Anregungen, Kritik?

 
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Grafiken / Bilder
 
Die Darstellung im Internet hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Wurde es ursprünglich als reines Übertragungsmedium für Text(-daten) genutzt, so spielen im WWW grafische Elemente und Bilder bei der Gestaltung sowohl der Navigation als auch der Seiteninhalte eine zunehmend wichtige Rolle. Ohne sie kann man dem Anspruch an ein Corporate Design im Internet und an feste, von den Browsereinstellungen autarke Navigationsbereiche nicht gerecht werden.
 
 

 
Ladezeiten optimieren
Nach wie vor bestimmt der Grafikanteil einer Internet-Seite wesentlich deren Ladezeit (HTML-Text hingegen wird sehr schnell geladen). Und das ist nicht nur eine Geduldsfrage, sondern für viele Nutzer auch eine Kostenfrage. Jedes Byte zuviel ist bares Geld!
 
Daher ist bei der Erstellung einer Seite genau abzuwägen, wieviel grafisches Material verwendet werden kann. Zwar soll zum einen das Auge auf seine Kosten kommen und grafische Navigationsbereiche entwickelt werden können, zum anderen aber darf die Ladezeit einer Seite selbst unter ungünstigen Voraussetzungen den Nutzer nicht abschrecken.
 
Als Richtwert für eine Homepage gilt ein Wert zwischen 25 und 35 Kilobyte; dieser Wert sollte auch nicht von den anderen Seiten übertroffen werden. Bei der Annahme von idealen Übertragungsraten ergeben sich folgende Ladezeiten:
 
Modemgeschwindigkeit 25 KB 35 KB
14.400 bps 15,6 s 21,9 s
28.800 bps 7,8 s 10,9 s
56.600 bps 3,9 s 5,5 s
(getestet mit dem HTML-Editor HomeSite 3.01)
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Dekoratives Bildmaterial vermeiden
Ökonomische Seiten zeichnen sich dadurch aus, daß sie Bild- und Grafikmaterial gezielt zur Unterstützung der Information und Navigation einsetzen. Für Nutzer, die ohnehin langsame Anbindungen ans Internet haben, ist nichts ärgerlicher als ein aussageloses Bild als Ursache für die langsame Übertragung einer Seite zu entdecken.
 
Bilder werden im Internet stärker beachtet, daher sollten rein dekorative Illustrationen vermieden werden.
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Funktionalität steht im Vordergrund
Seiten, bei denen der Informations- und Servicecharakter (z.B. Homepages, Bereichseinstiegsseiten, Ein- und Ausgabemasken von Datenbanken usw.) im Vordergrund steht, sollten besonders ladefreundlich (also funktional) sein, um dem Nutzer einen möglichst schnellen Zugang zu ermöglichen. Seiten, deren Inhalte nicht wesentlich zur Informationsvermittlung beitragen (z.B. Image- oder "Vergnügungs"seiten), dürfen hingegen auch mal etwas "schwerer" sein.
 
Große Bildformate sind zu vermeiden. Sollten sie dennoch unvermeidlich sein (z.B. zwecks Darstellung von Details), sollte der Nutzer über längere Ladezeiten oder die Größe des Bildes informiert werden. Ein geeignetes Mittel, die Entscheidung über etwaige längere Ladezeiten dem Nutzer selbst zu überlassen, kann z.B. eine in den Text eingebaute Miniatur des Bildes mit einer Beschreibung sein. Erst nach dem Anklicken dieser Miniatur wird dann das Bild in voller Größe (z.B. in einem Pop-up-Fenster) geladen.
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Bildqualität optimieren
Internet-Seiten sind keine Broschüren! Grafiken und Bilder müssen grundsätzlich auf Ihre Bildschirmtauglichkeit geprüft werden. Nicht jedes für den Druck geeignete Motiv eignet sich auch für eine Bildschirmdarstellung.
 
Da im Internet die Bildauflösung wesentlich geringer ist, müssen nach dem Medientransfer Farben und Kontraste nachbearbeitet werden. Daß die Qualität eines Bildes nicht besser werden kann als die Vorlage, sollte besonders bei Scans beachtet werden.
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Zusätzlich Komprimierungsverfahren einsetzen
Den im Internet eingesetzten Bildformaten GIF und JPEG liegen unterschiedliche Komprimierungsverfahren zugrunde. Das GIF-Format liefert für Grafiken, das JPEG-Format für vierfarbige Bilder die besten Kompressionsergebnisse (Verhältnis von Bildqualität zu Speicherbedarf).
 
Beim JPEG-Format können mit Hilfe von zusätzlichen Komprimierungsprogrammen oftmals weitere Bytes eingespart werden. Der Komprimierungsfaktor muß auf jedes einzelne Bild und die Darstellungsgröße angepaßt werden, um die Darstellungsqualität - die mit der Komprimierung abnimmt - jederzeit zu kontrollieren. Dieser Aufwand ist jedoch besonders bei größeren Bildern sehr zu empfehlen.
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Der Browser-Cache sollte ausgenutzt werden
Ein WWW-Browser verwaltet standardmäßig ein Verzeichnis auf der lokalen Festplatte, in das u.a. grafische Bestandteile von Internet-Seiten temporär abgelegt werden. Beim wiederholten Laden einer bereits im sogenannten Cache gespeicherten Grafik (GIF oder JPEG) lädt der Browser diese nicht mehr über das Netz, sondern von der lokalen Festplatte, was den Ladevorgang stark beschleunigt. Daher sollten Internet-Seiten, die auf identische Grafiken und Bilder zugreifen - z.B. grafische Bestandteile der Navigation und des Corporate Designs -, diese aus einem zentralen Verzeichnis (Images-Ordner im Root-Verzeichnis) laden. So wird gewährleistet, daß beim Laden einer neuen Seite, die aber bereits schon einmal geladene grafische Bestandteile einer anderen Seite enthält, diese tatsächlich aus dem Cache geladen werden.
 
Mit der Kenntnis der Cache-Verwaltung kann die Ladezeit von Internet-Seiten eines Angebotes erheblich optimiert werden. Die Wirksamkeit des Browser-Caches nimmt zu, je länger sich ein Nutzer in einem Internet-Angebot aufhält und je häufiger er wiederkehrt.
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Navigation auch ohne Grafiken
Viele WWW-Browser ermöglichen das Ausschalten der Anzeige von Grafiken und Bildern, so daß nur noch HTML-Texte angezeigt werden. Das ermöglicht Nutzern, die nur über langsame Komponenten und Verbindungen verfügen, WWW-Seiten beschleunigt zu laden (das spart Wartezeit und Verbindungsgebühren).
 
Bei Nutzergruppen z.B. aus Ländern mit eingeschränkter Infrastruktur oder hohen Providerkosten ist davon auszugehen, daß diese Browser-Funktion genutzt wird. Es sollte daher unbedingt darauf geachtet werden, daß zumindest alle wesentlichen grafischen Navigationselemente mit einem Text versehen werden, der die Navigation auch ohne Grafiken aufrecht erhält.
 
 
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