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Europäisches Hochschulprogramm
ERASMUS MUNDUS gestartet
Bulmahn und Berchem: “Der Europäische
Hochschulraum wird im weltweiten Wettbewerb um
die besten Köpfe attraktiver”
Pressemitteilung von DAAD und BMBF am 17. 3.
2004
Die Bundesministerin für Bildung
und Forschung, Edelgard Bulmahn, und der Präsident
des DAAD, Professor Dr. Theodor Berchem, haben
das neue Programm der Europäischen Union
zur Förderung der internationalen Hochschulzusammenarbeit
und Mobilität von Studierenden, ERASMUS MUNDUS,
gemeinsam gestartet. Im Rahmen des Programms werden
europäische Masterprogramme eingerichtet,
in denen mindestens Doppeldiplome vergeben werden.
Ferner erhalten die hochqualifizierten Master-Studierenden
sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
aus aller Welt gut dotierte Stipendien. Für
ERASMUS MUNDUS stehen bis zum Jahr 2008 insgesamt
230 Millionen Euro zur Verfügung.
Bulmahn und Berchem betonten übereinstimmend:
„Der Europäische Hochschulraum wird
mit ERASMUS MUNDUS weltweit attraktiver. Dieses
Programm für die europäischen Hochschulen
ist ein hervorragendes Instrument, um sich gemeinsam
dem globalen Wettbewerb um die besten Köpfe
zu stellen“.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
und der DAAD, der in Deutschland die Aufgaben
einer nationalen Informations- und Beratungsstelle
für dieses Programm wahrnimmt, haben ERASMUS
MUNDUS am heutigen Dienstag in einer gemeinsamen
Startkonferenz in Bonn mit rund 200 Teilnehmerinnen
und Teilnehmern der Öffentlichkeit vorgestellt.
Kern des Programms sind insgesamt rund 100 Masterstudiengänge,
die von mindestens drei Hochschulen aus drei europäischen
Ländern gemeinsam angeboten werden und mindestens
mit einem Doppeldiplom abschließen. Die
Hochschulen bewerben sich im Rahmen einer Ausschreibung.
Rund 5.000 hochqualifizierte Studierende und 1.100
Gastwissenschaftler aus außereuropäischen
Drittstaaten können ein Stipendium für
die Teilnahme an diesen Masterstudiengängen
erhalten. Durch flankierendes Marketing soll ERASMUS
MUNDUS zu einem international bekannten Markenzeichen
für ein Studium auf Spitzenniveau in Europa
werden.
Bulmahn erklärte: “Ich erwarte, dass
deutsche Hochschulen in dem ERASMUS MUNDUS-Programm
eine Vorreiter-Rolle einnehmen und an etwa jedem
dritten der 100 ERASMUS MUNDUS-Masterstudiengänge
beteiligt sein werden”. Berchem regte an:
“Ausgangspunkt könnten dabei unter
anderem die vom DAAD geförderten internationalen
Masterstudiengänge mit Doppeldiplom sein”.
Bulmahn betonte: “Die deutschen Hochschulen
sind heute gut auf den internationalen Wettbewerb
vorbereitet. Das lässt sich an der wachsenden
Zahl von Studiengängen ablesen, die mit einem
international anerkannten Bachelor- oder Masterabschluss
abgeschlossen werden, aber auch dem zunehmenden
Interesse von Studierenden aus aller Welt an einem
Studium in Deutschland“. Der Anteil ausländischer
Studierender an deutschen Hochschulen hat sich
in den vergangenen fünf Jahren von 5,4 Prozent
auf
8,4 Prozent zum Wintersemester 2002/2003 erhöht.
„Mehr als 163.000 Studentinnen und Studenten
aus anderen Ländern, die sich für ein
Studium in Deutschland entschieden haben, zeigen
deutlich, dass unsere Hochschulen weltweit attraktiv
sind”, sagte die Bundesbildungsministerin.
Weitere Informationen zum ERASMUS MUNDUS-Programm
finden Sie im Internet unter http://europa.eu.int/comm/education/programmes/mundus/index_de.html
Hochschulen, die sich an dem Programm beteiligen
möchten, können sich an den Deutschen
Akademischen Austauschdienst,
Dr. Siegbert Wuttig,
Tel. 0228/882-467,
E-Mail: mundus@daad.de
wenden.
Abdruck gestattet, Belegexemplare erbeten.
Redaktion: Susanne Scheerer (presse@daad.de)
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