Hochschulbildung für den afghanischen Bergbausektor

AMEA (DAAD/GIZ)

Die ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Vertretern der afghanischen und deutschen Projektpartner nach der Stipendienverleihung.

Fünfzehn hochqualifizierte Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Afghanistan beginnen im Frühjahr ihr Masterstudium in Geowissenschaften in Deutschland. Als Teil eines Maßnahmenpakets zur Vermittlung von Wissen und Handlungskompetenzen studieren sie im Rahmen des neuen Projekts “Academic Mining Education in Afghanistan” (AMEA) zwei Jahre lang an der TU Bergakademie Freiberg. Ende Januar erhielten sie ihre Stipendienurkunden während einer feierlichen Zeremonie in Kabul.

Afghanistans Reichtum an Bodenschätzen bietet großes Potential für eine nachhaltige Entwicklung des Landes. Um dieses Potential nutzen zu können, muss aber die Ausbildung der Fachleute und insbesondere der Hochschullehrer in diesem Bereich verbessert werden. „Unser Land hat riesige Mineralienvorkommen, die Ihre Expertise benötigen. Auf Grund der Wichtigkeit dieses Sektors können wir durch seine Entwicklung eine bessere Wirtschaft für das afghanische Volk schaffen“, betonte Shafiqullah Shaharani vom Bergbauministerium bei der Verleihung der Stipendienurkunden.

Um die benötigte Fachexpertise zu schaffen, haben der DAAD und die GIZ gemeinsam das AMEA-Projekt entwickelt, finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. In dem Projekt erhalten afghanische Hochschulen Unterstützung bei der Verbesserung, Modernisierung und dem Ausbau bergbaurelevanter Studiengänge, sowie bei der Fortbildung ihrer Fakultätsangehörigen. In dem Projekt wird viel Wert auf praktisches Training sowie nationalen und internationalen Austausch gelegt. Durch die Maßnahmen soll die Hochschulbildung im Bergbausektor stärker an die Bedarfe der Privatwirtschaft sowie der Verwaltung angepasst werden, um so das Land unabhängiger von ausländischen Experten zu machen.

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Der Wirtschaftsattaché der deutschen Botschaft in Kabul, Christian Heusermann, bei der Überreichung der Stipendienurkunden (Foto: AMEA (DAAD/GIZ)

Zum Auftakt des Projekts reisen jetzt erstmals 15 ausgewählte Stipendiatinnen und Stipendiaten nach Deutschland. Unter ihnen sind Hochschullehrer von Universitäten in allen Landesteilen ebenso wie Personal des Bergbauministeriums. Nach ihrem Masterstudium können sie ihre Organisationen mit dem neu erworbenen Wissen unterstützen. Der amtierende Hochschulminister, S.E. Professor Babury, rief die Stipendiaten auf, sich für ihr Land einzusetzen: „Wir verlassen uns wirklich auf euch. Ihr seid unser Antrieb, unter großem Druck für dieses Land zu arbeiten. Ich glaube an die Zukunft und ich glaube an euch.“

Weitere Informationen

Kontakt: Lars Gerold, P31 Hochschulstrukturförderung in der Entwicklungszusammenarbeit, gerold@daad.de