Rückkehrstipendien für Deutsche aus dem Ausland

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Der DAAD und andere deutsche Wissenschaftsorganisationen bieten deutschen Wissenschaftlern, die bereits längere Zeit im Ausland leben und nach Deutschland zurückkehren möchten, mit Mitteln des BMBF finanzielle Förderung an.

Fahrtkostenzuschüsse für die Kontaktanbahnung/ Bewerbungsgespräche in Deutschland

Dr. Wilhelmy-GSO-Reisekostenprogramm zur Förderung der Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland

Das „Dr. Wilhelmy-GSO-Reisekostenprogramm“ richtet sich an Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Deutschland, die deutsche Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland rekrutieren möchten. Reisekosten zu Bewerbungsgesprächen können aus Programmmitteln bis zu einer Höhe von 2.000 Euro erstattet werden. Das Programm ist dabei auf die sogenannten MINT-Fächer beschränkt. Die Antragstellung erfolgt über die deutsche Einrichtung.

Weitere Informationen: Dr. Wilhelmy-GSO-Reisekostenprogramm

Spezielle Reintegrationsstipendien für die erste Zeit in Deutschland

„Feodor Lynen-Rückkehrstipendien“

Zur Fortsetzung der Kooperation zwischen Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und Feodor Lynen-Forschungsstipendiaten nach deren Rückkehr aus dem Ausland kann die AvH Lynen-Rückkehrstipendien gewähren. Diese ermöglichen in erster Linie die Durchführung eines international ausgerichteten Forschungsprojektes in Anbindung an eine Hochschule oder eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Deutschland. Zusätzlich sollen die geförderten Feodor Lynen-Forschungsstipendiaten ihren bisherigen ausländischen Humboldt-Gastgeber im Rahmen der Humboldt-Netzwerkförderung an die aufnehmende Institution einladen sowie als Campus-Berater und -Gastgeber für ausländische Gastwissenschaftler der AvH an der aufnehmenden Institution tätig werden.

Das Rückkehrstipendium wird für die Dauer von maximal 12 Monaten auf Antrag gewährt. Die Förderung endet, sobald der Stipendiat eine Stelle oder eine anderweitige Finanzierung (z. B. auch Leistungen der Bundesagentur für Arbeit) in Deutschland erhält.

Ein Rückkehrstipendium kann bis zu neun Monate vor und spätestens sechs Monate nach Beendigung des von der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Forschungsaufenthaltes im Ausland beantragt und muss spätestens zwölf Monate nach Beendigung des Forschungsaufenthaltes angetreten werden.

Weitere Infos: Feodor Lynen-Rückkehrstipendien

„European Fellowships“ - Marie Curie

Mit den European Fellowships (EF) unterstützt die Europäische Kommission erfahrene Forscher/innen (d.h. in der Regel Postdoktoranden/innen, Habilitanden/innen) bei der Weiterqualifizierung durch die Finanzierung eines Forschungsprojekts an einer Forschungseinrichtung in einem EU-Mitglied- oder assoziierten Staat.

Das Forschungsprojekt ist auf die Diversifizierung der fachlichen Kompetenzen des/r Forschers/in ausgerichtet und kann von diesem/r frei gewählt werden. Die Laufzeit der EF-Projekte beträgt zwischen 12 und 24 Monaten.

Weitere Infos: European Fellowships - Marie Curie

Fördermöglichkeiten mit integriertem Reintegrationsstipendium

"Postdoctoral Researchers International Mobility Experience" (P.R.I.M.E)

Mit Co-Finanzierung des Marie Curie-Programms der Europäischen Union bietet der DAAD ein neues Postdoktoranden-Förderangebot, „Postdoctoral Researchers International Mobility Experience“ (P.R.I.M.E) an, das anstatt Stipendien Stellen für hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler aller Nationalitäten und Fächer vorsieht. Die Förderung umfasst eine 12-monatige Auslandsphase und eine sechsmonatige Integrationsphase an einer deutschen Hochschule, an der die Geförderten über den gesamten Förderzeitraum als Postdoktoranden angestellt sind.

Das Zielland der Auslandsphase kann frei gewählt werden, in den letzten drei Jahren darf sich der Bewerber dort jedoch insgesamt nicht länger als 12 Monate aufgehalten haben.
Nächster Bewerbungstermin: 1. Februar 2015

Weitere Infos: P.R.I.M.E.

„Mildred-Scheel-Professur“

Mit diesem Förderinstrument möchte die Deutsche Krebshilfe im Sinne einer Strukturmaßnahme herausragend qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf innovativen Gebieten der kliniknahen onkologischen Grundlagenforschung bzw. der klinischen Krebsforschung tätig sind, fördern.

Weitere Infos: Mildred-Scheel-Professur

Emmy Noether-Programm

Das Emmy Noether-Programm möchte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern einen Weg zu früher wissenschaftlicher Selbständigkeit eröffnen. Promovierte Forscherinnen und Forscher erwerben durch eine in der Regel fünfjährige Förderung die Befähigung zum Hochschullehrer durch die Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe.

Bewerben können sich Postdocs mit in der Regel zwei bis vier Jahren Forschungserfahrung nach der Promotion. Die Bewerber müssen über internationale Forschungserfahrung verfügen.

Weitere Informationen: DFG

Aufbau einer Nachwuchsgruppe

„NRW-Rückkehrer-Programm“

Das NRW-Rückkehrerprogramm eröffnet exzellenten Nachwuchsforscherinnen und -forschern die Möglichkeit, eine eigene Nachwuchsgruppe an einer nordrhein-westfälischen Universität ihrer Wahl aufzubauen. Dafür stehen den Rückkehrern über fünf Jahre jeweils bis zu 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Voraussetzung für eine Bewerbung ist u.a. eine mindestens einjährige Forschungstätigkeit im Ausland, eine mindestens zweijährige Postdoc-Phase und ein herausragendes wissenschaftliches Profil.

Weitere Infos: NRW-Rückkehrer-Programm

Sofja Kovalevskaja-Preis für Spitzennachwuchswissenschaftler

Die AvH zeichnet die wissenschaftlichen Spitzenleistungen von besonders vielversprechenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus dem Ausland mit den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gestifteten Sofja Kovalevskaja-Preisen aus. Die Preise sollen den Preisträgerinnen und Preisträgern die Finanzierung einer eigenen Arbeitsgruppe an einer deutschen universitären oder außeruniversitären Forschungsinstitution eigener Wahl ermöglichen. Den mit den Sofja Kovalevskaja-Preisen ausgezeichneten Forscherpersönlichkeiten steht in den Jahren 2008 bis 2013 jeweils ein Betrag von insgesamt bis zu 1,65 Mio. EUR für Forschungen eigener Wahl zur Verfügung. Um die Sofja Kovalevskaja-Preise können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland bewerben, die ihre Promotion vor nicht mehr als 6 Jahren mit einem herausragenden Ergebnis abgeschlossen haben und Publikationen in anerkannten internationalen Zeitschriften oder Verlagen vorweisen.

Interessenten mit deutscher Staatsbürgerschaft können sich bewerben, sofern ihr Arbeits- und Lebensmittelpunkt seit mindestens fünf Jahren und auf Dauer angelegt im Ausland liegt.

Weitere Infos: Sofja Kovaleskaja-Preis

„Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogramm“

Das Programm ermöglicht hochqualifizierten jungen Onkologen (Postdocs und erfahrenen Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen aus den Fachrichtungen Medizin und den Naturwissenschaften) nach der Rückkehr aus dem Ausland bzw. dem Wechsel der Arbeitsgruppe innerhalb Deutschlands den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung. Gefördert werden Projekte, die eine Übertragung grundlegender Forschungsergebnisse in diagnostische oder therapeutische Anwendungen der klinischen Onkologie versprechen. Das Programm bietet die Möglichkeit der Finanzierung der eigenen Stelle.

Weitere Infos: Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogramm

Förderprogramme für deutsche Hochschulen

„Else Kröner-Fresenius-Förderinitiative für medizinische Spitzenforscher aus dem Ausland“

Ziel der Förderinitiative ist es, Deutschlands Universitäten bei der Berufung medizinischer Spitzenforscher aus dem Ausland auf Professuren in Deutschland zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gewinnung derjenigen Mediziner, die sich im Ausland um die produktive Verbindung von klinischer Tätigkeit und hochrangiger, mechanismenorientierter Forschung verdient gemacht haben.
Berufungen von herausragenden Medizinern, die zum Zeitpunkt der Ruferteilung an einer ausländischen Hochschule tätig sind, an eine Universität in Deutschland können im Rahmen der Initiative mit maximal 250.000 Euro gefördert werden. Entscheidend ist dabei, dass die Mittel von der Universität flexibel beantragt werden können, um den Bedürfnissen des jeweiligen Kandidaten zu entsprechen und ihm ein konkurrenz-fähiges Berufungsangebot vorlegen zu können. Träger der Förderinitiative sind die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) und die German Scholars Organization e.V. (GSO). Die EKFS stellt für die Initiative eine Fördersumme von insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Infos: Else Kröner-Fresenius-Förderinitiative

„Wissenschaftler-Rückkehrprogramm GSO/CZS“

Das Wissenschaftler-Rückkehrprogramm GSO/CZS unterstützt Universitäten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen dabei, sich im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe zu behaupten. Gefördert werden Berufungen von exzellenten deutschen Wissenschaftlern in den sogenannten MINT-Fächern und der BWL, die zum Zeitpunkt der Berufung im Ausland tätig sind.

Je Professur stehen Fördermittel von durchschnittlich 100.000 Euro zur Verfügung. Entscheidend ist dabei, dass die Mittel von der Universität flexibel beantragt werden können, um den Bedürfnissen des jeweiligen Kandidaten zu entsprechen und ihm ein konkurrenzfähiges Berufungsangebot vorlegen zu können.

Durch diese besondere Form der Förderung wird die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen gestärkt und ihre Internationalisierung vorangetrieben. Gleichzeitig möchte das Programm Zeichen für eine verbesserte Willkommenskultur sein und so dazu beitragen, dass Universitäten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen als Zielorte für in ihrem Fachgebiet besonders qualifizierte Wissenschaftler weiter an Attraktivität gewinnen.

Das Programm ist eine gemeinsame Initiative der German Scholars Organization e.V. (GSO) und der Carl-Zeiss-Stiftung (CZS).

Weitere Infos: Wissenschaftler-Rückkehrerprogramm GSO/CZ

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

„Research in Germany“

Das Internetportal “Research in Germany” ist ein Einstiegsportal in die deutsche Forschungslandschaft und richtet sich an ausländische Wissenschaftler und deutsche Rückkehrer, Multiplikatoren aus Politik und Wirtschaft sowie Journalisten.

Ziel des Internetportals ist, dem Besucher eine Übersicht über die deutsche Forschungs- und Förderlandschaft zu geben und ihn mit interessanten Neuigkeiten aus der Welt der Wissenschaft zu versorgen. Zudem unterstützt das Portal Wissenschaftler mit einem praktischen Informationsangebot bei ihrem Entscheidungsprozess für Forschungsaufenthalte in bzw. eine Rückkehr nach Deutschland und bei Kooperationsanbahnungen mit deutschen Forschungseinrichtungen.

Das Internetportal “Research in Germany” ist die zentrale Informationsplattform der Initiative “Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Redaktionell wird das Portal vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) betreut.

Ausgewählte Förderprogramme:  RiG - Funding Programmes

Liste von Förderdatenbanken:  RiG - Funding Database

Förderorganisationen im Überblick: RiG - Funding Organisations

German Academic International Network (GAIN)

"German Academic International Network" ist das Netzwerk deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Nordamerika. Seit seiner Gründung 2003 hat sich GAIN als Plattform zur Vernetzung und gleichzeitig als Podium etabliert, das deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hilft, ihre Interessen zu artikulieren. Nicht zuletzt sorgt GAIN mit Veranstaltungen und Publikationen für einen besseren Informationsfluss in beiden Richtungen über den Atlantik.
GAIN unterstützt Wissenschaftler/innen bei der beruflichen Wiedereingliederung in Deutschland. Jahrestagungen, Beratungsangebote, Workshops und der monatliche Newsletter ermöglichen Wissenschaftler/innen, ihre Rückkehr nach Deutschland gut vorzubereiten.

Weitere Infos: GAIN

„Return to Bavaria“: Initiative zur Reintegration deutscher Fach- und Führungskräfte in Bayern

„Return to Bavaria“ richtet sich an deutsche Wissenschaftler aller Bereiche und Branchen, die über einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss verfügen, im Ausland leben und arbeiten und Interesse daran haben, nach Bayern zurückzukehren. Die Initiative setzt dabei auf eine umfassende Betreuung (inkl. Veranstaltungen, Karriereberatung) sowie eine enge Vernetzung mit der bayerischen Wirtschaft und bayerischen Forschungseinrichtungen.

Weitere Infos: Return to Bavaria

Welcome Center /Euraxess Service Center

Eine wichtige Anlaufstelle für Rückkehrer sind die Welcome Center der jeweiligen aufnehmenden Hochschule. Sie verfügen über besondere Erfahrungen, um ausländischen aber auch rückkehrenden deutschen Wissenschaftler sowie ihren Familien die Eingliederung am neuen Wohnort zu erleichtern. Eine Reihe solcher Welcome Center haben sich als „Euraxess Service Zentren“ zusammengeschlossen.

Weitere Infos: Liste der Euraxess Service Zentren

Fördermöglichkeiten speziell für Frauen

Die Alexander von Humboldt-Stiftung und EURAXESS Deutschland setzen sich für die Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Forschung ein, besonders auch mit Blick auf junge Familien. Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, Informationen zu Förderprogrammen, Netzwerken und Dual Career finden Sie gebündelt an dieser Stelle.

Weitere Infos: Euraxess