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Die über 250 Programme des DAAD reichen vom Auslandssemester junger Studierender bis zum mehrjährigen Promotionsstipendium, von der Studienreise bis zum Fachkurs, vom Informationsbesuch einer ausländischen Rektorendelegation bis zum Aufbau leistungsfähiger Hochschulstrukturen in Entwicklungsländern. Grundsätzlich sind die Förderprogramme des DAAD in beiden Richtungen für alle Länder der Welt und für alle Fachrichtungen offen. In einigen Fällen sind der Rahmen und das Verfahren für den Austausch in zwischenstaatlichen Kulturabkommen oder in Vereinbarungen des DAAD mit ausländischen Partnerorganisationen niedergelegt; in der Regel stehen dann auch entsprechende Angebote der anderen Seite gegenüber (z.B. Gegenstipendien, Eigenleistungen des Gastlandes, Gebührenbefreiungen).
Der DAAD hat sich auch in kontroversen Zeiten zu einer Eliten-Förderung bekannt, die rein leistungsorientiert, von unabhängigen akademischen Kommissionen abgesichert und insofern offen für jedermann ist, der diesen hohen Ansprüchen genügt. Neben den geistigen Fähigkeiten gehört dazu ein Persönlichkeitsprofil, das erwarten lässt, der Stipendiat werde der ihn fördernden Gesellschaft direkt oder indirekt etwas vom Ertrag des Stipendiums zurückgeben.
Grundsätzlich sollen die DAAD-Programme für alle Fächer und Disziplinen gleichermaßen offen stehen, allerdings werden aus aktuellen Erwägungen und von einzelnen Geldgebern Sonderprogramme für bestimmte Fachrichtungen aufgelegt. Zum Prinzip der Fächerbalance gehört für den DAAD auch ein starkes Engagement für den künstlerischen Nachwuchs in allen seinen Sparten: Mit jährlich fast 2.000 Stipendien für In- und Ausländer ist der DAAD inzwischen Deutschlands größte Förderorganisation für junge Künstler.
Bei der regionalen Verteilung seiner Programme, Mittel und Geförderten ist der DAAD um eine möglichst breite Streuung über alle Länder bemüht. Unterschiede ergeben sich aus der Nachfrage und Qualität der Bewerber, den traditionellen Hochschul- und Wissenschaftsbeziehungen zu den jeweiligen Ländern und herausragenden politisch-kulturellen Beziehungen, wie etwa zwischen Deutschland und Frankreich. Während für Ausländer die Stipendienquoten in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt als Geldgeber politisch gesetzt werden, folgen sie bei den Deutschen grundsätzlich der jeweiligen Nachfrage. Zusätzlich entwickelt der DAAD gelegentlich Sonderprogramme, um das Interesse für bestimmte Regionen zu verstärken (z.B. "Go East" oder "Sprache und Praxis in China").
Daten zu den aktuellen Programmen und die Austauschbilanz finden Sie im Jahresbericht. In unserer Stipendiendatenbank können Sie Fördermöglichkeiten für Ausländer und Deutsche recherchieren. Eine Übersicht unserer Programme von A bis Z finden Sie für die Individualförderung und die Projektförderung.