

Gemeinsame Abschlüsse
- ein Schlüsselelement des Europäischen Hochschulraums
Internationales Bologna-Seminar von DAAD
und HRK in Berlin
Gemeinsame Presseerklärung von DAAD und HRK
vom 20.09.2006
Die qualitative Verbesserung der Hochschulzusammenarbeit,
die Einführung von vergleichbaren
Studienabschlüssen und die Erhöhung der Zahl
mobiler Studierender im Europäischen
Hochschulraum sind Ziele des Bologna-Prozesses, dem
sich inzwischen 45 Länder in Europa
verpflichtet haben. Grenzüberschreitende Studienprogramme
mit gemeinsamen Abschlüssen (joint
degrees) sind nach Auffassung der europäischen
Bildungsminister ein entscheidender Baustein,
um diese Ziele zu erreichen. In ihrer nächsten
Bologna-Konferenz wollen sich die Minister in
London 2007 über den Stand der Entwicklungen im
Bereich der joint degrees informieren.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Deutsche
Akademische Austauschdienst (DAAD)
führen deshalb zu diesem Thema am 21. und 22.
September 2006 im Ludwig Erhard Haus
Berlin (Fasanenstr. 85, 10623 Berlin) ab 14 Uhr ein
internationales Bologna-Seminar durch, an
dem rund 150 Vertreter von Ministerien und Hochschulen
aus über 30 europäischen Ländern
teilnehmen. Die Präsidentin der HRK, Prof. Margret
Wintermantel, und der Präsident des DAAD,
Prof. Theodor Berchem, setzen sich mit der Konferenz
ein klares Ziel: „Wir halten
Studienprogramme mit gemeinsamen Abschlüssen für
einen Königsweg zu einer größeren
Durchlässigkeit der europäischen Hochschulsysteme,
zu einer engeren curricularen
Zusammenarbeit der Hochschulen und zu einer substantiellen
fachlichen und kulturellen Erfahrung
der Studierenden in Europa. Wir wollen deshalb mit
der Tagung die Weichen für eine breitere
Nutzung solcher Studiengänge stellen.“ Das
Bologna-Seminar wird deshalb noch vorhandene
Schwierigkeiten bei der Entwicklung und Durchführung
von Studienprogrammen mit gemeinsamen
Abschlüssen identifizieren sowie Lösungsvorschläge
und Empfehlungen für die Ministerkonferenz
in London erarbeiten.
Die deutschen Hochschulen haben in der Entwicklung
von Doppeldiplom-Programmen unter dem
Dach der Deutsch-Französischen Hochschule sowie
im Rahmen des DAAD-Doppeldiplom-Förderprogramms
und der Projektarbeit der HRK in Südosteuropa
bereits eine langjährige
Erfahrung. Aktuell fördert allein der DAAD 72
solcher Vorhaben. Nicht zuletzt deshalb nehmen die
deutschen Hochschulen auch am EU-Programm ERASMUS Mundus
teil, das europäische
Masterprogramme mit gemeinsamen Abschlüssen unterstützt.
Die deutschen Hochschulen
bestreiten die Hälfte aller Projekte dieses Programms.
Weitere Informationen zur Tagung und zu Studienprogrammen
mit gemeinsamen
Abschlüssen:
Dr. Siegbert Wuttig
DAAD, Leiter der
Gruppe„EU-Programme, Bologna-Prozess“
Tel.:
0228/882-349 E-mail: wuttig@daad.de
| Dr. Peter Zervakis
HRK, Projektleiter Servicestelle
Bologna
Tel.: 0228/887-190 E-mail: zervakis@hrk.de
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Abdruck gestattet, Belegexemplare erbeten.
Redaktion: Dr. Sylvia Löhken (presse@daad.de)
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