Initiativen und Maßnahmen zur Unterstützung von Flüchtlingen an der Universität zu Köln

A.Savin

Die Universität zu Köln setzt auf nachhaltige Maßnahmen, um studierfähige Flüchtlinge in das deutsche Wissenschafts- und Bildungssystem zu integrieren. Dazu gehören speziell für Flüchtlinge konzipierte Deutschkurse, Beratungsangebote und Hilfestellungen unterschiedlichen Formats.

Die Refugee Law Clinic

Die Refugee Law Clinic Cologne ist ein Projekt von Kölner Jurastudenten und unterstützt Migranten, insbesondere Flüchtlinge und Asylbewerber. Sie bieten eine kostenfreie Rechtsberatung und sonstige Hilfeleistungen an, zum Beispiel begleiten sie Hilfesuchende bei Behördengängen.

Sprachkurse im „Lehrbereich Deutsch als Fremdsprache“

Es werden zwei zusätzliche Deutschkurse, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der studierfähigen Flüchtlinge, im Lehrbereich Deutsch als Fremdsprache eingerichtet. Daran teilnehmen können Flüchtlinge, die den Studierfähigkeitstest TestAS absolviert haben und somit auch, nach Bestehen der DSH-Prüfung, eine Perspektive für ein Studium in Deutschland bekommen.

Der Deutschkurs wird durch ein fachliches Programm ergänzt. Die Flüchtlinge können ein akademisches Begleitprogramm absolvieren. Dazu gehören individuelle Beratung und Vermittlung von Angeboten für das eigene Studien- bzw. Forschungsvorhaben (bei Doktoranden).

Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Zentrum für LehrerInnenbildung

Die Stadt Köln hat gemeinsam mit dem Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln bereits im April 2014 ein Sprachförderprojekt ins Leben gerufen, um Kindern und Jugendlichen in Notunterkünften Bildungsangebote zu ermöglichen. In diesem Rahmen fördern Kölner Lehramtsstudierende bis zu 160 Kinder und Jugendliche beim Deutschlernen. Die kostenlosen Bildungsangebote helfen den Flüchtlingen, sich auf ein Leben in Deutschland und das deutsche Schulsystem vorzubereiten.

Die als Berufsfeldpraktikum ausgeübte Tätigkeit stellt besondere Anforderungen an die Lehramtsstudierenden. Ein Vorbereitungsseminar, in dem die spezifischen Anforderungen in der Arbeit mit Flüchtlingen und die didaktisch-methodischen Grundlagen der Sprachförderung erarbeitet werden, ist daher obligatorisch.

Mehr Informationen

Analysen & Studien - Verbleib Ausländische Studierende
Mehr Informationen gibt es auf der Website der Universität zu Köln.

Besondere Rolle des orientalischen Seminars

Das Orientalische Seminar der Universität zu Köln hat als Lehr- und Forschungsschwerpunkte u.a. die Bereiche „Moderne Arabische Gesellschaften und Kulturen“ und „Iranischer Kulturraum“. Durch die fachliche Expertise und die vorhandenen Sprachkenntnisse wird das Seminar nicht nur im Rahmen des fachlichen Begleitprogramms, sondern auch durch Übersetzungen, interkulturelle Schulungen und Unterstützung in der Betreuung der Flüchtlinge einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten.

Prioritär für alle Projekte ist die Orientierung der Maßnahmen am Ziel der Nachhaltigkeit. Angelegt sind sie von daher auf einen längeren Zeitraum. Dadurch ist beispielsweise beim Teilprojekt der Sprachkurse gesichert, dass auch studierfähige Flüchtlinge, die mehr Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache benötigen, das für ein Studium erforderliche Sprachniveau erreichen.

Strukturell abgesichert und administrativ gestärkt werden die Maßnahmen nun durch die Förderung des DAAD im Rahmen der „Welcome“-Programmlinie. Dadurch wird eine kontinuierliche Unterstützung der genannten Akteure der Universität zu Köln durch studentische Hilfskräfte gewährleistet, die längerfristig und dadurch mit wachsender Professionalität die Teilprojekte begleiten und ihren Erfolg sichern.

Ansprechpartner

Dr. Susanne Preuschoff
Leiterin der Abteilung “Internationale Studierende”
International Office
Telefon: +49 (0)221 470-4089
E-Mail: refugeeacademicsupport@verw.uni-koeln.de