Studieren und leben in Georgien

Bunte Häuser und Gärten mit einer Brücke. Im Hintergrund die Wälder und Berge von Tiflis.

Hochschul- und Bildungssysteme im Ausland weisen häufig gravierende Unterschiede zu Deutschland auf. Erfahren Sie mehr über die Hochschultypen, die Zulassungsvoraus-setzungen und Studiengebühren.

Hochschulen

Das traditionelle Hochschulsystem der ehemals sowjetischen Länder mit einer Volluniversität und etlichen Sparten-Hochschulen hat sich seit 1991 stark verändert, der Bologna-Prozess ist im Großen und Ganzen implementiert.

In Georgien gibt es derzeit 71 staatlich anerkannte Hochschulen. Acht davon sind orthodoxe Hochschulen. Von den 63 nicht-kirchlichen Hochschulen sind 21 staatlich und 42 in privater Trägerschaft.

Neben 30 (Forschungs-) Universitäten mit grundständigen und weiterführenden Studiengängen (Bachelor und Master) sowie Doktorandenprogrammen gibt es auch 24 sogenannte Lehruniversitäten, die nur die beiden ersten Zyklen (BA und MA) anbieten. An den neun Colleges kann man nur Bachelorprogramme studieren.

Studiensystem

Das Studienjahr ist in ein Herbst- und ein Frühjahrssemester aufgeteilt, das neue Studienjahr beginnt im Herbst. Die vorlesungsfreie Zeit im Februar beträgt nur 1-2 Wochen, im Sommer 2-3 Monate. Wann genau die Semester beginnen und enden, entscheiden die Hochschulen selbst.

Der Bologna-Prozess ist in Georgien mit 4/2 implementiert, d.h. im BA können 240, im MA 120 und im PhD 180 CP erworben werden. Medizin und Zahnmedizin sind einstufig und schließen nach sechs bzw. fünf Jahren sowie drei bzw. zwei Praxisjahren ("Residentur") mit dem Diplom (360 CP) ab.

Zulassung

Der erfolgt nach zwölf Schuljahren und einer 2005 eingeführten nationalen Hochschulzugangsprüfung. Von den sind ausländische Absolventen und Studierende. Zuständig für die Anerkennung ausländischer Studienleistungen ist das NCEQE, das ggf. in Verbindung mit der Heimat- und der Zieluniversität steht.

Studiengebühren

Durchschnittlich kostet ein Studium an einer staatlichen Universität knapp 1.000,- EUR, an privaten Hochschulen kann das auch das Dreifache sein. Es ist nicht bekannt, dass Ausländer höhere bezahlen müssten.

Visum, Arbeitserlaubnis, Wohnungssuche, Lebenshaltungskosten - all das sollte vor einem Auslandsaufenthalt gut recherchiert sein. Die hier zusammen gestellten Informationen helfen Ihnen bei der Vorbereitung.

Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis

Im Juni 2015 wurde die ab 1.9.2014 geltende Visapflicht für Aufenthalte über 90 Tage innerhalb eines halben Jahres wieder aufgehoben und wieder zur alten Regelung eines visafreien Aufenthalts von maximal einem Jahr ohne zwischenzeitlicher Ausreise zurückgekehrt.

Detaillierte Informationen über erhalten Sie bei der . Dort sollten Sie sich auch nach den Vorraussetzungen für eine Arbeitserlaubnis erkundigen.

Lebenshaltungskosten

Wer auf einen europäischen Lebensstil nicht verzichten mag, muss mit Lebenshaltungskosten rechnen, die denen in Deutschland vergleichbar sind. Wer sich jedoch den georgischen Lebensgewohnheiten anpasst, kann mit deutlich weniger auskommen, so dass man von einer Orientierungssumme von ca. EUR 500,- monatlich ausgehen kann.

Einige Vergünstigungen gibt es über den .

Unterkunft

Nicht ganz günstig sind allerdings die , hier sollte man als Student etwa ab 300,- EUR für eine eigene kleine Wohnung rechnen, für ein WG-Zimmer ca. 150,- EUR. Studentenwohnheime gibt es allenfalls an privaten Universitäten. Größere, zentral gelegene und modern ausgestattete Wohnungen sind ab etwa 500,- EUR zu mieten.

Hilfreich bei der Wohnungssuche können die Angebote der folgenden Suchmaschinen sein: