Studieren und leben in Indien

Ein Mann steht vor einem Tisch, der Gemüse präsentiert

Hochschul- und Bildungssysteme im Ausland weisen häufig gravierende Unterschiede zu Deutschland auf. Erfahren Sie mehr über die Hochschultypen, die Zulassungsvoraus-setzungen und Studiengebühren.

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Hochschulen

Indien verfügt über ca. mit ca. 35,7 Millionen Studierenden und eine große Anzahl von Colleges (ca. 40.000). Die Universitäten sind überfüllt, lediglich in den Geisteswissenschaften sind die Studienplätze nicht ganz so knapp. Die angebotenen finden Sie bei .

Studiensystem

Das Studienjahr beginnt in der Regel Ende Juni / Anfang Juli und endet im Mai. Es ist in 2 Semester eingeteilt. Das Bildungssystem orientiert sich stark am britischen Modell. Das Hochschulstudium ist gegliedert in:

Bachelor-Studiengänge,

die in der Regel auf eine Dauer von vier Jahren angelegt sind.

Master-Studiengänge,

die auf die Bachelor-Ausbildung aufbauen und innerhalb von zwei Jahren absolviert werden.

Doktoranden-Studiengänge,

die zwischen drei und vier Jahren dauern können.

Die Dauer der Programme ist jedoch nach Fachdisziplin sehr unterschiedlich.

Informationen zu Fragen der Anerkennung von Studienleistungen, -abschlüssen und Akademischen Graden finden sie in unseren Tipps vorab.

Zulassung

Grundsätzlich stehen indische Hochschulen auch ausländischen Studienbewerbern offen. Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines Bachelorstudiums ist der Nachweis über einen 12-jährigen Schulbesuch. Das deutsche Abitur wird anerkannt. Ob zur Zulassung berechtigen muss im Einzelfall mit der jeweiligen Hochschule geklärt werden.
Der erste Schritt zur Zulasssung an einer indischen Hochschule ist das Übersenden eines formlosen Antrags zusammen mit allen für eine Einschreibung wichtigen Unterlagen, die ins englische übersetzt und beglaubigt sein müssen. Nach einer universitätsinternen Prüfung der Unterlagen, erhält der Aspirant die Formulare für die Zulassung zum Studium. Bei Erhalt eines positiven Bescheids, muss dieser zusammen mit den anderen Papieren (obschon bereits eingereicht) über die , dem zugestellt werden. Das Genehmigungsverfahren dauert ca. drei Monate.

Da der Wettbewerb um die Studienplätze im Bachelorbereich vor allem an den staatlichen technischen Institutionen sehr hoch ist, werden Ausländer normalerweise bis dato erst ab Masterlevel zugelassen, es sei denn sie haben den Joint Entrance Test mit entsprechend hohem Ergebnis bestanden.

Studiengebühren

Indische Hochschulen erheben generell . Die Gebührenhöhe ist nicht allgemeinverbindlich festgelegt. Sie variiert von Hochschule zu Hochschule und von Studiengang zu Studiengang (Sie liegen bei einem Bachelor-Studium an einem non-professional College bei ca. 3.000 INR pro Jahr, bei einem Master-Studium in Software-Engineering an einer privaten Universität bei bis zu 240.000 INR). D.h. die Spanne ist aüßerst weit, von US$ 50,- bis US$ 3.000,- an statlichen Einrichtungen und von US$ 1.000,- bis US$ 12.000,- an privaten Institutionen pro Studienjahr.

Für Ausländer fallen i.d.R. wesentlich höhere Gebühren an. Für einen Masterstudium an einem IIT können z.B. bis zu EUR 10.000,- verlangt werden, für ein MBA-Programm an einem Indian Institute of Management gar bis zu EUR 40.000,-.

(1 Euro (EUR) = 80,2113 Indian Rupee (INR), Stand Februar 2019)

Sprachvoraussetzungen

Die Unterrichtssprache an indischen Hochschulen ist im allgemeinen Englisch. Die Sprachvoraussetzungen müssen vor Aufnahme des Studiums so gut sein, dass ein ausreichender Wortschatz an Fachbegriffen eine mühelose Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ermöglicht.

Visum, Arbeitserlaubnis, Wohnungssuche, Lebenshaltungskosten - all das sollte vor einem Auslandsaufenthalt gut recherchiert sein. Die hier zusammen gestellten Informationen helfen Ihnen bei der Vorbereitung.

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Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis

Zum Studienaufenthalt in Indien wird ein Studentenvisum benötigt. Dies sollte frühzeitig (nach Erhalt der provisorischen Zulassung) bei der beantragt werden. Zur Einreise sind neben dem Visum ein gültiger Reisepass, eine Bescheinigung über einen in Deutschland durchgeführten HIV-Test und die Zulassungsbestätigung der indischen Hochschule erforderlich. erhalten Sie auf den Seiten der . Dort sollten Sie sich auch nach den Vorraussetzungen für eine Arbeitserlaubnis erkundigen.

Wenn Sie länger als sechs Monate bleiben, müssen Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft in Indien bei einem der melden. Weitere Informationen erhalten Sie beim .

Lebenshaltungskosten

Trotz der Tatsache, dass viele Dinge im Vergleich zu Europa preiswerter sind, muss mit von EUR 350,- bis EUR 400,- pro Monat (in ländlichen Gegenden reichen oft auch ca. EUR 100,-) gerechnet werden, zumal sie sehr stark von den regionalen Gegebenheiten abhängig sind.

Einige Vergünstigungen gibt es über den .

Hilfe bei Planung und Organisation von Auslandsaufenthalten finden Sie beim .

Unterkunft

Die preiswerteste bieten die Studentenwohnheime (Hostels, Halls of Residence). Es ist ratsam, sich frühzeitig mit dem Foreign Student Advisory Bureau (vergleichbar mit dem Akademischen Auslandsamt) in Verbindung zu setzen. Daneben besteht die Möglichkeit, bei indischen Familien als paying guest zu leben oder auf dem privaten Wohnungsmarkt eine Wohnung bzw. ein Zimmer zu mieten.

Das Angebot ist je nach Stadt sehr verschieden. In den großen Metropolen ist es schwieriger, akzeptablen Wohnraum zu annehmbaren Preisen zu finden als in kleineren Städten. Es kann notwendig sein, einen Makler einzuschalten, der für seinen
Service eine Provision erhält. Preisspannen für Appartments reichen von EUR 300,- bis EUR 1000,- , je nach Stadt, Lage und Komfort des Appartments.