Die DDR und wir im DAAD

Im Zeitzeugenprojekt "Die DDR und wir im DAAD" erzählen Beteiligte bewegende Geschichten aus einem prägenden Kapitel der DAAD-Geschichte.

Die DDR und wir im DAAD

November 1989: Der eiserne Vorhang fällt und gibt den Blick frei auf den internationalen akademischen Austausch, den die DDR mit hohem Aufwand betreibt. Das war im Westen nicht bekannt. Der DAAD ist beeindruckt, aber zunächst vor allem überrascht. Nach dem Mauerfall überstürzen sich die Ereignisse und der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik zeichnet sich ab. Wie handeln Menschen, wenn ein gesamtes politisches und gesellschaftliches System zusammenbricht? Wir haben Eindrücke von Zeitzeuginnen und -zeugen gesammelt.

Was wird aus den etwa 7.000 ausländischen Stipendiaten an ostdeutschen Hochschulen, und den 2.000 DDR-Studierenden in der Sowjetunion - wenn die DDR zu Ende geht? Wie erleben die Studierenden die Umbrüche? Wie analysiert der Bonner DAAD die Lage - und was will er tun? Welche Rolle spielen die Expertinnen und Experten im Ost-Berliner Wissenschaftsministerium? Wie agieren Akteure, wenn ihr Motto "Wandel durch Austausch" nun ihre eigene Transformationsfähigkeit auf den Prüfstand stellt? Wenn auf einmal der Austausch selbst sich wandelt?

Ein Zeitzeugenprojekt

Wir haben 55 Personen für dieses Projekt zu ihren Lebenserinnerungen befragt. Ihre Aussagen bilden das inhaltliche Repertoire des Projektes. Die interviewten Personen haben einen Bezug zur DDR und zum DAAD, haben für ihn oder mit ihm gearbeitet, sind von ihm gefördert worden, sind ursprünglich aus Ost- oder Westdeutschland oder aus dem Ausland nach Deutschland zum Studium gekommen. Die Auswahl ist teils systematisch, teils zufällig. In der Summe und der Vielfalt der Perspektiven ergibt sich ein vielschichtiges, dichtes Bild: Es gibt im DAAD viele Berührungspunkte zur DDR. Es ist also auch unsere eigene Geschichte, nicht die Geschichte der Anderen. Deshalb heißt das Projekt: Die DDR und wir im DAAD.

Erfahren Sie mehr zur DDR und uns im DAAD!