

Wer sich bewegt, bewegt Europa
Das EU-Berufsbildungsprogramm Leonardo da
Vinci fördert seit 10 Jahren Praxiserfahrung in Europa
DAAD-Pressemitteilung Nr. 49/2004 vom 06.11.2004
Seit 10 Jahren fördert das EU-Berufsbildungsprogramm
Leonardo da Vinci die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
zwischen Hochschulen und Akteuren beruflicher Bildung
mit Unternehmen. Rund 45.000 (darunter rund 10.000 deutsche)
Studierende, Auszubildende, junge Arbeitnehmer und Ausbilder
"bewegt" Leonardo dabei jährlich europaweit.
Doch damit nicht genug: die Europäische Kommission
hat mit ihrem Vorschlag über eine neue Programmgeneration
im Bereich allgemeine und berufliche Bildung (2007-2013)
einen massiven Ausbau der Mobilitätsaktivitäten
gefordert. Bei einer Vervierfachung des Budgets (für
das neue Programm werden rund 13,6 Mrd. Euro veranschlagt)
sollen sich die Mobilitätszahlen verdreifachen,
allein im Hochschulbereich sollen bis 2011 in Europa
drei Millionen Studierende für einen Auslandsaufenthalt
mobilisiert werden.
Die nationalen Durchführungsstellen für das
Leonardo da Vinci-Programm, DAAD und InWEnt, nutzen
die gemeinsame diesjährige Jahrestagung (08. -
09.11.04) für eine Bilanz und einen Blick in die
Zukunft. Rund 250 Akteure aus der Hochschulbildung und
der beruflichen Bildung aus dem In- und Ausland diskutieren
die Programmperspektiven mit Vertretern der Europäischen
Kommission, des Europäischen Parlaments und dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ausdrücklich
begrüßt wird von den Teilnehmern, darunter
Partner aus Belgien, den Niederlanden, Finnland, Österreich
und der Türkei, der massive Ausbau der Mobilitätsaktivitäten.
Der Vorschlag zur neuen Programmgeneration fasst die
derzeitigen EU-Bildungsprogramme zusammen und besteht
aus vier Säulen: der Schulbildung (Comenius), der
Hochschulbildung (Erasmus), der beruflichen Bildung
(Leonardo da Vinci) und der Erwachsenenbildung (Grundtvig).
Die ehrgeizig formulierten Programmziele sollen einen
Beitrag zur Verbesserung der Qualität der Bildungssysteme
in Europa und damit letztlich zur Verwirklichung des
politischen Ziels beitragen, Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten
und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.
Auf dieses ambitionierte Ziel hatten sich die europäischen
Staats- und Regierungschefs Europas auf ihrem EU-Gipfel
im Jahr 2000 in Lissabon geeinigt.
Durch die Förderung europaweiter Bildungskooperationen
leistet Leonardo da Vinci bereits jetzt seinen Beitrag
zu diesem bildungspolitischen Ziel. Mittlerweile nehmen
31 Länder (inklusive der Türkei seit diesem
Jahr) an diesem Programm teil.
Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm der
Jahrestagung finden Sie unter:
http://eu.daad.de/leonardo/veranstaltungen/2004_jahrestagung.html
Abdruck gestattet, Belegexemplare erbeten.
Redaktion: Nicole Friegel (presse@daad.de)
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