Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium - "Integra"

Norbert Hüttermann/DAAD

Mit dem Programm "Integra" erhalten studierfähige Geflüchtete an deutschen Universitäten, Hochschulen und Studienkollegs die Möglichkeit, sich auf ein Studium vorzubereiten. Damit sollen sie möglichst schnell im Hochschulsektor Fuß fassen.

Hintergrund

In den vergangenen Monaten gab es in den Medien fast nur ein Thema – die Flüchtlingssituation in Deutschland, Europa und den Anrainerstaaten der Krisenregionen. Bereits seit Jahren engagiert sich der DAAD erfolgreich in Krisen- und Kriegsregionen dieser Welt, in Form von Stipendien und durch Unterstützung verschiedener Hochschulprojekte. Dieses Engagement ist vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation herausgefordert und verstärkt worden. In den vergangenen Monaten hat der DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Programme entwickelt, die den geflüchteten Studierenden die Möglichkeit zur erfolgreichen Integration in das deutsche Hochschulsystem und zur Aufnahme bzw. Fortführung eines Studiums ermöglichen.

Programmziele

Das Integra-Programm ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets des DAAD, für das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis zum Jahr 2019 insgesamt 100 Millionen Euro bereitstellt. Studierfähige Geflüchtete sollen durch Integra an den Hochschulen Fuß fassen und durch Sprachkurse und fachliche Propädeutika auf ein Studium vorbereitet werden.

Die Integration von Flüchtlingen ins Studium stellt die Hochschulen vor neue und große Herausforderungen. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Förderung der fachlichen und sprachlichen Vorbereitung an Studienkollegs und Hochschulen. Die Flüchtlinge, die gegenwärtig nach Deutschland kommen, bringen unterschiedliche Vorbildungen und Kompetenzen mit. Um ihre Integration in ein reguläres Studium zu ermöglichen und sie zu einem erfolgreichen Studienabschluss zu führen, ist es vor Aufnahme des Studiums wichtig, zu ermitteln, welche sprachlichen und fachlichen Studienvoraussetzungen sie mitbringen (bspw. durch Nutzung des Angebots von onSET, TestAS oder uni-assist) sowie durch eine zielgerichtete Studienberatung ihre Eignung und ihren individuellen Bedarf für studienvorbereitende Maßnahmen festzustellen. Studierfähige Flüchtlinge sollen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt an ein Studium herangeführt werden. Nach Landesrecht sind sie in der Regel unabhängig vom Stand des Asylverfahrens hochschulzugangsberechtigt. Die Durchführung von Maßnahmen zur Eingliederung in den Hochschulalltag und in die deutschen Hochschulstrukturen soll ihnen eine enge Anbindung an die Hochschule ermöglichen. In diesem Rahmen sollen den Teilnehmern sprachliche und fachlich-propädeutische Lerninhalte vermittelt werden. Das Gesamtziel ist die erfolgreiche Integration der studierfähigen Flüchtlinge in das Studium an einer deutschen Hochschule und langfristig die Aufnahme eines Studiums.

Ausschreibung

Falls wir Ihr Interesse an unserem Förderprogramm Integra geweckt haben sollten, folgen Sie bitte dem nachfolgenden Link zu unserer Ausschreibung und den hierin geförderten Maßnahmen. Bitte beachten Sie, dass zurzeit kein Termin für eine nächste Ausschreibungsrunde bekannt ist.

Analysen & Studien - Verbleib Ausländische Studierende

Geförderte Projekte und beteiligte Partner

Eine Auflistung der aktuell an dem Programm teilnehmenden Hochschulen sowie der dazugehörigen Steckbriefe finden Sie unter den nachfolgenden Links.

Kontakt

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Hochschulprogramme für Flüchtlinge - P15
Frau Katharina Fourier
Referatsleiterin
Tel.: +49 (0)228 882-259
E-Mail: fourier@daad.de

Weiterführende Informationen

Erfahren Sie mehr über die Erfolge und über den großen Einsatz der am Projekt beteiligten Menschen des Integra-Programms und folgen Sie uns auf die Resonanzseite.

Alles was Sie über Fördermöglichkeiten rund um das Thema „Flüchtlinge an Hochschulen“ im DAAD finden können, haben wir für Sie auf unserer Webseite zusammengestellt.

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