Prof. Dr. Adilbek Alzhanov

Kasachstan

Diplomat, ehemaliger Gesandter der kasachischen Botschaft in Berlin

DAAD-Stipendium 1982–1985

Prof. Dr. Adilbek Alzhanov DAAD


„Deutsch liegt mir im Blut“, sagt Adilbek Alzhanov. Manchmal bedauere er, dass Deutsch als Wissenschaftssprache und auch in seiner Heimat Kasachstan an Bedeutung eingebüßt habe. „Aber das ist auch eine Motivation, mich aktiv für die deutsche Sprache einzusetzen“, sagt Alzhanov.

Deutsch liegt mir im Blut.
Adilbek Alzhanov

Der 1949 geborene Diplomat lernte bereits in der Schule Deutsch, in seinem Heimatdorf im westlichen, am Kaspischen Meer gelegenen Teil Kasachstans – einer Region, die heute mit ihren Erdöl- und Erdgasvorkommen zum Reichtum des zentralasiatischen Landes beiträgt. Sein erster Berufswunsch sei dann ganz selbstverständlich Deutschlehrer gewesen. Ende der 1960er-Jahre studierte Alzhanov in der damaligen Hauptstadt Almaty Pädagogik und unterrichtete danach einige Jahre Deutsch in der Schule seines Heimatdorfs sowie an der Hochschule. Anfang der 1980er-Jahre bekam er die Gelegenheit, sein Studium in Deutschland fortzusetzen. „Durch ein Abkommen zwischen den Bildungsministerien war es mir möglich, einen Studienplatz zu bekommen, ich wollte nach Leipzig“, erinnert sich Adilbek Alzhanov, der 1985 über den Satzbau in der gesprochenen deutschen Sprache promovierte. „Dank des DAAD konnte ich dann später in Freiburg und Hamburg mein Deutsch vervollkommnen. Das waren schöne und erfolgreiche Zeiten, sowohl sprachlich als auch wissenschaftlich.“

Nach der Promotion kehrte Adilbek Alzhanov nach Kasachstan zurück. Er wurde dort Prorektor an der Universität in Almaty und blieb, bis er 1999 vom kasachischen Außenministerium nach Deutschland entsandt wurde. Bis zu seinem Ruhestand 2012 war er Gesandter an der Botschaft in Berlin. In dieser Zeit gehörte es für ihn zu den spannendsten Aufgaben, Vorbereitungen für hochrangige Besucher aus Kasachstan zu treffen. „Besonders schön ist das Gefühl, wenn alles gut gelungen ist,“, sagt Alzhanov, „denn jede Veranstaltung bringt unsere Völker und Länder einander näher.“

Nicht nur beruflich, auch privat hat er seine Leidenschaft für die deutsche Sprache weitergeben: Seine drei Kinder sprechen mehrere Sprachen fließend, erzählt er, „und Deutsch gehört natürlich auch dazu.“

Stand: 2015-09-26