Studien

In der Publikationsreihe DAAD Studien werden vom DAAD selbst durchgeführte oder in Auftrag gegebene Studien zu verschiedenen Aspekte der Hochschulinternationalisierung sowie der internationalen akademischen Mobilität veröffentlicht. Zielgruppen der Publikationsreihe sind neben Hochschulen und Hochschulpolitik auch die Hochschulforschung. Bei Fragen, Rückmeldungen oder Anregungen zur Publikationsreihe wenden Sie sich bitte an den Projektverantwortlichen Dr. Jan Kercher.

Überblick: Bisherige Publikationen 

Studierendenmobilität gestalten: Wie Diversitätsdimensionen und das Mobilitätsverhalten von Studierenden zusammenhängen (Februar 2026)

Mobilität im Lehramtsstudium: Motive, Hemmnisse und Alternativen - Lehramtsspezifische Auswertung der Daten aus dem Projekt „Benchmark internationale Hochschule“ (BintHo) (Oktober 2025)

Internationalisation in the Digital Transformation: A study on the strategies, drivers, priorities, and challenges of virtual internationalisation at German higher education institutions (September 2025)

Internationale Studierendenmobilität in Deutschland: Ergebnisbericht zum zweiten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) im Wintersemester 2023/24 (August 2025)

Ankommen,  Studieren, Bleiben: Wie internationale Studierende ihre Zukunft in Deutschland sehen (Juli 2025)

Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen: Von der Postdoc-Phase zur Professur (November 2023)

Internationale Studierendenmobilität in Deutschland: Ergebnisbericht zum ersten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) im Wintersemester 2020/21 (April 2023)

Deutsch als Fremdsprache in der digitalen Welt: Zu aktuellen Entwicklungen in Lehre und Forschung (Februar 2023)

Internationale Studierende in Deutschland: Perspektiven aus Hochschulforschung und Hochschulpraxis (Juni 2022)

Internationale Studierende in Deutschland zum Studienerfolg begleiten - Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem SeSaBa-Projekt (Mai 2022) 

Flüchtlingsintegration und Fachkräftemigration: Welche Rolle spielen Hochschulen? Begleitstudie zu den DAAD-Programmen Integra und PROFI (November 2021)

Verbleibstudie zum Lektorenprogramm des DAAD: Karrierepfade ehemaliger Lektorinnen und Lektoren (September 2021)

Studienvorbereitung und -einstieg internationaler Studierender in Deutschland: Maßnahmen, Strukturen und Praxisbeispiele (Juni 2020)

Internationalisation in Higher Education for Society (IHES) Concept, Current Research and Examples of Good Practice (Januar 2020) 

Problemlagen und Herausforderungen internationaler Studierender in Deutschland (Dezember 2018)

Februar 2026

Studierendenmobilität gestalten: Wie Diversitätsdimensionen und das Mobilitätsverhalten von Studierenden zusammenhängen (Februar 2026)

Cover BintHo Diversität

Zusammenfassung: 

Persönliche Begegnungen im Ausland während des Studiums oder im Kontext von Forschungs- und Lehrtätigkeiten stärken das Verständnis für unterschiedliche Kultur-, Lebens- und Arbeitsweisen sowie die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und bilden somit die Grundlage für das konstruktive Zusammenwirken innerhalb der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft.

Vor diesem Hintergrund gehören studienbezogene Aufenthalte im Ausland in der heutigen globalisierten Arbeitswelt immer selbstverständlicher zur Bildungsbiografie von Fachkräften. Das internationale Mobilitätsverhalten von Studierenden ist jedoch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Beim Zugang zu und der Teilhabe an internationaler akademischer Mobilität spielen immer noch häufig Diversitätsdimensionen wie die Bildungsherkunft und der Zugang zu finanziellen Ressourcen, rassistische Zuschreibungen, familiäre Betreuungs- und Versorgungspflichten sowie physische und psychische Gesundheit eine Rolle.

Dabei stellt sich die Frage, inwieweit diese Diversitätsdimensionen als förderliche oder auch hinderliche Aspekte eine studienbezogene Auslandsmobilität unterstützen oder erschweren (können). Daher wurden diversitätsrelevante Daten von inländischen und internationalen Studierenden aus dem DAAD-Projekt Benchmark Internationale Hochschule (BintHo) gesondert ausgewertet. In der Befragung 2023/2024 äußerten sich 94.764 inländische Studierende unter anderem zu ihrem Mobilitätsinteresse, Beweggründen und Herausforderungen im Zusammenhang mit einem studienbezogenen Auslandsaufenthalt. 20.888 internationale Studierende gaben Auskunft über ihre Studien- und Lebenssituation sowie über ihre Diskriminierungserfahrungen in Deutschland.

Die Ergebnisse geben einen wichtigen Einblick in die bestehenden Hürden beim Zugang zu studienbezogenen Auslandsaufenthalten für inländische Studierende sowie in die Herausforderungen, denen internationale Studierende während ihres Aufenthaltes in Deutschland auf dem Campus und im Alltag begegnen und liefern damit den Akteurinnen und Akteuren aus Hochschule und Politik Hinweise darauf, welche zielgruppenspezifischen Unterstützungsbedarfe bestehen und wie es gelingt, ein weltoffenes und international geprägtes Lehr- und Lernumfeld zu schaffen, in dem sich insbesondere auch internationale Studierende willkommen und wohl fühlen.

Download Bericht (DE): Studierendenmobilität gestalten: Wie Diversitätsdimensionen und das Mobilitätsverhalten von Studierenden zusammenhängen

Oktober 2025

Mobilität im Lehramtsstudium: Motive, Hemmnisse und Alternativen - Lehramtsspezifische Auswertung der Daten aus dem Projekt „Benchmark internationale Hochschule“ (BintHo) (Oktober 2025)

Cover BintHo Lehramt

Zusammenfassung: 

Die Internationalisierung der Lehrkräftebildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte. Durch curricular eingebettete und begleitete internationale Lernerfahrungen können zukünftige Lehrkräfte nicht nur ihre interkulturellen Kenntnisse und Kompetenzen erweitern, sondern auch ihre Persönlichkeit weiterentwickeln – u. a. Selbstbewusstsein stärken, Selbstwirksamkeit erfahren, Fremdheitserfahrungen sammeln – und ihre pädagogischen Handlungskompetenzen vertiefen. Solche Erfahrungen unterstützen die Qualität der Lehramtsausbildung und tragen dazu bei, angehende Lehrkräfte gezielt – etwa für das Unterrichten in sprachlich und kulturell heterogenen Klassen – zu qualifizieren. Darüber hinaus können Lehramtsstudierende mit persönlichen internationalen Erfahrungen später als Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren wirken, indem sie internationale Perspektiven und Elemente aktiv in den Schulalltag integrieren.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, in welchem Maße Lehramtsstudierende zurzeit internationale Erfahrungen sammeln oder solche anstreben – und auf welche Hürden sie dabei stoßen. Daher wurden im Rahmen des DAAD-Programms Lehramt.International die Daten von Lehramtsstudierenden in Deutschland aus dem DAAD-Projekt Benchmark Internationale Hochschule (BintHo) gesondert ausgewertet. In der Befragung 2023/2024 äußerten sich gut 9.000 Studierende mit dem Abschlussziel Lehramt, unter anderem zu ihren Mobilitätsneigungen, Beweggründen und Herausforderungen im Zusammenhang mit einem studienbezogenen Auslandsaufenthalt.

In der vorliegenden Analyse werden die Daten der Lehramtsstudierenden denen der übrigen Universitätsstudierenden (inkl. Studierende von Pädagogischen Hochschulen) aus Deutschland gegenübergestellt. Der Vergleich zeigt deutlich, dass Lehramtsstudierende aufgrund gruppencharakteristischer Prioritäten und struktureller Rahmenbedingungen eine besondere Zielgruppe bilden, die bei der Förderung internationaler Erfahrungen berücksichtigt werden sollte.

Download Bericht (DE): Mobilität im Lehramtsstudium: Motive, Hemmnisse und Alternativen - Lehramtsspezifische Auswertung der Daten aus dem Projekt „Benchmark internationale Hochschule“ (BintHo)

September 2025

Internationalisation in the Digital Transformation: A study on the strategies, drivers, priorities, and challenges of virtual internationalisation at German higher education institutions

Cover INDISTRA report

Zusammenfassung: 

Wie bewältigen deutsche Hochschulen die Internationalisierung im Zuge des digitalen Wandels? Dieser Frage widmet sich die vorliegende Studie auf Basis von Ergebnissen des vom Auswärtigen Amt finanzierten INDISTRA-Projekts sowie von Befragungsdaten der International Association of Universities (IAU). Die COVID-19-Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt und damit einen Wandel in der Internationalisierungspraxis der Hochschulen bewirkt. Zu den wichtigsten internen Treibern zählen dabei die Leitungen der International Offices und der Hochschulen, während Förderorganisationen wie die EU und der DAAD wichtige externe Treiber darstellen. Die vorliegenden Befunde belegen auch die zunehmende Bedeutung des IT-Personals sowie die zentrale Rolle der Zusammenarbeit zwischen Verwaltungspersonal und akademischem Personal bei der Optimierung von Online-Lehrangeboten und der Weiterentwicklung von Hochschulpartnerschaften. Nach der Pandemie vollzog sich ein strategischer Wandel hin zur Internationalisierung des Curriculums (IoC) und zur Internationalisierung zu Hause (IaH). Die Befunde zeigen auch, dass Digitalisierung strategisch integriert werden muss, um Zugang, Inklusion und nachhaltige Ergebnisse zu sichern: Organisationale Unterstützung durch Förderung digitaler Lehre und Kompetenzen ist entscheidend für einen ganzheitlichen Digitalisierungsansatz und die Verbesserung der Nutzungserfahrung. Den Abschluss des Berichts bilden konkrete Handlungsempfehlungen für verschiedene Stakeholder-Gruppen (Hochschulen, Bundesländer, Bundesregierung, Europäische Union). Zusätzlich zum englischen Gesamtbericht wurde auch je eine Kurzfassung auf Deutsch und Englisch veröffentlicht (im Rahmen der Publikationsreihe DAAD Forschung kompakt).

Download Gesamtbericht mit Handlungsempfehlungen (EN)Internationalisation in the Digital Transformation: A study on the strategies, drivers, priorities, and challenges of virtual internationalisation at German higher education institutions

Download Kurzversion (DE): Internationalisierung im digitalen Wandel: Zentrale Ergebnisse einer Untersuchung zu Strategien, Treibern, Prioritäten und Herausforderungen der virtuellen Internationalisierung an deutschen Hochschulen

Download Kurzversion (EN): Internationalisation in the Digital Transformation: Key findings of a study on the strategies, drivers, priorities, and challenges of virtual internationalisation at German higher education institutions

August 2025

Internationale Studierendenmobilität in Deutschland: Ergebnisbericht zum zweiten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) im Wintersemester 2023/24

Cover BintHo-Bericht 2023-24

Zusammenfassung: 

Warum scheitern Studierende bei der Planung von studienbezogenen Aus-landsaufenthalten? Welche Faktoren waren für internationale Studierende bei ihrer Entscheidung für eine Gasthochschule von besonderer Bedeutung? Und wie fallen diese Befunde bei anderen, vergleichbaren Hochschulen in Deutschland aus? Diesen und anderen Fragen geht das DAAD-Projekt "Benchmark internationale Hochschule" (BintHo) nach. Grundlage des Projekts ist eine deutschlandweite Befragung von Studierenden. Diese wird alle drei Jahre durchgeführt, um den teilnehmenden Hochschulen ein regelmäßiges und verlässliches Monitoring ihrer Internationalisierungsbemühungen zu ermöglichen. An der zweiten BintHo-Befragung im WS 2023/24 nahmen rund 120.000 Studierende und Promovierende an 123 Hochschulen in allen 16 Bundesländern teil. Der vorliegende Bericht konzentriert sich auf die Daten der Studierenden unter den Befragten, d. h., die Daten der Promovierenden und Teilnehmenden an Studienvorbereitungsmaßnahmen sind nicht Teil der in diesem Bericht dargestellten Analysen. Die fokussierte Stichprobe umfasst somit 115.652 Studierende (bzw. 96% aller Befragten), die sich in 94.764 inländische und 20.888 internationale Studierende aufteilen.

Zentrale Befunde der zweiten BintHo-Befragung:

  • Inländische Studierende zeigen großes Interesse an studienbezogenen Auslandsaufenthalten, setzen dieses jedoch häufig nicht in die Tat um.
  • Digitale Unterstützungsangebote können physische Mobilität fördern.
  • Internationale Studierende absolvieren mehrheitlich ein klassisches Präsenzstudium, häufig mit Studiengängen in englischer Sprache.
  • Der Studienstandort Deutschland ist hochattraktiv.
  • Internationale Studierende fühlen sich an ihrer Hochschule willkommen und unterstützt und zeigen sich mit der Lebenssituation in Deutschland zufrieden.
  • Die Internationalität der Hochschulen und insbesondere die Auslandsmobilität der Studierenden fördern die Entwicklung interkultureller Kompetenzen im Studium.
  • Internationale Studierende planen mehrheitlich, nach dem Studium in Deutschland zu bleiben.
  • Virtuelle und hybride Mobilitätsangebote können Präsenzaufenthalte im Ausland sinnvoll ergänzen – jedoch nicht ersetzen.
  • Diskriminierungserfahrungen aufgrund der Wahrnehmung als fremd oder nicht deutsch treten deutlich seltener im Hochschulkontext als außerhalb der Hochschule auf.
  • Zwei Drittel der als fremd gelesenen Studierenden wissen nicht, an welche Stelle der Hochschule sie sich im Falle von Diskriminierungserfahrungen wenden könnten.

Download Bericht (DE)Internationale Studierendenmobilität in Deutschland: Ergebnisbericht zum zweiten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) im Wintersemester 2023/24

Juli 2025

Ankommen,  Studieren, Bleiben: Wie internationale Studierende ihre Zukunft in Deutschland sehen (Juli 2025)

Cover FK-Studie

Zusammenfassung: 

Im Wintersemester 2023/24 waren 379.939 internationale Studierende an deutschen Hochschulen eingeschriebenen. Damit ist Deutschland die weltweit beliebteste nicht-englischsprachige Studiendestination. Internationale Studierende sind nicht nur wissenschaftlich und gesellschaftlich ein Gewinn für Deutschland, sie tragen auch zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Entscheidend dabei ist, wie viele der erfolgreichen Studienabsolventinnen und -absolventen nach dem Studium in Deutschland bleiben und in den deutschen Arbeitsmarkt integriert sind. Sie tragen mit ihren Steuern und Sozialabgaben zum deutschen Bundeshaushalt bei und leisten einen wichtigen Beitrag durch die Deckung des zunehmenden Mangels an akademischen Fachkräften im Land.

Im Rahmen des DAAD-Programms Campus-Initiative Internationale Fachkräfte wurden die Daten internationaler Studierender mit Abschlussabsicht in Deutschland aus dem DAAD-Projekt „Benchmark Internationale Hochschule“ (BintHo) gesondert ausgewertet. In der Befragung 2023/2024 äußerten sich über 21.000 internationale Studierende, die an 132 Hochschulen in Deutschland studieren, unter anderem zu ihrer Wahl des Studienstandorts sowie zu ihren Wünschen, Absichten und Herausforderungen hinsichtlich des Verbleibs in Deutschland nach dem Studium.

Die vorliegende Studie konzentriert sich auf die internationalen (Regel-)Studierenden mit Abschlussabsicht (ohne Promovierende, Studieninteressierte oder Gast- und Austauschstudierende) und legt einen besonderen Fokus auf ihre Integration in der Zeitspanne ab dem Zuzug nach Deutschland über das Studium bis hin zum Eintritt in den deutschen Arbeitsmarkt.

Die Ergebnisse geben einen wichtigen Einblick in Präferenzen und Hürden auf dem Weg internationaler Studierender nach und in Deutschland und liefern damit den Akteurinnen und Akteuren aus Hochschule, Politik, Verwaltung und Wirtschaft Hinweise darauf, wie das Potenzial internationaler Studierender für den Fachkräftebedarf in Deutschland noch besser genutzt werden kann.

Download Bericht (DE)Ankommen,  Studieren, Bleiben: Wie internationale Studierende ihre Zukunft in Deutschland sehen

November 2023

Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen: Von der Postdoc-Phase zur Professur

InWiDeHo Cover

Zusammenfassung: 

Deutschland ist ein wichtiges Gastland für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ein im internationalen Vergleich hoch attraktiver Wissenschaftsstandort. Dies zeigt sich u. a. in der Beschäftigung zahlreicher wissenschaftlich Tätiger aus dem Ausland als Promovierende oder als bereits Promovierte an deutschen Universitäten. Wird allerdings das professorale Personal in den Blick genommen, so wird deutlich, dass der Anteil dieser Gruppe an den Beschäftigten erheblich geringer ist. Dies legt die Vermutung nahe, dass spezifische Hürden vorliegen, die das Erreichen einer Professur für diese Personengruppe erschweren.

Das Projekt „Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen: Von der Postdoc-Phase zur Professur (InWiDeHo)“, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) von April 2022 bis August 2023 durchgeführt hat, hat untersucht, welche fördernden Rahmenbedingungen und welche Hindernisse für wissenschaftlich Tätige aus dem Ausland mit dem Karriereziel Professur an deutschen Universitäten bestehen. Hierzu wurden 21 Interviews mit internationalen Postdocs und neuberufenen Professorinnen und Professoren geführt und im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Zudem wurden Interviews mit Mitgliedern von Universitätsleitungen und Gruppendiskussionen mit Mitarbeitenden relevanter Universitätseinrichtungen durchgeführt, um die Perspektiven weiterer Akteure einfließen zu lassen. Die vorliegende Publikation fasst zentrale Ergebnisse des Projekts InWiDeHo zusammen und leitet hieraus praxisrelevante Empfehlungen für Verantwortliche in Universitäten und in der Hochschulpolitik ab.

Download Bericht (DE mit Executive Summary in EN)Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen: Von der Postdoc-Phase zur Professur

April 2023

Internationale Studierendenmobilität in Deutschland: Ergebnisbericht zum ersten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) im Wintersemester 2020/21

Cover BintHo-Bericht

Zusammenfassung: 

Welche Gründe ziehen junge Menschen zum Studium ins Ausland oder aus dem Ausland nach Deutschland? Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat nun erstmals knapp 120.000 deutsche und internationale Studierende dazu befragt. Ihre Antworten geben einen wichtigen Einblick in die Internationalisierung deutscher Hochschulen und die Entwicklung des Europäischen Hochschulraums.

An der ersten Befragung im Rahmen des BintHo-Projekts im Wintersemester 2020/21 nahmen insgesamt über 117.000 Studierende teil, darunter auch rund 14.000 internationale Studierende. Die Befragten stammten von insgesamt 74 teilnehmenden Universitäten (33), Hochschulen für angewandte Wissenschaften (34), Pädagogischen Hochschulen (4) sowie Kunst- und Musikhochschulen (3) in 14 Bundesländern mit Studierendenzahlen zwischen knapp 400 und über 50.000 Studierenden. Aufgrund der hohen Anzahl und des breit gefächerten Spektrums teilnehmender Hochschulen und befragter Studierender liefern diese Befunde eine aussagekräftige Beschreibung des Stands der internationalen Studierendenmobilität in Deutschland zu Beginn der 2020er Jahre.

Die erste BintHo-Befragung liefert spannende und größtenteils erfreuliche Befunde: So zeigt sich beispielsweise, dass für mehr als drei Viertel der befragten internationalen Studierenden Deutschland die erste Wahl als Gastland war. Die wichtigsten Gründe für das Studium in der Bundesrepublik waren dabei ein attraktives Studienangebot und gute Studienbedingungen an den Hochschulen, das internationale Renommee des deutschen Studienabschlusses sowie gute berufliche Perspektiven nach dem Studium. Zugleich wünschten sich rund 40 Prozent der einheimischen Studierenden mehr internationale Kommilitonen und Kommilitoninnen, nur ein Prozent hätte gerne weniger internationale Studierende an der eigenen Hochschule.

Betrachtet man die Befunde zur Auslandsmobilität der einheimischen Studierenden, so zeigt sich: Die wichtigsten Motive für einen Auslandsaufenthalt sind die Persönlichkeitsentwicklung, kulturelles Interesse und der Wunsch, neue Erfahrungen im Gastland außerhalb der Universität zu machen. Die BintHo-Studie belegt auch einen Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Lehrenden und der Auslandsmobilität ihrer Studierenden: Unter den Studierenden die angaben, dass sie nie von Lehrenden zu einem Auslandsaufenthalt ermutigt wurden, fällt der Anteil der auslandsmobilen Studierenden am niedrigsten aus. Besonders hoch fällt dieser Anteil hingegen in der Gruppe der Befragten aus, die erklärten, alle Lehrenden ermutigten sie zu einem Auslandsaufenthalt.

Download Bericht (DE)Internationale Studierendenmobilität in Deutschland: Ergebnisbericht zum ersten Benchmark internationale Hochschule (BintHo) im Wintersemester 2020/21

Download Executive Summary (EN): International Student Mobility in Germany: Summary of the results for the first International University Benchmark (BintHo) in the 2020/21 winter semester

Februar 2023

Deutsch als Fremdsprache in der digitalen Welt: Zu aktuellen Entwicklungen in Lehre und Forschung

Dhoch3-Konferenzband Cover

Zusammenfassung: 

Gefördert durch das Auswärtige Amt unterstützt der DAAD auf Basis des Programms Dhoch3 seit 2015 die universitäre Ausbildung künftiger Dozentinnen und -Dozenten im Fach Deutsch als Fremdsprache (DaF) an internationalen Hochschulstandorten. Die Inhalte der Dhoch3-Online-Studienmodule, die von Expertinnen und Experten an deutschen Hochschulen konzipiert wurden, sind weltweit in bestehende Deutsch- und Germanistikstudiengänge integrierbar und ergänzen das bestehende Angebot im Hinblick auf die Qualifizierung künftiger Lehrender.

Der vorliegende Sammelband ist der ersten wissenschaftlichen Dhoch3-Konferenz gewidmet, die vom 1. Bis 3. Juni 2022 stattfand. Entlang des Konferenzthemas „Deutsch als Fremdsprache in der digitalen Welt“, kamen Vertreterinnen und Vertreter der Nutzergemeinschaft von Dhoch3, die in fast 30 Ländern als DaF-Dozierende ihre Wirkung entfalten, im virtuellen Raum zusammen, um die fachlichen und wissenschaftlichen Beiträge zu verfolgen und sich zu den Möglichkeiten des Programms Dhoch3 ebenso austauschen und vernetzen wie zu grundsätzlichen Fragestellungen welche die Potenziale der Digitalisierung im Fach Deutsch als Fremdsprache betrafen. Etwas mehr als ein halbes Jahr nach Abschluss der Konferenz ist nun der vorliegende Sammelband entstanden, für den insgesamt 16 fachliche und wissenschaftliche Konferenzbeiträge verschriftlicht wurden. Der Sammelband ist in fünf Abschnitte untergegliedert. Im ersten, einführenden Teil werden die Leserinnen und Leser mit dem Programm Dhoch3 vertraut gemacht. Im zweiten Abschnitt folgen drei „Werkstattberichte“, die sich der Fragen der Implementierung von Dhoch3- sowie den anwendungsbezogenen Programmkomponenten „Praxiskomponente“ und „Lehr-Lern-Bereich Blended Learning“ widmen. Im dritten Teil werden die Konferenzbeiträge zusammengefasst, die unmittelbar dem Programm Dhoch3 gewidmet sind, in den Beiträgen des vierten Teils werden Fragestellungen thematisiert, welche verschiedene, grundsätzliche Aspekte der Digitalisierung des Fachs Deutsch als Fremdsprache betreffen. Abgerundet wird der Konferenzband durch die Verschriftlichung der Podiumsdiskussion mit dem Titel „Mit den Partnerinnen und Partnern sprechen, und nicht nur über sie. Über die Beteiligung der internationalen Germanistik an Dhoch3.“

Für das Zustandekommen des vorliegenden Bands richtet sich unser Dank an alle Autorinnen und Autoren, die durch die Verschriftlichung ihrer Beiträge zum Gelingen der Publikation beigetragen haben, sowie an alle Beteiligten, die uns bei Konferenz- sowie im Zuge der redaktionellen Arbeit auf verschiedensten Wegen tatkräftig unterstützt haben. 

Download (DE)Deutsch als Fremdsprache in der digitalen Welt: Zu aktuellen Entwicklungen in Lehre und Forschung

Juni 2022

Internationale Studierende in Deutschland: Perspektiven aus Hochschulforschung und Hochschulpraxis

Cover DAAD Sammelband Internationaler Studierende in Deutschland

Zusammenfassung: 

Eine wichtige Komponente der DAAD-Aktivitäten stellt seit einigen Jahren die Bereitstellung von Wissen und Expertise für die Internationalisierungspraxis an den Hochschulen und in der Hochschulpolitik dar. Dieses Wissen soll dabei helfen, die Herausforderungen zu bewältigen, die die zunehmende Internationalisierung der deutschen Hochschul- und Wissenschaftslandschaft mit sich bringt. 

Die Bedeutung der internationalen Studierenden für die deutschen Hochschulen und die deutsche Gesellschaft insgesamt hat nicht nur dadurch zugenommen, dass sie eine stetig wachsende Gruppe des akademischen Nachwuchses im Land darstellen. Sie steigt auch in Anbetracht des demografischen Wandels in Deutschland und des damit verbundenen Fachkräftemangels in immer mehr Branchen der deutschen Wirtschaft. Zudem sind internationale Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die in Deutschland ausgebildet wurden, nicht nur für Deutschland, sondern auch für ihre Heimatländer ein wichtiger Katalysator für eine zunehmende Vernetzung der internationalen akademischen und wirtschaftlichen Beziehungen, die für eine Lösung der großen Probleme unserer Zeit unabdingbar sind.

Der DAAD hat sich vor diesem Hintergrund vorgenommen, dass er sich in Zukunft verstärkt als Vermittler und Bindeglied zwischen Hochschulforschung und Hochschulpraxis einsetzen will. Der vorliegende Sammelband ist Teil dieses Vorhabens. Es ist daher kein Zufall, dass die Mehrzahl der Beiträge dieses Sammelbands von Hochschulpraktikerinnen und -praktikern stammen, ohne dabei die Perspektive der Hochschulforschung auszuklammern. Die Beiträge des Sammelbands thematisieren dabei Ansätze zur Steigerung der Integration und des Studienerfolgs internationaler Studierender im Studienverlauf, die Einsatzmöglichkeiten digitaler Unterstützungsinstrumente, die Bedeutung und Förderung von Deutschkenntnissen und Deutschlernen sowie die spezifische Unterstützung von Studierenden mit Fluchthintergrund.

Download (DE)Internationale Studierende in Deutschland: Perspektiven aus Hochschulforschung und Hochschulpraxis

Mai 2022

Internationale Studierende in Deutschland zum Studienerfolg begleiten: Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem SeSaBa-Projekt

SeSaBa-Abschlussbericht Mai 2022

Zusammenfassung: 

Internationale Studierende sind eine immer größere und wichtigere Interessengruppe an deutschen Hochschulen. Im Vergleich zu deutschen Studierenden sind sie allerdings mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Schätzungen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zufolge bricht derzeit knapp die Hälfte (49 %) der internationalen Bachelorstudierenden (Studienbeginn 2014/15) sowie ein gutes Viertel (26 %) der internationalen Masterstudierenden (Studienbeginn 2016) das Studium in Deutschland vorzeitig ab (im Vergleich zu 27 bzw. 17 % bei den deutschen 
Bachelor- und Masterstudierenden). 

Im BMBF-Projekt „Studienerfolg und Studienabbruch bei Bildungsausländern und -ausländerinnen in Deutschland im Bachelor- und Masterstudium“ (SeSaBa) analysierten der Deutsche Akademische Austauschdienst, das Bayerische Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung und die FernUniversität in Hagen gemeinsam die Studiensituation internationaler Studierender. Zwischen dem Wintersemester 2017/18 und dem Sommersemester 2020 wurden über 4.500 internationale Bachelor- bzw. Masterstudierende von 125 Hochschulen in halbjährlichen Abständen insgesamt sechs Mal zu ihrer Studien- und Lebenssituation in Deutschland befragt. In diesem praxisorientierten Abschlussbericht werden zentrale Ergebnisse aus dem Projekt SeSaBa zusammengefasst.

Download (DE)Internationale Studierende in Deutschland zum Studienerfolg begleiten - Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem SeSaBa-Projekt

Download (EN)Accompanying international students in Germany to academic success - Results and recommendations from the SeSaBa project

November 2021

Flüchtlingsintegration und Fachkräftemigration: Welche Rolle spielen Hochschulen? Begleitstudie zu den DAAD-Programmen Integra und PROFI 

Cover Fachkräftestudie 2021

Zusammenfassung: 

Das Fachkräftepotenzial der derzeit knapp 325.000 internationalen Studierenden an deutschen Hochschulen ist erheblich. Mindestens zwei Drittel beabsichtigen, nach ihrem Abschluss hierzubleiben und zu arbeiten. Allerdings ist ihr Weg in den Arbeitsmarkt mit zahlreichen Stolpersteinen gepflastert. Viele scheitern zunächst an unzureichenden Deutschkenntnissen, fehlenden beruflichen Netzwerken und zu wenig Praxiserfahrung im Inland.

Ob und inwiefern diese Hürden auch den etwa 30.000 Geflüchteten unter ihnen zu schaffen machen, ist bislang kaum erforscht. Die bundesfinanzierten Hochschulprogramme Integra und PROFI, die der DAAD in den letzten Jahren für Geflüchtete entwickelt hat, erlauben nun einen ersten Einblick in die Erfahrungen dieser Zielgruppe am Übergang vom Studium in den Beruf. Die vorliegende Expertise des wissenschaftlichen Stabs des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) fasst diese Erfahrungen zusammen, vergleicht sie mit denen anderer internationaler Studierender und entwickelt Handlungsempfehlungen für die Hochschulpraxis und -politik.

Download (DE)Flüchtlingsintegration und Fachkräftemigration: Welche Rolle spielen Hochschulen? Begleitstudie zu den DAAD-Programmen Integra und PROFI

September 2021

Verbleibstudie zum Lektorenprogramm des DAAD: Karrierepfade ehemaliger Lektorinnen und Lektoren 

Cover Verbleibstudie Lektorenprogramm 2021

Zusammenfassung: 

Das Lektorenprogramm des DAAD hat zum Ziel, die deutsche Sprache in vielfältiger Weise zu vermitteln. Lektorate werden auf Antrag einer ausländischen Hochschule und in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt eingerichtet. Der DAAD sucht geeignete Personen aus dem akademischen Bereich, die normalerweise aus den Feldern der Germanistik, Deutsch als Fremdsprache und vereinzelt auch aus anderen Fächern (Fachlektorate) kommen. Die so genannten Lektorinnen und Lektorenhaben zur Aufgabe, an den ausländischen Hochschulen deutsche Literatur, Landeskunde und insbesondere die deutsche Sprache selbst zu lehren. Die Tätigkeit ist zeitlich auf bis zu vier bzw. fünf Jahre befristet. Die Lektorinnen und Lektoren bilden einen regulären Teil des Lehrkörpers der Hochschule und haben dort i.d.R. 
einen normalen Arbeitsvertrag. Der DAAD fördert die ausgewählten Personen, indem er sie auf ihre Aufgaben vorbereitet, sie während ihrer Tätigkeit unterstützt und ihnen über das Ortsgehalt hinaus eine zusätzliche finanzielle Förderung gewährt.

Die vorliegende Studie verfolgt das Ziel, zu untersuchen, wie ehemalige Lektorinnen und Lektoren des DAAD das Lektorat subjektiv wahrgenommen haben bzw. aus heutiger Sicht wahrnehmen, und welche typischen Berufsverläufe sich aus den Lektoraten ergeben haben. Es wurden Kriterien zur Einordnung des Lektorats und der nachfolgenden Karriere identifiziert. Neben Material, das die Literaturrecherche ergab, bediente sich die Studie dazu explorativer Interviews. Aus den erarbeiteten Kriterien wurde ein Fragebogeninstrument entwickelt, welches in einer Online-Umfrage unter ehemaligen Lektorinnen und Lektoren eingesetzt wurde.

Download (DE)Verbleibstudie zum Lektorenprogramm des DAAD: Karrierepfade ehemaliger Lektorinnen und Lektoren

Juni 2020

Studienvorbereitung und -einstieg internationaler Studierender in Deutschland: Maßnahmen, Strukturen und Praxisbeispiele

DAAD Studie Studienvorbereitung Juni 2020

Zusammenfassung: Internationale Studierende sind eine wachsende Gruppe an deutschen Hochschulen, welche im Vergleich zu deutschen Studierenden mit besonderen Herausforderungen konfrontiert wird. Schätzungen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zufolge brechen 45% der internationalen Studierenden im Bachelor und 29% im Master ihr Studium ab. Mehrere Analysen haben gezeigt, dass diese Studierendengruppe neben Sprachbarrieren und finanziellen Herausforderungen aufgrund ihres Bildungshintergrunds möglicherweise nicht über die notwendige studienbezogene Vorbereitung für ein Hochschulstudium in Deutschland verfügt. Im Allgemeinen scheint ein Konsens darüber zu bestehen, dass eine angemessene Vorbereitung vor Beginn des Studiums erhebliche positive Auswirkungen auf die spätere akademische Leistung internationaler Studierender hat. In welcher Form diese Studienvorbereitung ideal auf ein Studium an einer deutschen Hochschule vorbereiten und wie dies gewährleistet werden kann, ist dabei noch nicht umfassend geklärt.

Die vorliegende Überblicksstudie fasst die Ergebnisse einer Untersuchung zu Studienvorbereitung und -einstieg internationaler Studierender in Deutschland, die zwischen Mai 2019 und Januar 2020 durch den DAAD durchgeführt wurde, zusammen. Basierend auf einer Befragung von Hochschulvertretern und -vertreterinnen untersucht diese Publikation, wie deutsche Hochschulen internationale Studierende auf ein Studium in Deutschland vorbereiten.

Download (DE): Studienvorbereitung und -einstieg internationaler Studierender in Deutschland - Maßnahmen, Strukturen und Praxisbeispiele

Januar 2020

Internationalisation in Higher Education for Society (IHES): Concept, Current Research and Examples of Good Practice

DAAD Studie IHES_Januar 2020

Zusammenfassung: Fremdenfeindlichkeit, Radikalisierung, Anti-Intellektualismus, Hassreden, Populismus, die Globalisierung des Arbeitsmarktes, ökologischer Wandel, globale Erwärmung – dies sind nur einige der drängenden Themen, mit denen sich Gesellschaften weltweit auseinandersetzen müssen. Damit zusammenhängend prägen der Vormarsch von Rechtsextremen, die Brexit-Krise, der Rückzug in den Nationalismus und Handelskriege ebenso wie die anhaltenden Ungleichheiten in der Welt, Überschwemmungen, Dürren und sonstige Auswirkungen des Klimawandels das Tagesgeschehen. All diese Themen sind sowohl aus gesellschaftlicher als auch wissenschaftlicher Sicht von großer Bedeutung und werden in digitalen, sozialen und traditionellen Printmedien wie auch in der wissenschaftlichen Literatur und an Universitäten in der ganzen Welt lebhaft diskutiert. Angesichts ihrer tatsächlichen und potenziellen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen verwundert das nicht. Neuere Ansätze zur Internationalisierung legen den Schwerpunkt vor allem auf die wissenschaftliche Diskussion und Auseinandersetzung mit diesen Themen.

Obwohl gesellschaftliche und soziale Verantwortung, soziales Engagement und Konzepte wie Service Learning weltweit seit Jahrzehnten in der Hochschulausbildung präsent sind, lag der Schwerpunkt von Internationalisierungsaktivitäten bislang weitgehend auf der Hochschulgemeinschaft. Die Komponente der sozialen Verantwortung stand auf der breiten Agenda der Hochschulinternationalisierung bislang selten im Mittelpunkt von systemischem Denken, Konzeptualisierung oder Strategie. Dieses Ungleichgewicht gilt es zu thematisieren. Denn Universitäten haben nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch eine Verantwortung der breiten Gesellschaft gegenüber. Als ersten Schritt in diese Richtung analysiert die Studie wichtige Trends der Internationalisierung, die in engem Zusammenhang mit der Internationalisierung der Hochschulausbildung für die Gesellschaft (Internationalisation in Higher Education for Society, IHES) stehen. Hierbei werden mehrere Lücken identifiziert und mögliche Richtungen für die künftige Forschung in diesem Bereich aufgezeigt. 

Download (EN)Internationalisation in Higher Education for Society (IHES) - Concept, Current Research and Examples of Good Practice

Dezember 2018

Problemlagen und Herausforderungen internationaler Studierender in Deutschland: Ergebnisse einer qualitativen Vorstudie im Rahmen des SeSaBa-Projekts

DAAD Studie_Dezember 2018

Zusammenfassung: Im Jahr 2017 studierten mehr als 350.000 ausländische Studierende in Deutschland – ein hochschulpolitisches Ziel, dessen Erreichung erst für 2020 erwartet worden war. Allerdings zeigen die aktuellen Zahlen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, dass bei internationalen Studierenden1 die Studienabbruchraten mit 45 Prozent im Bachelorstudium und 29 Prozent im Masterstudium besonders hoch sind (Heublein und Schmelzer, 2018). Vor diesem Hintergrund widmet sich das Forschungsprojekt „Studienerfolg und Studienabbruch bei Bildungsausländern in Deutschland im Bachelor- und Masterstudium“ (SeSaBa) der Frage nach den Ursachen des Studienabbruchs bzw. den Determinanten des Studienerfolgs bei dieser Gruppe an deutschen Hochschulen. Auf der Basis einer Panelbefragung von Bachelor- und Masterstudierenden und zusätzlichen qualitativen Methoden sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die zur Verbesserung des Studienerfolgs der internationalen Studierenden beitragen können.

In diesem Kontext fasst die vorliegende Publikation die Ergebnisse der qualitativen Vorstudie, die der Panelbefragung der SeSaBa-Studie vorgeschaltet war und zwischen September und Oktober 2017 stattfand, zusammen. Auf Basis von (i) Experten-Workshops mit 48 Vertretern und Vertreterinnen von 34 Institutionen und (ii) Fokusgruppen mit 40 internationalen Studierenden der Universität Bonn untersucht die qualitative Untersuchung explorativ die Phänomene Studienerfolg und Studienabbruch. 

Download (DE)Problemlagen und Herausforderungen internationaler Studierender in Deutschland- Ergebnisse einer qualitativen Vorstudie im Rahmen des SeSaBa-Projekts