14. Ausschreibung zum Carlo-Schmid-Programm

für Praktika in Internationalen Organisationen und EU-Institutionen

Hintergrund und Ziele

Die Vereinten Nationen und ihre Unterorganisationen sowie die Institutionen der Europäischen Union sind zu zentralen Foren und Akteuren der internationalen Politik geworden. Deutschlands Rolle in diesem Umfeld ist von stetig wachsender Verantwortung geprägt. Die deutsche Personalpräsenz in Internationalen Organisationen trug dieser Entwicklung jedoch lange Zeit nicht entsprechend Rechnung. Es wurden deshalb auf breiter Ebene Beiträge und Initiativen zur Unterstützung von qualifizierten deutschen Nachwuchskräften mit internationaler Ausrichtung gestartet, wie zum Beispiel die Berliner Initiative für mehr Internationalität (unter Federführung der Robert Bosch Stiftung), die Einrichtung einer Stabsstelle für internationale Personalpolitik im Auswärtigen Amt und die weitreichenden Internationalisierungsbestrebungen deutscher Hochschulen. Das Carlo-Schmid-Programm zählt zu diesen Initiativen. Es ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Wettbewerbschancen interessierter und hochqualifizierter junger Akademikerinnen und Akademiker im internationalen Verwaltungsbereich.

Der Völkerrechtler Prof. Dr. Carlo Schmid (1896-1979), einer der Väter unseres Grundgesetzes, der mit seinem Einsatz für die europäische Integration und eine friedliche Kooperation zwischen den Staaten des Europarates den Weg für Deutschlands veränderte Position in der internationalen Politik geebnet hat, soll mit seinem Namen den Charakter des Programms prägen.

Das 2001 gestartete Carlo-Schmid-Programm macht herausragende Studierende und Graduierte im Rahmen eines Praktikums mit den Problemstellungen und Arbeitsweisen im internationalen Verwaltungsbereich vertraut und trägt zur Erweiterung ihrer interkulturellen Kompetenz bei. Darüber hinaus sollen begleitende Aktivitäten die Voraussetzungen und Chancen dieser jungen Leute für eine spätere Beschäftigung im internationalen Tätigkeitsbereich weiter verbessern.

Das Carlo-Schmid-Programm wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Studienstiftung des deutschen Volkes gemeinsam durchgeführt. Es wird überwiegend aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Die Stiftung Mercator beteiligt sich über das Mercator Program Center for International Affairs (www.mpc-international.org) an der Durchführung und Finanzierung des Carlo-Schmid-Programms. Die Programmumsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Tönissteiner Kreis. Das Auswärtige Amt leistet aktive Hilfestellung bei der Betreuung der Stipendiatinnen und Stipendiaten vor Ort.
Die von einer Fachkommission ausgewählten Praktikantinnen und Praktikanten erhalten ein Stipendium, das von Einführungsseminaren, einem Sommerseminar und Aktivitäten des Alumni-Vereins begleitet wird.

Programmbeschreibung

Um den unterschiedlichen Vorstellungen und Ansprüchen der Studierenden und Graduierten und der Internationalen Organisationen Rechnung zu tragen, werden zwei Programmlinien angeboten:

Programmlinie A

Bewerbungen mit in Eigeninitiative erlangten Praktikumszusagen bei Internationalen Organisationen, Institutionen der Europäischen Union (EU) und ausgewählten Nichtregierungsorganisationen

  • Diese Programmlinie richtet sich an Interessenten, die sich eigenständig um ein Praktikum bei einer Internationalen Organisation, bei einer EU-Institution oder einer der folgenden ausgewählten Nichtregierungsorganisationen beworben haben:
CSP 2014-Ringe_NGO
  • Spätestens zwei Wochen vor der Auswahlsitzung muss eine Praktikumszusage vorliegen. Zum Zeitpunkt der Bewerbung im Carlo-Schmid-Programm muss die Bewerbung um entsprechende Praktikumsstellen nachgewiesen werden. (Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den separaten „Hinweisen zur Bewerbung“).
  • Gefördert werden Praktika mit einer Dauer zwischen drei und sechs Monaten.
  • Eine Förderung während der Sommermonate Juli und August ist ausgeschlossen.

Programmlinie B

Bewerbungen auf spezifische Praktikumsangebote der jeweiligen Ausschreibung

  • Interessenten können sich auf ein oder zwei der ausgeschriebenen Praktikumsangebote bewerben. Die Bewerbung muss exakt auf das spezifische Anforderungs- und Aufgabenprofil des ausgeschriebenen Praktikums abzielen. Die Praktikumsangebote stehen hier als Download zur Verfügung.
  • Gefördert werden Praktika zwischen vier und neun Monaten nach Vorgabe der aufnehmenden Organisation im Anforderungsprofil.

Bewerbungsverfahren

  • Bewerbungsschluss ist der 01. März 2014.
  • Die Bewerbung ist ausschließlich über die Stipendiendatenbank des DAAD möglich. Dort finden Sie auch die formalen Bewerbungskriterien und Informationen zum Auswahlverfahren (bitte wählen Sie das Programmm über die Stipendiendatenbank aus).
  • Unvollständige Bewerbungen werden aus formalen Gründen abgelehnt. Die Verantwortung für eine vollständige und fristgerechte Einreichung liegt bei den Bewerberinnen und Bewerbern. Bitte beachten Sie daher unbedingt die „Hinweise zur Bewerbung“ sowie die „FAQs 2014“, die Sie im Downloadbereich finden.

Stipendienleistungen

  • länderspezifische, monatliche Vollstipendienraten: für Studierende ab € 650, für Graduierte ab € 1.000,-
  • länderabhängiger, pauschaler DAAD-Reisekostenzuschuss
  • Der DAAD schließt für die Dauer des Praktikums eine Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung ab.

Begleitende Aktivitäten

  • Für Geförderte und Alumni wird vom 16. bis 20. Juli 2014 von der Studienstiftung des deutschen Volkes und dem Mercator Program Center ein Sommerseminar veranstaltet, das neben fachlicher Kompetenz auch die Kontaktaufnahme der Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander sowie mit Ansprechpartnern in den Internationalen Organisationen fördern soll.
  • Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden vor Ort – soweit möglich – zu einem Einführungsseminar unter Beteiligung der jeweiligen Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Internationalen Organisationen eingeladen.
  • Weitere Nachkontaktmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit den Programmpartnern und dem Alumni-Verein des Carlo-Schmid-Programms (CSP-Netzwerk für internationale Politik und Zusammenarbeit e.V.: www.csp-network.org) durchgeführt.

2014 im Fokus: Internationale Nichtregierungsorganisationen (NGO)

Bei der Bewältigung globaler Herausforderungen hat die Zivilgesellschaft in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Internationale Nichtregierungsorganisationen (Non-Governmental Organisations – NGO) arbeiten eng mit Internationalen Organisationen zusammen und übernehmen zum Teil auch deren Aufgaben. Kooperationen zwischen Internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen finden in den verschiedensten Bereichen und auf allen Ebenen statt.

Der Einbeziehung der Zivilgesellschaft in den politischen Gestaltungsprozess will das Carlo-Schmid-Programm Rechnung tragen. Zusätzlich zu der Möglichkeit, sich in Programmlinie A mit einem Praktikum bei einer der ausgewählten Nichtregierungsorganisationen zu bewerben, werden in diesem Jahr auch in Programmlinie B Praktikumsplätze bei verschiedenen NGO direkt angeboten. So ermöglichen Interpeace, International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies (IFRC), International Union for Conservation of Nature (IUCN), Minority Rights Group International, Transparency International und WWF mit den ausgeschriebenen Praktikumsstellen Interessierten unterschiedlichster Fachrichtungen Einblicke in die Arbeitsweise international agierender Nichtregierungsorganisationen.

Kontakt

DAAD Studiensstiftung des deutschen Volkes
Tabea Kaiser
(Fragen zu Bewerbung, Auswahlverfahren
und Stipendium)
Dr. Guy Tourlamain
(Fragen zum Sommerseminar)

Referat 514
Carlo-Schmid-Programm
Kennedyallee 50
53175 Bonn
Tel.: (0228) 882-598
Fax: (0228) 882-550
kaiser@daad.de
www.daad.de/csp

Studienstiftung des deutschen Volkes
Ahrstraße 41
53175 Bonn

Tel.: (0228) 82096-461
tourlamain@studienstiftung.de
www.studienstiftung.de

Bewerbungen sind ausschließlich online über die Stipendiendatenbank des DAAD möglich (bitte wählen Sie das Programmm über die Stipendiendatenbank aus).