Neuer Alumni-Verein für HAW-Studierende und -Alumni
Sich im Studium und Berufsleben internationaler aufstellen: Der neu gegründete Verein „HAW.Alumni des DAAD“ will ehemalige DAAD-Geförderte von Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) vernetzen, unterstützen und mit gemeinsamen Aktivitäten verbinden.
Bei Astrid Holzberger rieselt an diesem Morgen der Schnee, bei Manuel Weber ist es bereits Nachmittag, der Himmel leuchtet knallblau. Manuel Weber befindet sich gerade in China, er steht an einer Bushaltestelle. Der Videocall spiegele ein typisches Vorstandstreffen wider, sagt Astrid Holzberger. „Irgendwer schaltet sich immer aus dem Ausland dazu.“ Denn die Auslandserfahrung ist es, die sie alle in dem jungen Verein „HAW.Alumni des DAAD“ miteinander verbindet.
2022 lernten sich Astrid Holzberger und Manuel Weber bei einem Absolventenseminar des DAAD in Berlin kennen, zu dem ehemalige Geförderte von Hochschulen für angewandte Wissenschaften eingeladen waren. Weil das Treffen zum ersten Mal nach Corona stattfand, kamen gleich drei Jahrgänge zusammen. „Dort herrschte eine ganz besondere Energie“, erinnert sich Holzberger, „wir wollten solche Momente und den Austausch untereinander auch in Zukunft ermöglichen.“ Die Idee setzte sich fest und im August 2023 trafen sich schließlich 20 ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten und gründeten den Verein „HAW.Alumni des DAAD“. Manuel Weber wählten sie zum Präsidenten, Astrid Holzberger zur Vize-Präsidentin. „Vorher gab es keinen Verein, der sich speziell an DAAD-Alumnae und -Alumni von Hochschulen für angewandte Wissenschaften richtet“, sagt Weber.
Seit 2019 unterstützt der DAAD Studierende der Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit dem Programm HAW.International dabei, im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Astrid Holzberger studierte mit der Förderung 2019 mehrere Monate im irischen Galway, Manuel Weber ging im Master 2022 nach Michigan in die USA. Beide studierten im Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen, im Master Wirtschaftsinformatik.
Auslandsaufenthalte als Inspiration
„Ich habe beide Studiengänge dual absolviert und hatte nur Kontakt zu den 29 anderen Studierenden in meinem Kurs. Mein Netzwerk war die Firma“, erzählt Astrid Holzberger. „Das Auslandssemester hat mir gezeigt, wie viel Inspiration mir so ein diverses Netzwerk bietet und wie toll es ist, über den Tellerrand zu gucken.“ Und so geht es wohl auch vielen anderen HAW-Studierenden und -Absolventinnen und -Absolventen: Der Verein hat bereits 120 Mitglieder – und jedes Jahr kommen neue dazu. „Der DAAD hat uns im vergangenen Jahr zum Absolventenseminar in Karlsruhe eingeladen. Hier konnten wir uns vorstellen, neue Mitglieder gewinnen und uns austauschen“, sagt Holzberger. „HAW.Alumni des DAAD“ richtet sich im Kern an DAAD-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die bereits im Ausland waren. Es dürfen aber auch andere in den Verein eintreten. Studierende, die Fragen zu einem bevorstehenden Auslandsaufenthalt haben, können sich über die Homepage an den Verein wenden.
Die Vereinsmitglieder sind über die sozialen Medien in Kontakt, treffen sich digital oder in kleinen Gruppen vor Ort. Einmal im Jahr organisieren sie – mit Unterstützung des DAAD – ein mehrtägiges Präsenztreffen mit Vorträgen und Workshops. Vor allem geht es aber darum, sich zu sehen. Weber sagt: „Im Verein kommen Menschen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen: Sinologie, Wirtschaftsingenieurwesen, Kommunikationswissenschaft, Design und vieles mehr. Es ist bereichernd, Menschen aus so vielen unterschiedlichen Fachrichtungen kennenzulernen, die durch die besondere Auslandserfahrung verbunden sind.“ Diese Erfahrung habe viele von ihnen auch inspiriert, sich im Studium und Berufsleben internationaler aufzustellen.
„In unserem Verein sind einige Studierende, die mit Hilfe des DAAD im Bachelor ein Auslandssemester absolviert haben, und das jetzt im Master wiederholen wollen“, erzählt Astrid Holzberger. „Sie fragen dann in unserer Chat-Gruppe nach Tipps für das Zielland oder eine spezielle Uni.“ Doch auch wer das Studium bereits abgeschlossen hat profitiere vom Verein, sagt Holzberger: „Wir sind ja alle in einer ähnlichen Lebenssituation und starten gerade erst ins Berufsleben. Auch auf dieser Ebene können wir uns gut unterstützen, zum Beispiel mit Erfahrungen in puncto Bewerbung.“ Vor allem aber schätzt Astrid Holzberger diesen einen Moment bei den Treffen: „Wenn ich frage, wo jemand im Ausland war und die Augen plötzlich glänzen. Ich denke selbst so gerne an diese Zeit zurück und es ist toll, dass ich sie im Verein lebendig halten kann.“
Angela Sommersberg (26. Februar 2025)
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