Studentische Tutoren im Refugee Programme der Universität Passau

Eine Gruppe posiert und lächelt für die Kamera

Studierende unterstützen die Teilnehmenden am Refugee Programme in Sprach- und Fachtutorien und beraten sie. Weitere Projekte sind ein Mentoringprogramm, der Interkulturelle Begegnungsraum, das Survival-Kit Germany sowie die Refugee Law Clinic.

Refugee Programme

Das Refugee Programm umfasst Deutschunterricht, Schnupperstudium sowie Blockkurse und Workshops. Dabei ist studentische Engagement gefördert durch Welcome wichtig, um die Teilnehmenden so nah wie möglich an den Universitätsalltag heranzuführen.

Der Sprachunterricht wird durch DaF-Lektoren erteilt und durch studentische Tutoren unterstützt. Auch das Schnupperstudium wird durch gezielte Tutorien ergänzt. Zum Teil haben die Tutoren selbst Fluchthintergrund. Dies erlaubt eine spezifische Betreuung der Flüchtlinge in kleineren Arbeitsgruppen, sowie eine Sozialisierung der Teilnehmenden mit Studierenden auf Augenhöhe.

In der wöchentlichen studentischen Sprechstunde für die Teilnehmenden am Refugee Programme werden organisatorische Fragen geklärt sowie zur Studienwahl und -bewerbung beraten.

Weitere studentische Projekte

In Zusammenarbeit mit dem Verein Chancen Gestalten Passau e.V. wird ein Mentoring-Programm für die Teilnehmenden am Refugee Programme ausgearbeitet. Geflüchtete Menschen, die einen Studienbeginn im jeweils folgenden Semester anstreben, bekommen einen studentischen Buddy an die Hand, der sie bei Fragen rund um die Studienplanung, Kursbelegung, Lernstrategien o.ä. unterstützt. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation wurde ein Rahmenprogramm im Sinne eines Interkulturellen Begegnungsraumes konzipiert. Dieses umfasst interkulturelle Trainings, Exkursionen, landeskundliche Vorträge, internationale Kochabende und ähnliches.

Das Survival-Kit Germany wird von einer studentischen Hilfskraft der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) organisiert. Das Programm bietet Zugewanderten Orientierung im Alltag. Die Workshops zu Themen wie Mieten und Wohnen, Beruf und Arbeit oder deutscher Kultur in den Herkunftssprachen richten sich an Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, die gerade Deutsch auf Niveaustufe A lernen. Sie werden von geschulten Multiplikator/-innen, die selbst Fluchthintergrund und sehr gute Deutschkenntnisse haben, auf ehrenamtlicher Basis angeboten. So stärkt das Projekt die Selbstwirksamkeit der studierenden Geflüchteten.
Die Refugee Law Clinic wurde 2015 als Teil der studentischen Rechtsberatung gegründet und ist mittlerweile gut etabliert. Die Refugee Law Clinic bietet auch mobile Sprechstunden in Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Passau an. Eine studentische Hilfskraft pflegt die Datenbank mit Rechtsinformationen für die Beratenden und baut sie aus.