

ERASMUS-Studierendenaustausch:
Deutschland ist wichtigstes Partnerland der Türkei
DAAD-Pressemittteilung Nr. 77/2005
vom 15.12.2005
Im Hochschuljahr 2004/2005 nahm die
Türkei erstmals
am ERASMUS-Programm der Europäischen Union zur Förderung
des Studierendenaustauschs in Europa teil. Auf Anhieb
absolvierten rund 1.000 türkische Studierende ein
Teilstudium in einem der 30 anderen europäischen
Partnerländer. Am gefragtesten waren deutsche Hochschulen,
an die fast 30 Prozent (282) der Studierenden gingen.
Damit ist Deutschland europaweit mit Abstand Gastland
Nummer eins vor den Niederlanden (143), Frankreich (94)
und Italien (72).
Umgekehrt kommen die meisten der 279 ERASMUS-Gaststudierenden
in der Türkei aus Deutschland (96), den Niederlanden
(50), Frankreich (34) und Polen (21). Deutschland ist
also auch als Entsendeland wichtigster europäischer
Partner der Türkei.
Dass sich die deutsch-türkische Hochschulzusammenarbeit
im Rahmen von ERASMUS in den kommenden Jahren noch
kräftig weiterentwickeln wird, belegt das starke
Interesse deutscher Hochschulen an einem Kontaktseminar,
das der DAAD kürzlich mit deutschen und türkischen
Hochschulvertretern in Istanbul und Ankara durchführte.
Der türkischen Partneragentur des DAAD liegen
zudem bereits Anmeldezahlen für das Hochschuljahr
2005/2006 vor, die das rasch steigende Interesse türkischer
Studierender an Deutschland dokumentieren: Nahezu 900
Studierende wollen an deutschen Hochschulen studieren,
das sind mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr.
Deutschland wird dann, so die Erwartungen der türkischen
Agentur, seine Führungsrolle als Partnerland der
Türkei vor den Niederlanden (354) und Frankreich
(344) weiter ausbauen.
In der Türkei gibt es 84 Hochschulen, an denen
rund 1, 8 Mio. Studierende eingeschrieben sind. Im
Hochschuljahr 2005/2006 beteiligen sich insgesamt 79
türkische Hochschulen an ERASMUS.
Der DAAD nimmt im Auftrag des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung in Deutschland für ERASMUS
die Aufgaben einer Nationalen Agentur wahr.
Weitere Informationen:
Dr. Siegbert
Wuttig
Leiter der Gruppe EU-Programme des DAAD
Tel.: 0228/882-349
Email: wuttig@daad.de
Abdruck gestattet, Belegexemplare erbeten.
Redaktion: Dr. Sylvia Löhken (presse@daad.de)
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