Prof. Dr. Hans N. Weiler

USA/Vereinigte Staaten

Ehemaliger Rektor der Europa-Universität Viadrina, Professor emeritus der Stanford University

DAAD-Stipendium 1991

Prof. Dr. Hans N. Weiler DAAD


Als Hans N. Weiler 1999 in den Ruhestand ging, hatte das auf seinen Terminkalender sicherlich wenig Einfluss. Der ehemalige Rektor der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder ist als Experte in Sachen Hochschule und Wissenschaftsmanagement gefragt und sitzt nach wie vor als kompetenter Ansprechpartner auf vielen Podien. Und das nicht nur in Deutschland. In den USA gilt der einstige DAAD-Stipendiat als erfahrener Kenner der amerikanischen Universitätsadministration, hatte er doch dort in den 1980er- und 1990er-Jahren viele akademische Ämter wahrgenommen. 2014 feierte Hans Weiler seinen 80. Geburtstag in Berlin – im Kreis vieler Weggefährten an der Hertie School of Governance, deren Entwicklung er viele Jahre ebenfalls beratend begleitete.

Die Kooperation zwischen polnischen und deutschen Hochschulen ist unproblematisch und intensiv.
Hans. N. Weiler

Die USA sind seit mehr als 40 Jahren die Heimat des 1934 in Krefeld geborenen Wissenschaftlers. Nach dem Studium der Philosophie, der Politologie und der Pädagogik in Frankfurt, Freiburg und London ging Weiler 1965 als Assistant Professor an die Stanford University und 14 Jahre später war er dort Professor für Erziehungs- und Politikwissenschaften.

In den Jahren 1974–1979 arbeitete Weiler als Direktor am Internationalen Institut für Erziehungsplanung der UNESCO. Die Verbindungen zu Deutschland blieben, auch wenn der Bildungsberater und seine Frau 1983 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahmen. Weiler publizierte über das deutsche Bildungssystem in englischer Sprache und hielt Vorträge in Deutschland. 1991 kam er mit einem DAAD-Stipendium nach Berlin, um Daten für ein Buch über die Umwandlung des ostdeutschen Bildungswesens nach der Wende zu sammeln. Zwei Jahre später tauschte er Stanford gegen Frankfurt an der Oder und wurde der erste Rektor der Europa-Universität. An der Viadrina führte Weiler das ein, was ihm am US-Hochschulsystem gefällt. „Es ist das Beste von allen, die ich kenne.“ Die Betonung der Lehre und die Betreuung der Studierenden sind dem Träger des Bundesverdienstkreuzes ebenso wichtig wie gute Kontakte zwischen Deutschen und Polen. „Nie im Traum hätte ich daran gedacht, dass die Kooperation zwischen den Hochschulen beider Länder so unproblematisch und intensiv sein würde, wie sie heute ist.“ 2012 erhielt Weiler den Verdienstorden des Landes Brandenburg.

Stand: 2015-09-14