Prof. Dr. Claus Kleber

Deutschland

Journalist, Fernsehmoderator, Moderator des ZDF-heute-journals

DAAD-Stipendium 1984

Prof. Dr. Claus Kleber DAAD


„An interview with the president by Claus Kleber of ARD“ – kein Name eines deutschen Journalisten war über viele Jahre so sehr mit den USA verbunden wie Claus Kleber – seit 2003 verbindet man ihn mit dem ZDF-„heute-journal“, das er moderiert und bis 2009 auch leitete.

Zum ersten Mal kam der gebürtige Schwabe 1986 für zwei Jahre als Korrespondent nach Washington – da hatte er schon amerikanische Luft geschnuppert: Im Rahmen seiner Promotion an der Universität Tübingen förderte der DAAD 1984 den damaligen Anwalt Claus Kleber mit einem Forschungsaufenthalt in den USA. Allerdings wollte Kleber eigentlich „schon immer“ Journalist werden – 1985 wechselte er das Fach.

Wenn ich gut bin, dann weiß auch in zehn Jahren noch niemand, welche Partei ich wähle.
Claus Kleber

Ab 1986 berichtete der Jurist 15 Jahre lang als Korrespondent für ARD-Anstalten aus den USA. Claus Kleber beschränkte sich aber keineswegs auf politische Themen. Er vermittelte dem deutschen Publikum die amerikanische Lebensweise: Seine Eindrücke von Florida bis Alaska, Erlebnisse mit Cowboys und Indianern. Die Leitung des Londoner ARD-Studios 2002 war nicht mehr als eine Zwischenstation: „Das Angebot des ZDF war nicht zu schlagen", sagt Kleber. Er selbst war 2003 zwar schnell überzeugt, Leitung und Moderation des „heute-journals" zu übernehmen – seit 2009 ist er dort Erster Moderator – seinen beiden Töchtern musste er einen Umzug von London nach Mainz anfangs allerdings erst schmackhaft machen.

Der USA-Fan hadert mit dem negativen Bild, das viele Deutsche sich von den Amerikanern machen. In seinen Moderationen hat seine eigene Meinung allerdings keinen Platz. Claus Kleber wurde für seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet: In den Jahren 2005 und 2009 erhielt er den Deutschen Fernsehpreis für die beste Moderation einer Informationssendung; 2005 wurde ihm zudem der internationale Literaturpreis „Corine“ für das Buch „Amerikas Kreuzzüge – Was die Weltmacht treibt“ zuerkannt. 2010 wurde er mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus ausgezeichnet, 2013 bekam er die Goldene Kamera in der Kategorie „Beste Information – Bester Anchorman“ und 2015 erhielt Claus Kleber zusammen mit der Autorin Angela Andersen den Bayerischen Fernsehpreis für die zweiteilige ZDF-Dokumentation „Hunger! Durst!“. Seit 2015 lehrt er als Honorarprofessor am Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Stand: 2015-10-05