Orientierung auf dem Weg ins Regelstudium an der Universität Hamburg

Hagenguth/DAAD

Die Universität Hamburg hilft Flüchtlingen dabei, den Weg in ein Regelstudium zu finden. Dafür bietet sie Informationen, Beratung und Sprachkurse in themenspezifischen Klassenverbänden durch das Programm "#UHHhilft – Studienorientierung für Geflüchtete" an. Leitendes Ziel des Programms ist es, die Teilnehmenden bei der Identifikation eigener Entwicklungsmöglichkeiten an der Universität Hamburg zu unterstützen.

Ein erster Schwerpunkt des Angebotes liegt im Bereich der Orientierung. Campustouren und Bibliotheksrundgänge sowie der Besuch von regulären Veranstaltungen sind nur einige Bestandteile dieser Orientierungsangebote. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Unterstützung der studieninteressierten Flüchtlinge bei der Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen an der Universität Hamburg. Hierzu gehören die Hilfe bei Übersetzungs- und Anerkennungsprozessen ausländischer Zeugnisse sowie verschiedene Unterstützungsangebote, damit die Teilnehmenden die sprachlichen Zugangsvoraussetzungen der Universität Hamburg erfüllen können.

Insgesamt stehen 150 Plätze für Intensivsprachkurse zur Verfügung. Ziel der Lernangebote ist das Erreichen eines C1-Niveaus gemäß dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Alle Programmteilnehmer haben die Möglichkeit, an einem Einstufungstest teilzunehmen. Die besten Teilnehmenden erhalten eine Einladung zu den Sprachkursen.

Seit April 2016 wird das Programm als ein gemeinschaftliches Projekt unter Federführung der Universität Hamburg umgesetzt. Die Umsetzung findet in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der HafenCity Universität Hamburg sowie der Hochschule für Musik und Theater statt. Die Aktivitäten im Zeitraum der Projektförderung Integra werden in Fachklassen angeboten, welche sich an den verschiedenen Studienangeboten der beteiligten Universitäten orientieren. Die Begleitung der Fachklassen durch qualifizierte Mitarbeitende der Hochschulen kann unter anderem durch Mittel des DAAD ermöglicht werden.

Weitere Informationen

Analysen & Studien - Verbleib Ausländische Studierende

Unterstützung bei der Erfüllung formaler Zugangsvoraussetzungen

Durch die Projektförderung im Rahmen von Integra werden die Teilnehmenden des Programms noch stärker bei der Erfüllung formaler Zugangsvoraussetzungen unterstützt. So konnte beispielsweise das Angebot gezielter Vorbereitungsangebote zur Teilnahme an einem DSH Test realisiert werden. Darüber hinaus sollen die geflüchteten Studieninteressierten bei Bedarf die Möglichkeit erhalten, weitere notwendige Zertifikate (z.B. ein formaler Nachweis ausreichender Englischkenntnisse) zu erwerben.

Angeschlossen an die DAAD-Projektförderung konnte im Sommersemester 2017 zudem die Einrichtung eines Koordinationszentrums an der Universität Hamburg realisiert werden. Das Koordinationszentrum dient als erste Anlaufstelle für jede Person, die sich über Möglichkeiten und Voraussetzungen zur Aufnahme eines Studiums von Flüchtlingen in Hamburg informieren möchte. Des Weiteren konnte seit dem Wintersemester 2017/18 auch ein hochschulübergreifender InfoService realisiert werden. So wird die Beratung und der Informationsbedarf auch durch die Technische Universität Harburg vor Ort an der Universität Hamburg abgedeckt.

Die Einbindung weiterer Partner, wie etwa Verantwortliche von Arbeitsmarktakteuren (z.B. Handelskammer, Verbände, Agentur für Arbeit), sind generell denkbar und möglich. Die personelle Ausstattung dieses Angebotes kann ebenfalls mit Mitteln des Integra-Programms ermöglicht werden. Auf diese Weise leisten die beteiligten Universitäten mit der Unterstützung des DAAD einen wertvollen Beitrag zur Integration von Geflüchteten in ein Regelstudium.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Silke Boenigk
Universität Hamburg
Flüchtlingsbeauftragte
E-Mail: fluechtlingsbeauftragte@uni-hamburg.de