

Deutschland lockt Forschernachwuchs
aus Amerika
DAAD-Pressemitteilung Nr. 55/2004 vom 21.12.2004
Die USA gelten als das ?gelobte
Land? für Studierende und Nachwuchswissenschaftler.
Dabei wird leicht übersehen, dass auch die deutschen
Hochschulen hervorragende Einstiegsmöglichkeiten
in die Forschung bieten. Dass diese auch für Studierende
aus Nordamerika von großem Interesse sind, zeigt
ein neues Programm des DAAD.
RISE - Research Internships in Science and Engineering
- bietet jungen Studierenden aus den USA und Kanada
die Möglichkeit, in den Sommermonaten gemeinsam
mit deutschen Doktorandinnen und Doktoranden der Biologie,
Chemie, Physik sowie Geo- und Ingenieurwissenschaften
an deren Promotionsthemen zu arbeiten.
Von dieser Zusammenarbeit profitierten beide Seiten:
Die deutschen Teilnehmer bekommen Unterstützung
bei ihrer Arbeit, verbessern ihre Englischkenntnisse
und lernen viel über das Leben in Nordamerika und
das dortige Hochschulsystem. Die Studierenden aus den
USA und Kanada erhalten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse
im Rahmen eines konkreten Forschungsprojektes anzuwenden.
Die gemeinsame Arbeit im Labor bietet ihnen vielfältige
Kontaktmöglichkeiten zu Deutschen und zu anderen
internationalen Gästen, so dass sie nicht nur neue
Fachkenntnisse, sondern auch wertvolle persönliche
Erfahrungen und einen Einblick in die deutsche Lebensart
mit nach Hause nehmen.
Das Programmkonzept wurde in diesem Sommer gemeinsam
mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker erstmals ausprobiert.
Zusätzliche Unterstützung wurde von namhaften
Chemie-Unternehmen geleistet, so dass die Gäste
auch einen Einblick in die industrielle Forschung und
Produktion erhielten. 23 junge Amerikaner und Kanadier
konnten nach Deutschland eingeladen werden und waren
genau wie ihre Betreuer vom Programmkonzept begeistert.
Die meisten wollen gerne wieder nach Deutschland kommen
und könnten sich gut vorstellen, hier zu studieren
oder zu arbeiten.
Der Erfolg dieses Pilotprojektes überzeugte die
Geldgeber: RISE wird durch das Transatlantik-Programm
der Bundesrepublik Deutschland aus Mitteln des European
Recovery Program (ERP) des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gefördert. Zusätzliche
Fördermittel hat der Fond der Chemischen Industrie
bereitgestellt und die Chancen stehen gut, dass weiterhin
namhafte Industrieunternehmen zu den Sponsoren zählen
werden.
Derzeit läuft - unterstützt durch die Fachgesellschaften
der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen - die
neue Ausschreibung des Programms. 75 Studierende aus
den USA und Kanada könnten dann im nächsten
Sommer "Forschung made in Germany" kennen
lernen.
Weitere Informationen zu RISE finden sich unter www.daad.de/RISE.
Abdruck gestattet, Belegexemplare erbeten.
Redaktion: Nicole Friegel (presse@daad.de)
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