Studienvorbereitender Kurs für Flüchtlinge an der Hochschule Anhalt

Hochschule Anhalt

Bildung und Forschung kennen keine Grenzen. Deshalb bietet die Hochschule Anhalt politischen Flüchtlingen mit entsprechenden Bildungsvoraussetzungen die Möglichkeit auf ein Studium.

Im Sommersemester 2017 bereiten sich in 8 Sprachkursen ca. 150 Studieninteressenten an der Hochschule Anhalt auf ein Hochschulstudium in Deutschland vor. Diese akademischen studienvorbereitenden Sprachkurse werden vom Landesstudienkolleg in Zusammenarbeit mit Lehrern des Sprachenzentrums der Hochschule gestaltet und durchgeführt.

Damit erhalten befähigte und interessierte junge Menschen die Chance, über ein Studium oder ergänzende Kurse eine berufliche Karriere zu starten. Gerade über den Weg der Bildung kann der Prozess der Integration gelingen.

"Sie nehmen das als große Chance"

"Es ist unsere Pflicht als eine der internationalsten Hochschulen Deutschlands Geflüchteten zu helfen, ein Studium in Deutschland aufzunehmen. Aus diesem Grund bieten wir diese hohe Anzahl von Kursen an. Unser Ziel ist es, so vielen Geflüchteten wie möglich zu einer erfolgreichen Zukunft zu verhelfen", betont Prof. Dr. Jörg Bagdahn, Präsident der Hochschule Anhalt.

"Sie nehmen das als große Chance", erklärt Frau Margitta Kunze, die Leiterin des Studienkollegs und betont auch, dass das gesamte Kollegium mit beherztem Engagement das gemeinsame Ziel der Studienbefähigung der Flüchtlinge verfolgt.

Neben der Ausbildung hat die Hochschule Anhalt ein Beratungsnetz für geflüchtete Menschen an allen drei Standorten aufgebaut. Darüber hinaus werden Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit privaten Bildungsträgern sowie den Agenturen für Arbeit und Jobcentern organisiert. Die Organisation und Durchführung dieser Angebote wird durch den Koordinator für Integration- und Flüchtlinge, Herrn Tristan Dornberger, geleitet.

Ansprechpartner

Tristan Dornberger
Koordinator für Flüchtlinge und Integration
Tel.: (+49) (0)3496 675114
E-Mail: tristan.dornberger@hs-anhalt.de

Brücke zur Bevölkerung vor Ort

"Das Interesse, aber auch das schnelle Bestreben zur Aufnahme eines Studiums der Geflüchteten ist inspirierend. Im Alltag erlebe ich die Offenheit und das große Engagement der Kursteilnehmer, um nicht nur den Anforderungen der Deutschkurse gerecht zu werden, sondern auch ihr Leben neu aufzubauen", bemerkt Herr Dornberger zu seinen Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit.

Internationale Studierende der Hochschule Anhalt unterstützen ihn dabei mit ihren Arabisch-, Farsi- und Kurdisch-Sprachkenntnissen. Sie sind es auch, die mit ihrem Verständnis eine erste Brücke zur Bevölkerung vor Ort aufbauen und für beide Seiten eine große Hilfe bei der Bewältigung des Studienalltags sind.

Zusätzlich betreuen deutsche ehrenamtliche Studierende, als sogenannte Sprachlotsen, interessierte Flüchtlinge beim Spracherwerb und bei der Integration in den deutschen Alltag.

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