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MINT: Naturwissenschaften und Mathematik

Zwei Studierende am Rechner

Absolventen der Naturwissenschaften und Mathematik sind in allen Branchen gefragt. Sie entwickeln Solarzellen und Mikrochips, beurteilen Gefahrstoffe im Umweltschutz und werden als analytische Köpfe auch in der Managementberatung geschätzt. Ihre Erkenntnisse liefern wichtige Grundlagen für die Entwicklung neuer Technologien und Innovationen.

Physik, Chemie, Biologie und Mathematik – das sind die Klassiker in den Naturwissenschaften. Doch auch die Astronomie, Geografie, Geologie oder die Nanowissenschaften gehören zu den sogenannten „MINT-Fächern“. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Logisches Denken und mathematisches Verständnis sind in all diesen Fachbereichen wichtig, die Mathematik spielt als sogenannte Hilfswissenschaft immer eine große Rolle. Schließlich geht es im Studium nicht nur darum, die Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Natur zu erkennen. Anhand von Modellen und Theorien müssen Beobachtungen auch verständlich gemacht und in Formeln verpackt werden.

Das Studienangebot: Erst breit aufstellen, dann spezialisieren

Während die Angebote an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) oder Fachhochschulen (FH) anwendungsorientierter gestaltet sind, steht an den Universitäten die Grundlagenforschung im Mittelpunkt. In den Naturwissenschaften wird meistens der „Ein-Fach-Bachelor“ angeboten. Das heißt, Studierende konzentrieren sich auf ein einzelnes Fach. Wer später an einer deutschen Schule als Lehrkraft Biologie oder Mathe unterrichten will, muss jedoch mindestens zwei Unterrichtsfächer parallel studieren. Das kann auch in Kombination mit einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fach sein. Die Übergänge zu den Ingenieurwissenschaften sind fließend, viele Hochschulen verknüpfen naturwissenschaftliche Angebote mit technischen Inhalten oder mit Informatik. Zugleich entstehen immer mehr Studiengänge wie die Biochemie, die Wirtschaftsphysik, die Umweltchemie oder die Geoinformatik, die sich aus mehreren Disziplinen zusammensetzen. Das macht die Studienwahl nicht unbedingt leichter. Mehr als 2.900 Studiengänge gibt es an deutschen Hochschulen in der Fächergruppe Naturwissenschaften und Mathematik, darunter mehr als 400 englischsprachige Masterstudiengänge. Experten raten dazu, sich im Bachelorstudium zunächst breit aufzustellen und dann im Masterstudium eine der vielen Spezialisierungen zu wählen.

Die Voraussetzungen: Querdenker gesucht!

Ein Studium der Naturwissenschaften bietet Absolventen gute Perspektiven, es ist jedoch auch anspruchsvoll. Die Zahl der Studienabbrecher in naturwissenschaftlichen Fächern ist hoch, denn viele Studierende unterschätzen den Aufwand. Wer sich für den Weg in die Naturwissenschaft entscheidet, sollte ein hohes Maß an Disziplin und Belastbarkeit mitbringen. Abstraktionsvermögen und analytische Fähigkeiten zählen ebenso zu den Voraussetzungen wie Neugier und ein solides Vorwissen in Mathematik. Auch die Soft Skills sind nicht zu unterschätzen: Das Bild von lediglich im Labor werkelnden Wissenschaftlern hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Naturwissenschaftler arbeiten in interdisziplinären Teams, häufig an Schnittstellenpositionen. Deshalb ist es wichtig, dass sie in komplexen, fachübergreifenden Strukturen denken.

Berufsaussichten: Stetig steigende Nachfrage

Die Berufsaussichten für Absolventen der MINT-Fächer sind international bestens. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage stetig gestiegen; die weltweit rasant voranschreitende Digitalisierung gibt der Entwicklung einen zusätzlichen Schub. Deutschland wirbt ausdrücklich auch um ausländische Fachkräfte, etwa über das . Naturwissenschaftler sind in vielen Berufen zuhause, doch nur wenige Stellen sind explizit für sie ausgeschrieben. Davon sollten sich Absolventen jedoch nicht abschrecken lassen. Neben dem klassischen Weg in die Lehre und Forschung oder in andere, originär naturwissenschaftliche Berufe, gehen viele MINT-Absolventen ins Management oder in die Unternehmensführung, sie arbeiten in der Beratung, in der Informations- und Kommunikationstechnik oder in der technischen Entwicklung und Produktion. Biologen tun sich im Vergleich zu anderen Naturwissenschaftlern etwas schwerer bei der Jobsuche, weil ihre Berufe traditionell eher auf die Forschung ausgerichtet waren. Die zunehmende Technologisierung wirkt jedoch auch hier als Jobmotor und eröffnet neue Tätigkeitsfelder. Bei der Gewinnung regenerativer Energien beispielsweise, in der Biomedizin oder in den Forschungsabteilungen der Industrie.

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