Exzellente Kooperations- und Netzwerkmöglichkeiten mit Ländern des westlichen Balkans

Grozdanic/DAAD

Teilnehmer beim Ideen-Austausch

„Ich bin begeistert, ein solches Interesse von deutscher Seite an Projekten mit der eigenen Hochschule und in unserer Region zu erleben. Das ist sehr wichtig für unsere akademische Weiterentwicklung und eine brain circulation im westlichen Balkan“ - so das Resümee von Dr. Vladimir Bumbaširević, dem Rektor der Uni Belgrad zum Netzwerkseminar „EU-Higher Education Cooperation between Germany and the Western Balkan region”.

21 deutsche und rund 120 Hochschulvertreter aus Serbien, Bosnien und Herzegovina, dem Kosovo, Montenegro sowie Albanien kamen vom 23. bis zum 25. September in Belgrad (Serbien) zusammen, um die Hochschulzusammenarbeit mit der Region im Bereich der Erasmus+ Kapazitätsaufbauprojekte (ehemals Tempus) zu stärken. Die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD (NA DAAD) organisierte das Netzwerkforum in Kooperation mit dem Informationszentrum Belgrad und dem Nationalen Erasmus+ Büro an der Universität Belgrad.

Beispiele guter Praxis, die Vorstellung von konkreten Projektideen von Seiten der deutschen Teilnehmer sowie Hochschulbesuche und die Präsentation von Fördermöglichkeiten regten die Teilnehmer zum intensiven Netzwerken und der konkreten Verabredung von Konzepten an. „Wir freuen uns, unseren Hochschulvertretern die einmalige Möglichkeit zu bieten, mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus dem westlichen Balkan speziell zu diesem Thema so eng zu kooperieren. Schon bei der Auswahl der Teilnehmer zeichnete sich ein großes Interesse auf beiden Seiten ab.“ so Dr. Hanns Sylvester, der Direktor der NA DAAD.

Erasmus+ bietet exzellente Möglichkeiten, um Strukturprojekte und gemeinsame Projekte mit Partnerländern durchzuführen und somit eine akademische Weiterentwicklung der Hochschulen und Bildungssysteme in der Region voranzutreiben. So werden beispielsweise Projekte für die Modernisierung von Curricula gefördert, für die Optimierung von Hochschulmanagement und -strukturen oder auch für den Auf- und Ausbau von Beziehungen zwischen Hochschulen, dem Arbeitsmarkt und Akteuren der Zivilgesellschaft. In der Vergangenheit waren serbische Universitäten und andere Hochschulen des westlichen Balkans bereits sehr erfolgreich bei der Beantragung von mehr als 140 Tempus-Projekten. Deutsche Universitäten waren an 30 Prozent dieser Projekte mit der Region beteiligt. Von den 15 Kapazitätsaufbauprojekten, die 2015 von der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) für diese Region ausgewählt wurden, sind in 5 Projekten deutsche Hochschulen vertreten. Einzelne Vorhaben können mit bis zu einer Million Euro gefördert werden.

Für zukünftige Projekte und eine Weiterentwicklung der verabredeten Projektideen steht die NA DAAD den deutschen Antragstellern mit einer intensiven Antragsberatung zur Seite. Am 10.11.2015 findet das nächste Antragstellerseminar in Bonn statt.

Weitere Informationen

https://eu.daad.de/veranstaltungen