Fachzentrum „African-German Center for Just Energy Transition“ (Standort Südafrika)

Cover der Broschüre African Excellence

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert - im Rahmen des seit 2008 geförderten Förderprogramms „Fachzentren Afrika“ (African Excellence – Fachzentren Afrika – DAAD) - aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA) die Linie A (Capacity Building und Transfer)“ und aus Mitteln des Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Linie B (Förderung von deutschen Promovierenden und Post-Docs)“ des Förderprogramms „Fachzentrum African-German Center for Just Energy Transition (Standort Südafrika)“.

Das Förderprogramm besteht aus den Förderlinien A und B. Sie werden parallel ausgeschrieben. Pro Förderlinie ist ein Antrag einzureichen, wobei das übergreifende Gesamtkonzept im Antrag in Förderlinie A darzustellen ist.

Im Förderprogramm Fachzentren Afrika werden in ausgewählten Fachrichtungen zur Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften für Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft, zur Schaffung von Forschungskapazitäten und zur Vernetzung von Forschungseinrichtungen auf afrikanischer und deutscher Seite die Entwicklung und die Etablierung von (Abschluss-)Programmen gefördert. 

Hintergrund

Der Themenkomplex Energie und erneuerbare Energien ist für Afrika Subsahara im Gesamtkontext einer notwendigen globalen Energiewende zu sehen: Eine der Hauptursachen für den Klimawandel ist vor allem die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung, gleichzeitig gilt Energie gemäß Nachhaltigkeitsziel SDG 7 als entscheidende Basis für wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Im weltweiten Vergleich hat eine von acht Personen immer noch keinen Zugang zu Elektrizität, in Subsahara Afrika betrifft dies rund 600 Mio. Menschen. Da ein universeller Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher und nachhaltiger Energie eine Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung, Armutsminderung sowie für gute Bildung und Gesundheitsversorgung darstellt, besteht eine dringende Notwendigkeit, die Basis für Versorgungssicherheit zu schaffen und Zugänge zu einer Energieversorgung zu ermöglichen, die bedarfsgerecht, zukunftsfähig und damit klimaneutral ist. Gleichzeitig können durch die Implementierung der Energiewende und faire Zugänge zur Energieversorgung Rohstoffkonflikte und damit verbundene evtl. weitere Krisen vermieden werden.

 Ein thematisch relevantes Fachzentrum soll dabei über einen holistischen Ansatz Studienangebotsentwicklung/Ausbildung/Capacity Building (AA-Komponente) und Forschung und Transferzyklen (BMFTR-Komponente) zusammenführen, wobei deutsche und afrikanische Partner gezielt transdisziplinäre Ansätze (transformativ und interdisziplinär) zur Anwendung bringen. Die Erschließung und Nutzung moderner Technologien in Bezug auf erneuerbare Energien erfordert ein umfangreiches Capacity Building-Angebot im Bereich der Lehre, das sich sowohl auf Master-Niveau als auch in Form von Weiterbildungsmodulen realisieren lässt, hinzu kommt die Förderung von Nachwuchswissenschafter:innen in Form von Doktoranden- und PostDoc-Programmen. Der Teilbereich Forschung ist aufgrund des Desiderats der Energieversorgungssicherheit für den afrikanischen Kontinent und der damit verbundenen Ausbildung von Fachkräften und Entscheidungsträgern im Bereich erneuerbare Energien nicht nur spezifisch für das Fachzentrum und den technologischen Aspekt von großer Bedeutung, sondern kann im Rahmen der Notwendigkeit einer globalen Energiewende auch transnationale/internationale Impulse für ähnlich gelagerte Ausgangssituationen liefern. 

Des Weiteren soll eine zentrale Komponente eines Forschungsbereichs auch dem Desiderat des Transferansatzes Rechnung tragen und anwendungsorientierte Transferzyklen etablieren: Bedenkt man das Nachhaltigkeitsziel Nr. 7, nach dem Energie und eine gerechte und klimaneutrale Energieversorgung Grundvoraussetzung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung ist, ist es dringend notwendig, Forschungsfragen aus Impulsen der (Zivil-)Gesellschaft selbst zu speisen und dann für weitere Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse wieder mit der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verbinden, damit auf unterschiedlichen Ebenen ein relevanter Diskurs und ein informierter Entscheidungsprozess entsteht.

Synergien zum bestehenden Fachzentren-Netzwerk und der jeweiligen Fachexpertise sollen auf unterschiedlichen Ebenen (Projektmanagement, fachliche Synergien und Transferprozesse, digitale Plattform DIGI-FACE) kontinuierlich genutzt werden. Über die Expertise des DAAD fließt der Ansatz des wirkungsorientierten Monitorings zur Qualitäts- und Nachhaltigkeitssicherung mit in das Vorhaben ein; ferner wird der DAAD das Projekt über DAAD-Standardprogramme informieren und begleiten

Die Bereiche Lehren/Lernen, Nachwuchsförderung, Capacity Building, Forschung und Wissenstransfer sollen im Gesamtkonzept über einen holistischen Ansatz zusammengeführt werden; des Weiteren kommt thematisch ein interdisziplinärer Ansatz zum Tragen. Dabei würden die zentralen Stakeholder an allen Phasen eines Forschungs- und Innovationszyklus aktiv beteiligt, damit der in der Agenda 2030 verankerte transdisziplinäre Ansatz umfassend implementiert werden könnte.

Programmziele 

Das Programm zielt darauf ab, die Weiterqualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich anwendungsorientierter & transdisziplinärer Forschung zu stärken, indem das (digitale-) Lehr- und Betreuungsangebot für Promovierende, Postdocs und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an beteiligten Hochschulen im südlichen Afrika gemäß internationalen Standards erfolgt. Darüber hinaus soll auch ein besonderer Fokus auf den Transfer aktueller Forschungsergebnisse in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gelegt werden.  

Weiterführende Informationen

 

Förderlinie A

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Förderlinie B

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