück
 

Ausgangspunkt von Mücks Affinität zu Kanada war ein DAAD-Stipendium, mit dem er im Rahmen seiner Promotion in den Jahren 2001 und 2002 an der University of Toronto im Bereich der mathematischen Physik forschte. „Ich habe nicht nur fachlich stark von diesem Aufenthalt profitiert“, sagt der DAAD-Alumnus. „Toronto hat mich sehr fasziniert und ist mir als offene, multikulturelle Stadt begegnet. Deshalb wollte ich auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland weiter in einem kanadischen Kontext arbeiten. Mein Aufenthalt in Toronto und meine bestehende Verbindung zu Kanada ist Inspiration für berufliche Aktivitäten im transatlantischen und internationalen Kontext.“ Mück war zunächst als Flugdynamikingenieur am Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) tätig und wechselte im Jahr 2010 zu EADS Astrium, Teil der heutigen Airbus Group. „Heute leite ich für ein deutsch-russisches Tochterunternehmen der Airbus Raumfahrtsparte die Abwicklung von Satelliten-Starts für internationale Kunden auf einer russischen Trägerrakete“, erzählt er. „Hierbei spielen neben technischen Kenntnissen vor allem internationale Erfahrung im Umgang mit multi-kulturellen Projektteams eine große Rolle, die ich dank des DAAD schon damals sammeln konnte.“

Die Grundlage für sein Amt als Präsident des „Canada Meets Germany Networks“ ist eine Initiative der kanadischen Botschaft aus dem Jahr 2002: Jeweils sechs deutsche und sechs kanadische Führungskräfte verschiedener Disziplinen bekamen damit jedes Jahr die Möglichkeit, in das Programm „Canada Meets Germany – a forum for young leaders“ aufgenommen zu werden. Mück erkundete im Jahr 2007 gemeinsam mit dem vorigen und folgenden Jahrgang per Studienreise Deutschland und Kanada. „Ziel der Reisen war es, im Gastland auf Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien zu treffen und ein nachhaltiges transatlantisches Netzwerk aufzubauen“, sagt er.

Nach dem Auslaufen des Programms 2009 gründeten die rund 70 Absolventen das „Canada Meets Germany Alumni Forum“ und trieben mit Veranstaltungen und Konferenzen den deutsch-kanadischen Dialog weiter voran. Mittlerweile ist aus dem Alumni Forum das „Canada Meets Germany Network“ geworden und damit ein Forum für alle, die sich aktiv im deutsch-kanadischen Austausch einbringen wollen.

Stand: 2016-11-10