Home « Informationen für deutsche Hochschulen « Akademischer Wiederaufbau « Stabilitätspakt Südosteuropa
Akademischer Neuaufbau Südosteuropa

Nach den verheerenden Konflikten der 90er Jahre hat der DAAD in Südosteuropa mit seinem Konzept zur nachhaltigen Stabilisierung frühzeitig auf die Reform der Hochschulen und die Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit in Lehre und Forschung gesetzt. Finanziert vom Auswärtigen Amt – ursprünglich im Rahmen des Stabilitätspakts – trägt unser Sonderprogramm "Akademischer Neuaufbau Südosteuropa" seit über zehn Jahren zur Modernisierung von Lehre und Forschung, zur Nachwuchsförderung und zur regionalen Zusammenarbeit von Hochschullehrern, Wissenschaftlern und Studierenden bei. Der bisherige Förderumfang beträgt (1999-2009): 25,7 Mio. €.
22 projektbezogene Partnerschaften von deutschen und südosteuropäischen Hochschulen wurden 2009 mit einem Programmbudget von 2,3 Mio. EUR gefördert. Im Jahr 2009 konnten im Rahmen dieser Maßnahmen 1.438 Personen gefördert werden (1.304 davon innerhalb der Region SOE). 52 Studierende/Graduierte haben 2009 an berufsbezogenen Studiengängen an einer Gasthochschule in der Region ein DAAD-Stipendium im Rahmen einer Individualförderung erhalten.

Im Sonderprogramm sind über 150 südosteuropäische und deutsche Hochschulpartner beteiligt, die entweder schon länger über Kooperationsbeziehungen verfügen, oder diese im Rahmen einer vom DAAD geförderten Vorbereitungsphase geknüpft haben. An allen Kooperationsprojekten sind jeweils mehrere südosteuropäische Partnerhochschulen beteiligt, so dass regionale akademische Netzwerke entstehen, in denen Wissenschaftler, Hochschullehrer und Studierende über ihr fachliches Interesse zusammenfinden und gemeinsame Vorhaben verwirklichen. Die Projektaktivitäten sollen überwiegend nicht in Deutschland, sondern in der Region stattfinden. Die Förderung erfolgt über Zuwendungsverträge mit den Projektleitern.
Zu den im Rahmen der Kooperationen durchgeführten Maßnahmen gehören:
Das Fördervolumen pro Antrag liegt üblicherweise, je nach Größe des Projekts, zwischen 15.000 und 100.000,- €.
Zusätzlich unterstützt der DAAD die Projektpartner dabei, attraktive Studiengänge in Südosteuropa grenzüberschreitend zu öffnen und regionale Kompetenzzentren zu etablieren. Für diese Zentren gewährt der DAAD Sur-Place-Stipendien für Studierende/Graduierte aus dem jeweiligen Standort-Land und Drittlandstipendien für Studierende/Graduierte aus den übrigen Kernländern. Ergänzend können Forschungsaufenthalte und studienbegleitende Praktika in Deutschland absolviert werden.
Des Weiteren erhöhen die Kooperationsaktivitäten der Netzwerke den Bedarf an individuellen Studien- und Forschungsstipendien, die der DAAD zusätzlich zu seinen regionalen Programmen auch im Rahmen des "Akademischen Neuaufbau Südosteuropa" an Studierende und Graduierte für Aufenthalte an deutschen Hochschulen vergibt.
Die hohe fachliche Qualität der Projekte und ihre positive Wirkung im Rahmen der Hochschulkooperation in und mit Südosteuropa wurde in mehreren Evaluierungen der Jahre 2006 - 2009 eindrucksvoll bestätigt. Nach Evaluierungen mehrerer Projekte im Bereich der Ingenieurwissenschaften wurden im Jahr 2008/09 Netzwerkprojekte im Bereich der Medizin und Public Health evaluiert. Für 2010 ist die Evaluierung eines Projekts im Bereich "Soziale Arbeit" geplant.
... der DAAD-Individualförderprogramme
Stand: 2010-07-29