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Durch das Programm soll die Zusammenarbeit deutscher Hochschulen mit irakischen Universitäten im Rahmen der deutsch-irakischen Strategischen Akademischen Partnerschaft intensiviert werden.
Fernziel der Strategischen Akademischen Partnerschaft ist die Gründung der Deutsch-Irakischen Universität (DIU), die in naher Zukunft zunächst an ausgewählten Fachbereichen deutscher Hochschulen entstehen soll. Der Findungsprozess für die Festlegung der Disziplinen der einzelnen Fachbereiche ist nicht abgeschlossen. Er wird im Dialog mit den Hochschulen im Rahmen dieses Programms erfolgen. Die Fachbereiche werden in den Irak transferiert, sobald es die Sicherheitslage erlaubt.
Anlässlich der ersten Irakreise eines deutschen Außenministers seit 22 Jahren hat der DAAD am 17. Februar 2009 mit dem irakischen Bildungs- und Forschungsministerium eine Vereinbarung über eine Strategische Akademische Partnerschaft unterzeichnet. Diese Partnerschaft sieht ein Bündel von Fördermaßnahmen vor, das den akademischen Wiederaufbau des Irak unterstützen soll. Der Text der Vereinbarung ist unter www.daad.de/irak abrufbar.
Bei der Umsetzung des Konzepts wird der DAAD auf Alumni-Kontakte und bestehende deutsch-irakische Zusammenarbeit im Hochschulbereich zurückgreifen und darüber hinaus neue Kooperationen anregen und unterstützen.
Angesichts der derzeit noch instabilen Sicherheitslage im Irak versteht es sich von selbst, dass die meisten Maßnahmen an Hochschulen in Deutschland stattfinden werden. Es ist freilich nicht ausgeschlossen, dass schon jetzt vereinzelt Vorhaben im Irak, z.B. in der Region Kurdistan, unterstützt werden können.
Zielgruppen der Ausschreibung sind deutsche Hochschulen, die Interesse an einer nachhaltigen Zusammenarbeit mit irakischen Partnern haben und möglichst schon über Kontakte in das Land oder die Region verfügen.
Antragsberechtigt sind Institute und Fachbereiche an deutschen Hochschulen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen.
Ausgehend von den Bedürfnissen im Irak und den bereits bestehenden Kontakten sind insbesondere Anträge aus folgenden Bereichen willkommen:
Erwartet werden schlüssige Konzepte, die zu einem sichtbaren Neuaufbau akademischer Strukturen im Irak beitragen können. Antragsteller sollten die Bereitschaft haben, für ihren Fachbereich als Koordinator und Ansprechpartner der in Zukunft zu gründenden deutsch-irakischen Hochschule zu fungieren. Es ist vorgesehen, dass alle Maßnahmen mit einem irakischen Partner zu realisieren sind. Es ist wünschenswert, aber nicht Voraussetzung, dass bereits Kontakte zu einer irakischen Partnereinrichtung bestehen.
Im Rahmen eines Maßnahmenpakets können alle Formen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in Deutschland oder im Irak gefördert werden. Die jeweils geltenden Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes sind zu beachten. Förderbare Maßnahmen sind beispielsweise:
Zudem können und sollen eigens konzipierte Qualifizierungsprogramme für irakischen Nachwuchswissenschaftler sowie für Fach- und Führungskräfte (vor allem im Kontext von Hochschulmanagement) entwickelt und gefördert werden.
Des weiteren können angemessene Personal- und Sachkosten für die Leitung- und Koordination der Maßnahmen übernommen werden. Diese sollten nicht mehr als 15 % der Gesamtsumme der Förderung ausmachen.
Gefördert werden Anträge für Maßnahmenpakete im Umfang von bis zu 350.000,- EUR pro Jahr und deutscher Hochschule für einen Förderzeitraum von zunächst drei Jahren. Nach dieser Zeit wird die Förderung evaluiert und kann verlängert werden. Die jährlichen Zuwendungen stehen unter dem Vorbehalt der Bereitstellung von Mitteln durch das Auswärtige Amt.
Es wird ein zweistufiges Antragsverfahren durchgeführt: Zunächst können interessierte Hochschulen oder deren Einrichtungen eine Interessensbekundung beim DAAD einreichen. Diese Interessensbekundung soll aus einer Projektskizze mit grober Kostenplanung bestehen. Insbesondere sollte die Expertise der Hochschule in dem vorgesehenen Fachgebiet, die bisherige Kooperation mit dem Irak und die geplanten Maßnahmen inklusive eines Arbeits- und Zeitplans dargestellt werden (insgesamt max. 4 Seiten). Ein Ansprechpartner sollte für mögliche Rückfragen benannt werden. Die Interessensbekundungen werden von einer Gutachterkommission bewertet. Eine begrenzte Anzahl von Interessenten wird anschließend zur Abgabe eines Vollantrags aufgefordert.
Die vollständigen Unterlagen für die Interessenbekundung müssen spätestens am 13. Mai 2009 beim DAAD, Gruppe 44, Arbeitsbereich Irak, Kennedyallee 50, 53175 Bonn vorliegen.
Vollanträge sind nur nach Aufforderung bis spätestens 22. Juni 2009 über das DAAD Portal https://portal.daad.de einzureichen. Bis Ende Juli 2009 wird eine abschließende Auswahlsitzung über die Vollanträge befinden und die Ergebnisse bekannt geben. Im August werden Zuwendungsverträge mit den Hochschulen geschlossen.
Ab 15. August 2009 kann mit der Umsetzung von Maßnahmen begonnen werden.
Der beantragte Maßnahmenkatalog sollte geeignet sein, die Zusammenarbeit deutscher Hochschulen mit irakischen Universitäten im Rahmen der deutsch-irakischen Strategischen Akademischen Partnerschaft zeitnah, mit nachhaltigen Maßnahmen zu unterstützen, frühere Hochschulkontakte wiederzubeleben und neue anzubahnen.
Es ist erwünscht, dass bereits in diesem Jahr Maßnahmen substantieller Art anlaufen.
Lars Gerold, Leiter des Arbeitsbereichs Irak in der Gruppe 44, gerold<at>daad.de, Tel. 0228 / 882-8618, Fax 0228 / 882-9-8618. Eine Beratung vor Antragstellung wird empfohlen.
Stand: 2009-06-04