Kurz- und Langzeitdozenturen

Eric Lichtenscheidt

Über die "Vermittlungsstelle für deutsche Wissenschaftler im Ausland im DAAD" vermittelt und fördert der DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amtes Lang- und Kurzzeitdozenturen an ausländischen Hochschulen.

Die Vermittlungsstelle beruht auf einer Verwaltungsabsprache zwischen dem Auswärtigen Amt und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland.

Kurzzeitdozenturen

Eine Kurzzeitdozentur ist ein in der Regel mindestens vierwöchiger, höchstens sechsmonatiger Lehraufenthalt eines Hochschullehrers an einer staatlich anerkannten ausländischen Hochschule. Die "Vermittlungsstelle für deutsche Wissenschaftler im Ausland im DAAD" fördert diesen Aufenthalt mit Mitteln des Auswärtigen Amtes. Sie wurde 1961 gegründet und Anfang 1968 in den DAAD integriert; ihre Tätigkeit beruht auf einer Verwaltungsabsprache zwischen dem Auswärtigen Amt und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Kommission der Vermittlungsstelle

Die Vermittlungsstelle wird von einer Kommission beraten, in der folgende Institutionen vertreten sind:

  • Auswärtiges Amt (AA)
  • Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • die Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Die Kommission tritt regelmäßig zusammen. Sie nimmt den Bericht des Sekretariats über die Entwicklung der Vermittlungstätigkeit im abgelaufenen Zeitraum entgegen und gibt Empfehlungen zur weiteren inhaltlichen Gestaltung des Programms. Sie beruft einen Gutachterausschuss, der u. a. über die Förderung beantragter Kurzzeitdozenturen entscheidet.

Zielsetzung des Programms

Durch die Förderung von Kurzzeitdozenturen soll es ausländischen Hochschulen ermöglicht oder erleichtert werden, besonders qualifizierte Wissenschaftler deutscher Hochschulen zur Veranstaltung von Kursen in wissenschaftlichen Spezialgebieten oder für interdisziplinäre Zusammenhänge einzuladen; mit dem Programm soll damit zugleich die Leistungsfähigkeit der deutschen Wissenschaft im Ausland dargestellt werden. Gefördert werden insbesondere solche Dozenturen, die

  • der Fortbildung von Graduierten in Form von Kompaktkursen, Blockkursen oder Spezialkursen dienen,
  • im Verbund mit anderen Programmen des DAAD oder anderer wissenschafts- bzw. forschungsfördernder Institutionen stehen,
  • die weitere Zusammenarbeit mit ehemaligen Stipendiaten fördern,
  • der Vorbereitung, Begleitung oder Nachbetreuung einer Langzeitdozentur dienen.

Dozenturen im Undergraduate-Bereich können nur in Ausnahmefällen gefördert werden, insbesondere dann, wenn Engpässe im Lehrangebot der Gasthochschule überbrückt werden müssen.

Definition einer Kurzzeitdozentur

Eine Kurzzeitdozentur ist ein in der Regel mindestens vierwöchiger, höchstens sechsmonatiger Lehraufenthalt eines Hochschullehrers an einer staatlich anerkannten ausländischen Hochschule. Die Mindestdauer von vier Wochen kann bei Vorliegen besonderer Gründe, die gegebenenfalls schriftlich erläutert werden müssten, verkürzt werden; zwei Wochen können nicht unterschritten werden. Ausnahmen bestehen für folgende Sachverhalte: In der Musik kann in den angewandten Fächern (Instrumente, Komposition, Tanz, Schauspiel; Dirigieren etc.) eine Kurzzeitdozentur mit einer Dauer von einer Woche beantragt werden, wenn das Lehrdeputat in dieser Zeit mindestens 20 SWS beträgt. In anderen Fächern kann dies nur bei besonderen Lehrformaten (etwa Blockveranstaltungen) genehmigt werden. Hier ist mindestens ein Lehrdeputat zu erbringen, das normalerweise in zwei Wochen anfallen würde (d.h. mindestens 16 SWS). Die Dozentur soll in der Regel an einer Hochschule durchgeführt werden.

Kurzaufenthalte an einer Reihe von Hochschulen werden nicht als Kurzzeitdozentur gefördert; für die Förderung von Kongress- und Vortragsreisen ist Referat 521 im DAAD zuständig (Stipendien für Kongress- und Vortragsreisen finden Sie in der Stipendiendatenbank.) Jedoch kann die Vermittlungsstelle im Zusammenhang mit der Kurzzeitdozentur auf Antrag und unter Vorlage von Einladungen Anschlussaufenthalte an anderen Hochschulen in die Förderung einbeziehen, wenn sie ebenfalls im Interesse des wissenschaftlichen Austauschs liegen. Entsprechende Anträge sollten zusammen mit dem Hauptantrag, auf jeden Fall rechtzeitig vor der Buchung der Reise, gestellt werden.

Es ist möglich, von vornherein eine Serie von Kurzzeitdozenturen als Gesamtprojekt zu beantragen. Dies kann sinnvoll sein, wenn eine langfristige Unterstützung des Gastinstituts notwendig, der Antragsteller aber nicht für längere Zeiträume abkömmlich ist und eine von einem anderen Wissenschaftler durchgeführte Langzeitdozentur keine sinnvolle Alternative darstellt.

Der Begriff "Lehre" umfasst neben den traditionellen Formen (Vorlesung, Übung) je nach den besonderen Erfordernissen der Fachrichtung auch Anleitung zur Forschung in kleinen Gruppen, ebenso Anleitung zur Entwicklung von Curricula. Die Lehrbelastung soll acht Wochenstunden nicht unterschreiten.

Von der Gasthochschule zu erfüllende Voraussetzungen

Die Förderung setzt eine Einladung und die Stellenbeschreibung durch die Gasthochschule voraus, mit der auch das Lehrprogramm abgestimmt sein muss. Es ist erforderlich, dass sich die Gasthochschule an den Kosten der Dozentur in angemessener Weise beteiligt. Dies kann durch die Zahlung eines Honorars an den Dozenten geschehen oder durch die Gewährung von Unterkunft und/oder Verpflegung. Die Zusagen müssen in schriftlicher Form vorliegen. Interessenten werden zwecks Beratung gebeten vor Antragstellung unbedingt mit dem zuständigen Regionalreferat Kontakt aufzunehmen (Die Kontaktdaten finden Sie innerhalb der Ausschreibung). Dies gilt insbesondere für folgende Länder: USA und Kanada, Australien und weitere Industrieländer, bei denen spezielle Anforderungen in Bezug auf die Leistungen der Gasthochschule bestehen.

Förderungsumfang

Der DAAD trägt die Flug- und Fahrkosten (Economyclass; Bahn: 1. Klasse einschließlich erforderlicher Schlafwagenbenutzung; dies gilt nicht für folgende Länder: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Italien (ausgenommen südlich der Eisenbahnstrecke Rom - Pescara), Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz und Vereinigtes Köngreich); die Buchung der Flüge erfolgt ausschließlich durch das vom DAAD beauftragte Reisebüro. Der DAAD muss aufgrund der bindenden Bewilligungsbedingungen Sondertarife nutzen.

Im Flugpreis ist der Transport von 20 kg begleitetem Gepäck enthalten; im Bedarfsfall können zusätzlich die Kosten für den Transport von bis zu 50 kg unbegleitetem Gepäck vom DAAD erstattet werden. Die Kosten für die Mitnahme der erforderlichen wissenschaftlichen Ausrüstung als unbegleitetes Gepäck können auf Antrag übernommen werden. Ist die Beförderung der wissenschaftlichen Ausrüstung als Übergepäck unausweichlich, können die Kosten für den Transport von höchstens 20 kg erstattet werden.

Für die Zeit des Auslandsaufenthaltes werden tägliche Zuschüsse zu Unterkunft und Verpflegung gewährt; sie betragen je nach Land zwischen EUR 47 und EUR 188. Der Zuschuss zur Verpflegung wird bei Aufenthalt an demselben Ort vom 15. Tag an um 10 Prozent gekürzt. Auf Antrag kann vor Antritt der Reise ein Abschlag gezahlt werden.

Antragsberechtigung

Der Antrag für eine Kurzzeitdozentur wird von dem/der eingeladenen Hochschullehrer/in als Initiativbewerbung gestellt.

Die Zuwendungsbedingungen gehen davon aus, dass Kurzzeitdozenturen in aller Regel von an deutschen Hochschulen beschäftigten Wissenschaftlern wahrgenommen werden, die dazu unter Fortzahlung der Bezüge von ihren Heimathochschulen beurlaubt werden. Sie sollten in der Regel die Staatszugehörigkeit zu einem EU-Mitgliedsstaat haben.

Antragstellung und einzureichende Unterlagen

Die Antragstellung erfolgt ab sofort über das Online-Bewerbungsportal des DAAD. Vollständige Bewerbungen müssen jeweils zehn Wochen vor den Sitzungen des Gutachterausschusses eingegangen sein. Die Termine der Auswahlsitzungen sowie die Bewerbungsfristen finden Sie unter Bewerbung (Dokumente zum Download: Auswahltermine).

Der Gutachterausschuss hat die Aufgabe, die ihm vorgelegten Förderungsanträge auf ihre Validität hin zu prüfen und bei nicht ausreichender Mittelversorgung Prioritäten zu setzen.

Er benötigt deshalb Informationen zum Vorhaben sowie zur wissenschaftlichen Qualifikation und Lehrerfahrung des Antragstellers. Angaben zu den einzureichenden Bewerbungsunterlagen, die für eine sachgerechte Beurteilung notwendig sind, finden Sie unter Bewerbung (Dokumente zum Download: Hinweise für Bewerberinnen und Bewerber für Kurzzeitdozenturen).

Verfahren

Der Gutachterausschuss tritt viermal pro Jahr zusammen, um über die Förderungswürdigkeit der eingereichten Anträge zu entscheiden.

Vollständige Antragsunterlagen müssen jeweils zehn Wochen vor den Sitzungen des Gutachterausschusses beim DAAD vorliegen, um eine rechtzeitige Aufarbeitung zur Vorlage bei der nächstfolgenden Sitzung zu gewährleisten.

Förderungszusagen können in der Regel im Rahmen der für ein Haushaltsjahr zur Verfügung stehenden Mittel erteilt werden. In begründeten Ausnahmefällen kann eine durch den Fachgutachterausschuss bestätigte Kurzzeitdozentur auch auf das Folgejahr verschoben werden. Dies setzt eine erneute schriftliche Terminfestlegung durch die ausländische Gasthochschule voraus. Der Antrag sollte so rechtzeitig gestellt werden, dass nach der Sitzung ausreichend Zeit für die organisatorische Vorbereitung der Reise bleibt. Flüge sollten beispielsweise mindestens einen Monat im Voraus durch den DAAD reserviert werden (siehe "Förderungsumfang"). Wir weisen darauf hin, dass die Ausreise bzw. die Aufnahme der Tätigkeit erst nach Erhalt der Förderzusage und Erfüllung der gegebenenfalls geforderten Auflagen erfolgen darf.

Jede vom Gutachterausschuss bewilligte Kurzzeitdozentur ist Bestandteil der vielfältigen akademischen Beziehungen zwischen ausländischen und deutschen Hochschulen, deren Pflege Aufgabe des DAAD ist. Wir bemühen uns daher, die Dozenturen in Zusammenhang zu bringen mit anderen schon bestehenden Kontakten. Deshalb gehen wir von dem Einverständnis des Kurzzeitdozenten aus, dass gegebenenfalls die vom DAAD vermittelten Langzeitdozenten und Lektoren, aber auch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH entsandte Hochschullehrer und möglicherweise auch Vereine ehemaliger Stipendiaten in der Region von uns über das Lehrvorhaben unterrichtet werden.

Für Fragen und Erläuterungen zu diesen Informationen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Regionalreferaten des DAAD zur Verfügung.

Langzeitdozenturen

Die "Vermittlungsstelle für deutsche Wissenschaftler im Ausland" vermittelt und fördert lang- und kurzfristige Lehrtätigkeiten wissenschaftlicher Lehrkräfte an ausländischen Hochschulen.

Eine Langzeitdozentur ist in der Regel eine mindestens einjährige Lehrtätigkeit auf einer von einer ausländischen Hochschule eingerichteten Stelle. Vermittelte können höchstens fünf Jahre gefördert werden.

Die Kommission der Vermittlungsstelle

Die Vermittlungsstelle wird von einer Kommission beraten, in der folgende Institutionen vertreten sind:

  • Auswärtiges Amt (AA)
  • Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • die Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Die Kommission tritt einmal jährlich zusammen. Sie nimmt den Bericht des Sekretariats über die Entwicklung der Vermittlungstätigkeit im abgelaufenen Jahr entgegen und gibt Empfehlungen zur weiteren inhaltlichen Gestaltung des Programms. Sie beruft einen Gutachterausschuss.

Der Gutachterausschuss entscheidet über die Einrichtung von Langzeitdozenturen und über die persönliche und fachliche Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für Langzeitdozenturen sowie über die Förderung beantragter Kurzzeitdozenturen.

Verfahren

Die Entscheidung über die Förderung einer Langzeitdozentur setzt den Antrag einer ausländischen Hochschule voraus, die die Aufgabenstellung und Qualifikation der benötigten Lehrkraft definiert und die erforderliche Infrastruktur bereitstellt (Arbeitsplatz, ortsübliche Vergütung, Zugang zu den wissenschaftlichen und verwaltungsmäßigen Hilfsmitteln).

Für die Entscheidung, ob eine Dozentur gefördert werden soll, können wissenschaftspolitische, bildungspolitische, außenkulturpolitische und entwicklungspolitische Kriterien maßgebend sein.

Der Antrag (Formblatt: Stellenbeschreibung) soll von der ausländischen Hochschule über die deutsche Auslandsvertretung bzw. die DAAD-Außenstelle an den DAAD geleitet werden.

Der Fachgutachterausschuss der Vermittlungsstelle entscheidet über die Förderung und die Dauer der Vermittlung einschließlich möglicher Verlängerungen der beantragten Dozentur. Über die Vermittlungsstelle werden im Wege einer Ausschreibung geeignete Bewerber(innen) gesucht und dem Gutachterausschuss vorgestellt. Dieser entscheidet dann, welche(r) Kandidat(in) der Gasthochschule zur Einstellung vorgeschlagen werden soll.

Die vom Fachgutachterausschuss ausgewählte Lehrkraft wird der ausländischen Hochschule zur Anstellung vorgeschlagen. Wird deren Bewerbung von der Gasthochschule akzeptiert, so erhält sie eine Förderungszusage, mit der sich der DAAD zur Gewährung der unter Nr. 4 erläuterten Leistungen verpflichtet. Die Förderung wird zunächst für einen Zeitraum von bis zu zwei Hochschuljahren zugesagt; im allseitigen Einvernehmen kann ein Gastdozent höchstens fünf Jahre gefördert werden.

Termine:

Aufgaben

Jede vermittelte wissenschaftliche Lehrkraft hat im Rahmen der hochschulrechtlichen Bestimmungen des Gastlandes die Aufgabe, an der Gasthochschule ihr Fach in Lehre und Forschung zu vertreten. Da sie Mitglied des Lehrkörpers ist, hat sie in der Regel alle mit diesem Status verbundenen Rechte und Pflichten und kann dementsprechend auch zur Teilnahme an Gremiensitzungen und zur Übernahme von Verwaltungsaufgaben sowie von Beratungsfunktionen verpflichtet werden.

Darüber hinaus ist sie ein Ansprechpartner für die Hochschulangehörigen aller Fachrichtungen, soweit es um Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland, um Studien- und Forschungsmöglichkeiten sowie um Stipendien- und Förderungsprogramme deutscher wissenschaftsfördernder Institutionen geht. Sie sollte insbesondere im Rahmen der DAAD-Programme beratend und vermittelnd tätig werden.

Voraussetzungen

Bewerberinnen und Bewerber für Langzeitdozenturen müssen die Staatszugehörigkeit zu einem EU-Mitgliedsstaat und die in der Stellenbeschreibung geforderte fachliche Qualifikation besitzen. Sie müssen in der Regel die Qualifikation für eine Lehrtätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland haben und über Lehrerfahrungen an einer deutschen Hochschule verfügen.

Ein erhebliches sprachliches Differenzierungsvermögen im mündlichen Gebrauch der Fremdsprache ist unabdingbare Voraussetzung für einen Erfolg der Lehrtätigkeit. Die für die jeweiligen Unterrichtsaufgaben erforderlichen Sprachkenntnisse müssen vor der Ausreise erworben werden. Dabei werden Grundkenntnisse der Unterrichtssprache schon bei der Bewerbung vorausgesetzt; Ausnahmen gelten für selten gelehrte Sprachen. Eine Vertiefung der Sprachkenntnisse ist im Rahmen eines mindestens sechswöchigen Vorbereitungskurses im Institut für Auslandskunde der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) möglich.

Die Bewerberinnen und Bewerber sollen in der Regel während der letzten beiden Jahre vor der Bewerbung ihren Lebensmittelpunkt in der Bundesrepublik Deutschland gehabt haben; enge Kontakte zu einer deutschen Hochschule sind auch während der Tätigkeit im Ausland unverzichtbar.

Finanzielle Regelungen

Da die wissenschaftliche Lehrkraft mit ihrer Gasthochschule ein Dienstverhältnis eingeht, wird sie in der Regel wie ein einheimisches Mitglied des Lehrkörpers vergütet. Der DAAD zahlt zusätzlich zum Gehalt der Hochschule eine Ausgleichszulage.

Außerdem können Zuschüsse zu den Übersiedlungskosten, Schulbeihilfen, Zuschüsse zur Alters- und Hinterbliebenenversorgung sowie Kostenerstattung im Rahmen des Gesundheitsdienstes und Beihilfen in Krankheitsfällen gewährt werden. Voraussetzung für Beihilfen in Krankheitsfällen ist, dass der Dozent sich und seine Familie auf eigene Kosten ausreichend gegen Krankheit versichert. Eine Krankenversicherung mit Auslandsdeckung kann vom DAAD vermittelt werden. Dozenten an außereuropäischen Hochschulen können einen Fahrtkostenzuschuss für Heimaturlaubsreisen, für Vorstellungsreisen und zur Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen Kongressen erhalten. Auf Antrag kann nach Beendigung der Dozentur unter bestimmten Voraussetzungen für höchstens drei Monate ein Überbrückungsgeld gewährt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich um ein Rückkehrstipendium zu bewerben.

Hinweise für Angehörige des öffentlichen Dienstes

Bewerberinnen und Bewerber haben die erforderlichen dienstrechtlichen Anträge rechtzeitig auf dem Dienstweg und in Abstimmung mit dem DAAD selbst zu stellen. Der DAAD ist bereit, Urlaubsanträge bei den zuständigen Behörden zu unterstützen, wenn er hierzu ermächtigt wird.

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Stand: 22.04.2014