Auswahlkommissionen

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Das Auswahlverfahren für die Vergabe von DAAD-Stipendien im Rahmen der Individualförderung und Zuwendungen im Rahmen der Projektförderung ist ein wesentliches Merkmal der akademischen Selbstverwaltung im DAAD: Die Förderentscheidungen werden durch ehrenamtlich tätige, unabhängige Auswahlkommissionen getroffen.


Die Auswahlkommissionen nehmen in der Arbeit des DAAD einen zentralen Platz ein. Mitglieder der Kommissionen sind Hochschullehrer sowie in bestimmten Programmen auch Experten aus der Wirtschaft, aus Ministerien, Hochschul- und Wissenschaftsverwaltung. An der Auswahl deutscher Bewerber sind in der Individualförderung auch ehemalige DAAD-Stipendiaten beteiligt. In 86 Auswahlkommissionen des DAAD wirken rund 450 Gutachter mit.


Um ein ausgewogenes Verhältnis von Kontinuität und Erneuerung zu sichern, werden die Kommissionsmitglieder vom Vorstand des DAAD für einen Zeitraum von vier Jahren berufen. In den Grundsätzen für die Berufung von Mitgliedern der Auswahlkommissionen sind die Verfahren zur Besetzung der Kommissionen geregelt.

Zusammensetzung der Auswahlkommissionen


Die fachliche Zusammensetzung der Auswahlkommissionen unterscheidet sich je nach Programm und Zielgruppe sowie Zielland. In der Regel wählt eine Auswahlkommission entweder nur deutsche oder nur ausländische Bewerber und Antragsteller aus. In wenigen Fällen werden diese Gruppen zusammengefasst, beispielsweise im Bereich der Architektur oder der Musik. Neben der Unterscheidung zwischen deutschen und ausländischen Bewerbern und Antragstellern finden die Auswahlsitzungen zudem getrennt nach Programmen sowie grundsätzlich je nach Herkunftsland/-region bzw. Zielland/-region statt. So wird die jeweilige Fach- oder Regionalkompetenz der Gutachter anerkannt und im Auswahlprozess gewinnbringend eingesetzt. Angehörige der Geschäftsstelle des DAAD wirken in den Auswahlkommissionen beratend und koordinierend mit.

Auswahlkriterien


Je nach Programm werden unterschiedliche Kriterien an die Auswahl der Geförderten und der Projekte angelegt. Diese werden in der jeweiligen Ausschreibung benannt. In der Individualförderung entscheidet die Auswahlkommission zum Beispiel anhand der fachlichen Qualifikation und Qualität des Studien- bzw. Forschungsvorhabens über die Vergabe eines Stipendiums. Wichtig ist dabei auch, wie die Auswahlkommission das Entwicklungspotenzial sowie die Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung eines Bewerbers einschätzt. Teilweise finden zudem persönliche Auswahlgespräche oder Präsentationen statt.


In der Projektförderung entscheidet die Auswahlkommission aufgrund der Relevanz hinsichtlich der Zielsetzung des jeweiligen Programms, der akademischen Qualität, der Relevanz im jeweiligen Fachgebiet, der Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit des beantragten Projekts. Wichtig kann dabei auch sein, wie die Auswahlkommission Internationalisierungs- und Multiplikatoreneffekte, den Stand der Vorbereitung oder das Innovationspotential bewertet.