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Kooperationsprojekt der Universität Bamberg (Lehrstuhl für Iranistik) mit der Shahid Beheshti University in Teheran/Iran (Abteilung für Deutsche Sprache und Literatur)
Das Projekt stellt den Übersetzungsprozess als reflektierte interkulturelle Kommunikation ins Zentrum verschiedener deutsch-persischer und persisch-deutscher Übersetzungsaktivitäten. In drei aufeinanderfolgenden Jahren sollen von den Studierenden jeweils in die eigene Muttersprache als Zielsprache 1. eine Kurzgeschichte, 2. Reiseberichte übersetzt und 3. ein Kurzfilm untertitelt werden. Jedes Projekt besteht aus einer Vorbereitungsphase, in der Übersetzungen erstellt werden, sowie einer gemeinsamen Überarbeitungs- und Diskussionsphase im Anschluss. Das geplante Projekt legt den Schwerpunkt auf das Übersetzen als vielfältig reflektierten interkulturellen Kommunikationsprozess am Beispiel des Sprachpaares Persisch und Deutsch. Nicht nur das fertige Produkt ist geeignet, Einblicke in die andere Kultur zu verschaffen, sondern die detaillierte, von übersetzungswissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden geleitete Auseinandersetzung mit den Texten ermöglicht auch eine lebendige und intensive Erfahrung des Kulturkontakts. Nachdem im ersten Projektjahr der Schwerpunkt auf der Übersetzung von Kurzgeschichten lag, steht 2011 eine historische Textgattung im Mittelpunkt: deutsche und persische Reiseberichte im jeweils anderen Land. Der Übersetzungsprozess wird begleitet von übersetzungswissenschaftlichen sowie literaturtheoretischen Veranstaltungen, die von Gastdozenten an den Partnerinstitutionen angeboten werden.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Birgitt Hoffmann, Universität Bamberg
Literaturprojekt der Universität Bamberg und der Ain Shams University/Kairo
Das Projekt "Formen und Funktionen deutscher und arabischer Kinderliteratur" dient der interdisziplinären Erforschung der beiden Literaturen und deren Vergleich, wobei Schwerpunkte auf den Themen Geschichte, Religion und Narratologie liegen werden. Die Partner des Hochschuldialogs sind die Professur für Arabistik an der Universität Bamberg sowie die Germanistikabteilung der Sprachenfakultät (al-Alsun) der Ain-Shams-Universität in Kairo/Ägypten. Im Zeitraum von drei Jahren sollen Lehrende und Studierende sich zunächst mit der Rolle der Geschichte, den Brüchen und Kontinuitäten in ausgewählten Werken der arabischen und deutschen Kinderliteratur beschäftigen. Ebenso wie im Folgeprojekt, das die Funktion der Religion in beiden Literaturen untersucht, wird den didaktischen Ansätzen besondere Aufmerksamkeit zuteil. Die Ergebnisse dieser beiden Teilprojekte sollen dann im dritten und letzten Abschnitt mit narratologischen Methoden analysiert und verglichen werden. Der unmittelbare Austausch mit den Dialogpartnern in Seminaren und Workshops kann und soll sich im Sinne des interdisziplinären Ansatzes um Perspektiven erweitern, die sich aus der Entwicklung der Teilprojekte ergeben. Begleitet wird das Projekt von einem Rahmenprogramm aus arabistischen und germanistischen Veranstaltungen, die von Gastdozenten angeboten werden, aber auch von Bibliotheks- und Museumsbesuchen sowie Lesungen von Kinderbuchautor/Innen.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Lale Behzadi, Universität Bamberg
Ingenieurwissenschaftliches Kooperationsprojekt der Technischen Universität Berlin mit der Al-Balqa`Applied University in Jordanien, der Universität Aleppo in Syrien, der Universität Damaskus in Syrien und der Sfax Universität in Tunesien
Wasser ist in den arabischen Ländern zunehmend eine knappe Ressource. Dieser Umstand wird durch den starken Bevölkerungszuwachs in der Region und die Klimaerwärmung in den nächsten Jahrzehnten weiter an Bedeutung gewinnen. Um Wasser bewirtschaften zu können, muss man den gesamten Wasserkreislauf verstehen. Das Programm zielt darauf ab, durch angewandte Projekte in den Zielländern eine geländeorientierte und Anlagenpraxis bezogene Ausbildung aufzubauen. Durch Teamarbeit sollen alle Bereiche des Wasserkreislaufs berücksichtigt werden und eine optimierte Bewirtschaftung des Wassers erlernt werden. Ziel des Projektes ist es, ein Deutsch-Arabisches Netzwerk unter Studenten, Wissenschaftlern und Lehrenden aufzubauen. In Sommerschulen und auf Seminaren vor Ort werden theoretische Grundlagen gelegt und in Gruppenarbeit diskutiert und angewandt. Es werden Workshops organisiert. Die hierfür notwendige Internetplattform ist eingerichtet und wird bereits genutzt. Sie dient allen Teilnehmern als Kommunikationsgrundlage und als Briefkasten für den Austausch von Projektzwischen- und Endergebnissen. 2011 ist ein Einführungskurs in Homs/Syrien geplant, der das Fachwissen intensivieren soll. In der zweiten Projektphase kommen die Teilnehmer nach Deutschland um ihre Ergebnisse vorzustellen. Außerdem werden sie eine größere Besichtigungstour zu kulturellen und wasserwirtschaftlich bedeutenden Lokalitäten unternehmen.
www.hydrogeologie.tu-berlin.de
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Uwe Tröger, TU Berlin
Kooperationsprojekt zwischen der Ruhr-Universität Bochum (Seminar für Orientalistik und Islamwissenschaften), der Universität Sana’a und dem Yemen Language Centre/Yemen College of Middle Eastern Studies
Das Hauptziel des Projektes liegt in der Erprobung neuer Wege im fachlichen und kulturellen Austausch zwischen einer deutschen und einer arabischen akademischen Institution. Dazu sollen insbesondere gemeinsame akademische Fragestellungen sowie methodische und didaktische Standards als Basis gemeinsamer Forschungen entwickelt werden. Im Detail geht es beispielsweise um die Internationalisierung der Lehre zur arabischen Geschichte und Zeitgeschichte, die Erprobung von Lehrformen des geistes- und sozialwissenschaftlichen akademischen Unterrichts, hochschuldidaktisches Training für jemenitische Dozenten, die Verbesserung der fremdsprachlichen Kompetenzen der Studierenden, die Förderung des Auslandsstudiums für jemenitische Studentinnen etc. 2010 lagen die Schwerpunkte des Studenten- und Dozentenaustausches in der Ausarbeitung und Konkretisierung der thematischen Zusammenarbeit und in der Entwicklung eines gemeinsamen Studien- und Lehrprogramms im Bereich Frühislam und Islamisches Mittelalter. 2011 steht die Entwicklung von M.A.-Projekten der deutschen und jemenitischen Studierenden mit gemeinsamem Workshop im Vordergrund.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Stefan Reichmuth, Universität Bochum
Städtebauliches Kooperationsprojekt zwischen der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der University of Aleppo, der University of Baghdad, der American University of Beirut, der University of Cairo und der University of Damascus
Ziel des Kooperationsverbundes der Universitäten Aleppo, Bagdad, Beirut, Kairo, Damaskus und Cottbus ist der intensive fachliche Austausch und die Zusammenarbeit auf der Ebene von Masterstudenten und der Lehrenden in den Fachrichtungen Architektur und Stadtplanung. Im Rahmen der Projektlaufzeit wird der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit sukzessive intensiviert. Ziel ist eine nachhaltig wirksame, strukturell geordnete und institutionell verankerte multilaterale Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern. Hierzu gehören auch die Vereinbarung von Doppelabschlüssen sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Masterstudiengangs zur Erhaltung historischer Stadtquartiere. Der seit 2003 aufgebaute Projektverbund wird durch das Vorhaben strukturiert weiterentwickelt und institutionell nachhaltig verankert. Wesentliche Projektbausteine sind jährlich durchzuführende Workshops an wechselnden Universitätsstandorten. Dokumentationen, Ausstellungen, Publikationen und Forschungsprojekte werden im Rahmen der Workshopdurchführung gemeinsam erarbeitet. Die wichtigsten Projektbausteine für 2011 sind eine Konferenz zur Gründung des kooperativen Masterstudienganges Anfang Juni in Kairo, ein Städtebauworkshop an der BTU Cottbus im September 2011 sowie der Start des Austausches von Masterstudenten für jeweils ein Semester zwischen den beteiligten Universitäten ab Wintersemester 2011/12.
http://www.tu-cottbus.de/projekte/de/middle-east-cooperation/
Projektverantwortlicher: Prof. Dipl.-Ing. Heinz Nagler, Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Kooperationsprojekt zwischen der Folkwang Universität der Künste und der Drama Academy Ramallah, Palästinensische Gebiete
Hintergrund dieses Austauschprojektes ist die zunächst auf 3 Jahre angelegte Partnerschaft der Folkwang Universität der Künste mit der neu gegründeten Drama Academy in Ramallah, der ersten professionellen Schauspielschule mit akademischer Ausbildung in den Palästinensischen Gebieten. 2010 wurde das klassische Stück Antigone von Sophokles in Deutschland und Palästina zeitgleich produziert. Die Ensembles setzten sich aus den Studierenden der jeweiligen Schauspielschule zusammen. Die erarbeiteten Aufführungen wurden, unmittelbar aufeinanderfolgend, in beiden Ländern mit arabischen bzw. deutschen Übertiteln öffentlich gezeigt und diskutiert. Anlässlich der Aufführungen wurden in Ramallah und Bochum jeweils 2 gemeinsame Workshops mit den palästinensischen und deutschen Studierenden durchgeführt. In diesen Workshops wurden die jeweiligen Konzeptionen der Inszenierungen gegenübergestellt bzw. verglichen und die Gültigkeit der Hauptthemen des Werkes (Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft, Befehlsnotstand, Frauenbild u.a.) für die Gegenwart untersucht. Daneben wurden praktische Erfahrungen bei der Erarbeitung der Inszenierungen ausgetauscht, Improvisationen durchgeführt und die Bedeutung des Maskenspiels analysiert. Für 2011 steht das Thema "Sommernachtstraum" auf dem Programm. Auch diesmal werden neben den Aufführungen in beiden Ländern Workshops, Referate und Diskussionen durchgeführt.
Projektverantwortlicher: Prof. Johannes Klaus, Folkwang Universität der Künste
Kooperationsprojekt zwischen der Universität Freiburg und der Universitas Gadjah Mada (UGM) Yogykarta/Indonesien
Das beantragte Projekt geht von einer erfolgreichen Kooperation ethnologischer Institute der Gadjah Mada Universität in Yogyakarta und der Albert-Ludwigs Universität in Freiburg aus, in deren Rahmen indonesische und deutsche Studierende seit 2004 in Tandems gemeinsame Lehrforschungen in Indonesien und Deutschland durchgeführt haben. Darauf aufbauend soll nun eine interdisziplinäre Kooperation etabliert werden, welches die Fächer Ethnologie und Politikwissenschaft, die Universitäten in Yogyakarta und Freiburg und neben Studierenden eine größere Zahl von DozentInnen/NachwuchswissenschaftlerInnen umfasst. Geplant ist, dass die Studierenden in Tandems alternierend in Deutschland und Indonesien zu ausgewählten Aspekten von Kultur und Politik forschen, wobei sie durch DozentInnen aus beiden Ländern betreut werden. Die indonesischen NachwuchswissenschaftlerInnen sollen zudem in Freiburg in diverse Aktivitäten des Südostasienschwerpunktes einbezogen werden, insbesondere im Bereich des Methodentrainings. Das Ziel des Projektes liegt darin, ein neuartiges Modell der dichten Zusammenarbeit zu etablieren, welches künftig auch auf andere Kooperationsprojekte übertragen werden kann.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Judith Schlehe, Universität Freiburg
Kooperationsprojekt zwischen der Universität Freiburg (Abt. für Psychosomatische Medizin) und der Isfahan University (Faculty for Medical Sciences and Health), Iran
In fast allen Ländern der Welt spielen aufgrund des wachsenden Austausches von Wissen und der erhöhten Mobilität Fragen der kulturellen Identität eine maßgebliche Rolle. In diesem Projekt werden Erfahrungen mit kulturellen Unterschieden in der Erkennung, im Umgang und in der Behandlung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten in Deutschland und im Iran erarbeitet. Das Projekt gliedert sich in drei Stränge: Zuerst werden unterschiedliche Aspekte des Schwerpunktthemas "Globalisierung und Gesundheit" in 2-wöchigen Sommerschulen behandelt. Diese dienen der Vertiefung der sozialen Kontakte zwischen deutschen und iranischen Ärzt(inn)en und Medizinstudent(inn)en. So fand im September 2010 die erste Sommerschule in Deutschland statt. Im zweiten Projektstrang wird Student(inn)en und Wissenschaftler(inne)n die Möglichkeit zu einem Forschungsaufenthalt im jeweils anderen Land gegeben. Im dritten Projektstrang wird ein Curriculum entwickelt, das auf eine Verbesserung der kommunikativen Kompetenz von Ärztinnen und Ärzten abzielt. In diesem Zusammenhang fand im Mai 2010 ein erster Workshop in Isfahan statt, an dem ca. 35 Ärzte und Psycholog(inn)en teilnahmen. In einem wechselseitigen Austauschprozess soll das in Deutschland entwickelte Curriculum in einem interaktiven Prozess an die spezifischen kulturellen Gegebenheiten im Iran angepasst werden. Dabei wird insbesondere den normativen, religiösen und kulturspezifischen Besonderheiten der medizinischen Versorgung im Iran Rechung getragen. 2011 sind zwei Workshops (im April und im Oktober in Isfahan) und eine Sommerschule (ebenfalls in Isfahan) im Juli geplant. Außerdem wird der 2010 ausgefallene Herbstworkshop während der deutsch-iranischen Konferenz über Psychosomatische Medizin (22.-24. Mai) nachgeholt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Carl-Eduard Scheidt, Universität Freiburg
Kooperationsprojekt zwischen der Universität Hamburg, der Universität Teheran/Iran und der Universität Hamadan/Iran
Die beantragte Kooperation verfolgt das Ziel, mehrere zum Teil seit Jahren bestehende Arbeitsbeziehungen im Bereich der iranischen Sprachwissenschaft mit drei iranischen Universitäten zu bündeln und zu vertiefen und dadurch eine neue Qualität von Austauschbeziehungen in Forschung und Lehre zu erreichen. Zentral zum Erreichen dieser Ziele sind regelmäßig stattfindende Sommerschulen und Workshops, bei denen intensiver wissenschaftlicher Austausch stattfindet. Außerdem soll dabei mit Hilfe eines Tutoren- und Mentorensystems die Grundlage für eine Vermittlung aktueller sprachwissenschaftlicher Methoden in den Iran gelegt werden. Bei den Sommerschulen in Hamburg kommen Wissenschaftler und Studierende aus Iran und Deutschland zusammen. Dabei soll den Iranern und den Deutschen Raum und Zeit für wissenschaftliche Erfahrungen und für außergewöhnliche menschliche Begegnungen gegeben werden. Die iranischen Teilnehmer werden als Multiplikatoren die Erfahrung dieser kulturübergreifenden Begegnungen in den Iran transportieren. Neben der Methodendiskussion soll auch ein Technologie- und Quellentransfer stattfinden: Die iranischen Teilnehmer erproben mit den deutschen Partnern Techniken der Dokumentationslinguistik; und der Projektkoordinator erstellt ein digitales Archiv zu Quellen des Frühjüdischpersischen, das für die Linguisten Irans seit langem ein großes Desiderat darstellt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Ludwig Paul, Universität Hamburg
Kooperationsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit der Tehran University of Medical Science (TUMS) und der Tehran University – School of Engineering, Iran
Das bereits 2009 begonnene Projekt "Facility Management für Gesundheitseinrichtungen - Einführung eines neuen Managementsystems im Iran", zielt darauf ab, die bisher bestehenden Kontakte und das aufgebaute Netzwerk durch gemeinsames Arbeiten und Forschen zu intensivieren und durch dialogorientierte Kooperationsprojekte zu fördern. Diese sind zum einen der Aufbau des ersten FM-Masterstudiengangs im Iran zum anderen die Etablierung eines deutsch-iranischen FM-Kompetenzzentrums, welches Plattform und Schnittstelle für Wissenschaft und Wirtschaft, Anlaufstelle für Nachwuchs und Interessierte wie auch Kontaktstelle für Internationale Aktivitäten sein soll. In die Lehre, die sehr praxisorientiert ausgelegt ist, werden von Beginn an als Forschungsobjekte "Krankenhäuser" integriert, was durch die Unterstützung der Medizinischen Universität Teheran geschieht, die drei ihrer Lehrkrankenhäuser als Pilotobjekte zur Verfügung stellt. Hierbei wird neben der interdisziplinären Durchmischung der Studierenden (Medizin/ Ingenieurwesen) auch auf die Interkulturalität der Teams (Deutsch/ Persisch) geachtet. Langfristig soll dabei sowohl die Lehre als auch die Forschung dieses neuen Fachbereichs im Iran seinen Platz finden und Raum und Möglichkeiten für fachlichen Austausch zwischen Studierenden, Nachwuchswissenschaftlern/-innen, Forschern/-innen und Hochschullehrern/-innen aus Deutschland und dem Iran geschaffen werden. Diesem Netzwerk sollen sich langfristig auch weitere Forschungseinrichtungen und Interessenten aus den Projektländern, aber auch Drittstaaten (z.B. Nachbarländer des Iran, Arabische Staaten, etc.) anschließen können. Für 2011 sind neben der Auftaktveranstaltung in Teheran zwei Sommerschulen in Deutschland sowie eine FM-Konferenz und die Eröffnung des Deutsch-Iranischen FM-Kompetenzzentrums in Teheran geplant.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Dipl. Wi.-Ing. Kunibert Lennerts (KIT)
Sozialpädagogisches Kooperationsprojekt zwischen der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, der Bethlehem University/Palästina und der Philadephia University/Jordanien
Service Learning ist ein aus den USA stammender Ansatz gesellschaftlichen Engagements und wissenschaftlicher Reflexion an Hochschulen, der zunehmend auch auf anderen Kontinenten und speziell in Deutschland rezipiert wird. In diesem Projekt soll der Ansatz des Service Learning in den Fachbereichen der Sozialen Arbeit ("Social Sciences") aufgegriffen werden. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Gesellschaft in den Blick der Hochschullehre, -forschung und -ausbildung zu rücken, den zukünftigen Sozialarbeiter/innen Handwerkszeug für wissenschaftliche Reflexion von Praxiserfahrungen an die Hand zu geben und die dafür notwendige Hochschuldidaktik curricular an den beteiligten Hochschulen fest zu verankern. Die Dozenten/innen der beteiligten Hochschulen werden an zwei gemeinsamen Fortbildungen zu Service Learning teilnehmen (eine in Bethlehem und Amman, eine in Köln). Die insgesamt 28 Studierenden werden bei Praxisstellen im Gastland mit Partnerstudierenden ("twinning system") hospitieren und gemeinsam die Erfahrungen nach dem Ansatz des Service-Learning und des Critical Thinking reflektieren. Nachdem im ersten Projektjahr 2010 eine Einführung in den Ansatz "Service Learning and Critical Thinking" erfolgreich durchgeführt und erste Erfahrungen in der Umsetzung gemacht wurden, geht es 2011 um die Implementierung des Ansatzes an den beteiligten Hochschulen mit dem Ziel der nachhaltigen Verankerung im Curriculum der Hochschulen. Als neuer zusätzlicher Kooperationspartner konnte die Philadelphia University in Amman/Jordanien hinzugewonnen werden.
http://www.katho-nrw.de/koeln/internationales/aktivitaeten/bethlehem/
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Josef Freise, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Projekt zur Förderung des sprachlichen und kulturellen Austausches zwischen der Universität Leipzig (Orientalisches Institut), der Ain Shams University in Kairo, der Ecole Supérieure Roi Fahd de Traduction in Tanger, der German-Jordanian University und der Sana´a University im Jemen
Als "Übersetzer in Aktion" soll den aus verschiedenen Kulturkreisen stammenden Studenten und den sie betreuenden Lehrkräften eine Plattform des Kennenlernens und des Verstehens geboten werden, um somit den Grundstein für einen nachhaltigen kulturellen Austausch zu legen. Ein sehr wichtiges Anliegen bei dieser Kooperation sind die Vernetzung und die Vertiefung des Dialogs mit der arabischen Welt einerseits und des innerarabischen Dialogs andererseits. Jährlich finden dazu zweiwöchige Übersetzungs-Workshops jeweils in Leipzig sowie in einer der arabischen Partneruniversitäten statt. Die Studenten, sollen in der partnerschaftlichen Übersetzungsarbeit die eigene Sprachkompetenz trainieren und ihre Kenntnisse über die anderen Kulturen erweitern. In Rahmenveranstaltungen wie Lesungen und Fachvorträgen wird das Thema Übersetzung einem interessierten Publikum vermittelt. 2009 eröffnete Tanger/Marokko die Runde. 2010 fanden die zweiwöchigen Workshops im Juli in Leipzig und im Oktober in Kairo statt. 2011 sollen Texte aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zum Gegenstand der Übersetzung während der Workshops werden, welche in Leipzig (Juli) und in Amman/Jordanien (Oktober) stattfinden. Außerdem werden sechs Stipendiaten für zwei Monate an der Partneruniversität in Amman studieren.
http://www.uebersetzer-in-aktion.de/
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Eckehard Schulz, Universität Leipzig
Kooperationsprojekt in den Fachbereichen Informatik der Philipps-Universität Marburg, der TU Darmstadt, des Institut Superieur d´Informatique et Multimedia de Sfax und der Ecole Nationale d´Ingénieurs de Sfax in Tunesien sowie der marokkanischen Universität Mohammed V. in Rabat
Das Projekt zielt darauf ab, eine Kooperation mit den tunesischen und marokkanischen Partnern in Lehre und Forschung bezüglich des Themas "Verteilte service-orientierte Systeme" zu etablieren. Einerseits werden die arabischen Partner bei der Modernisierung von Master- und Promotionsprogrammen durch die beteiligten deutschen Professoren und durch die gemeinsame Betreuung von Studenten und Doktoranden unterstützt. Andererseits wird gemeinsam an Forschungsfragen gearbeitet, um Methoden und Werkzeuge für die Entwicklung von verteilten service-orientierten Systemen und die Zuverlässigkeit, Robustheit und Dienstgüte in solchen Systemen zu verbessern. Zur Förderung des fachlichen und interkulturellen Dialogs zwischen den deutschen, tunesischen und marokkanischen Informatikern wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt: Im April 2009 fand ein mehrtägiger Workshop in Sousse/Tunesien statt, im September 2009 wurde eine gemeinsame Summer School in Gammarth/Tunesien mit internationalen Referenten aus Forschung und Wirtschaft umgesetzt. Im Mai 2010 fand eine Spring School in Fez/Marokko statt, zu der ebenfalls externe Vortragende aus Forschung und Industrie eingeladen wurden. Im Oktober 2010 gab ein Workshop in Marrakesch/Marokko den Partnern die Möglichkeit, ihre neusten Arbeiten vorzustellen und somit die Zusammenarbeit intensiv weiterzuführen. Ebenso wurden wissenschaftliche Gastaufenhalte von Professoren, Doktoranden und Masterstudierenden beider Seiten durchgeführt. Für 2011 ist im April eine Spring School in Marrakesch/Marokko geplant, ebenso wie der Workshop im Herbst 2011 (in Tunesien). Auch erhalten marokkanische und tunesische Master-Studierende und Doktoranden die Möglichkeit zum mehrmonatigen Studienaufenthalt an den beiden deutschen Universitäten und werden gemeinsam betreut. Lehrveranstaltungen werden in Kooperation der Projektverantwortlichen konzipiert.
http://www.uni-marburg.de/fb12/verteilte_systeme/forschung/daad
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Bernd Freisleben, Universität Marburg
Dialogfördernde Kooperation im Bereich der Stadtplanung zwischen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen-Geislingen und der syrischen Damaskus Universität
Das Projekt ist ein gemeinsames Studienprojekt deutscher und syrischer Studierender der Fachrichtungen Stadtplanung und Architektur, das sich mit der Fragestellung beschäftigt, inwiefern die interkulturelle Auseinandersetzung mit wesentlichen Entwicklungsstadien der arabisch/islamischen und der europäischen Stadt zur Lösung aktueller Fragestellungen in der Stadtentwicklung in beiden Kulturkreisen dienen kann. Auf der Grundlage der Erfahrungen vor Ort in Syrien und Deutschland werden neue Ansätze in der nachhaltigen Stadtentwicklung aufgegriffen und weiterentwickelt. Dabei geht es insbesondere um die Frage des effizienten Einsatzes begrenzter Mittel und die Ermittlung von denjenigen Verbesserungsmaßnahmen, die unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen zu besten Erfolgen in der Stabilisierung der Siedlungen und nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Bewohner führen. Im März 2009 trafen in Damaskus die Studierenden der beiden Partneruniversitäten zusammen, um anhand eines Studienprojekts zur städtebaulichen Entwicklung der Bereiche um die vier nördlichen Tore der Altstadt von Damaskus die doch sehr unterschiedlichen Herangehensweisen an das Städtebauliche Entwerfen in einem gemeinsamen Projekt zusammen zu führen. Im September konnte dann der gemeinsame Austausch in Nürtingen fortgesetzt werden, wobei die Erfahrungen in Damaskus um einige Projekte aktueller Stadterneuerung in Deutschland erweitert werden konnten. Aufbauend auf den Erfahrungen des ersten Jahres fand im März 2010 ein zweiter Workshop zum öffentlichen Raum in der Altstadt in Damaskus statt, der im Herbst in Nürtingen fortgesetzt wurde. Auch für 2011 sind wieder Studienexkursionen, gemeinsame Projekte vor Ort und gemeinsame Reisen durch Syrien und Deutschland geplant.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Siegfried Gaß, HfWU in Nürtingen-Geislingen
Kooperationsprojekt zwischen der Universität Rostock (Fakultät für Informatik und Elektrotechnik) und der University of Tehran (School of Electrical and Computer Engineering)
Ein großer Teil (teilweise bis zu 60%) der iranischen Studierenden in ingenieurwissenschaftlichen Fächern sind Frauen, die aber trotz ihres hohen persönlichen und fachlichen Potenzials nur selten die Möglichkeit erhalten, ihre wissenschaftliche Entwicklung durch Teilnahme an Konferenzen, Sommerschulen und ähnlichen Aktivitäten außerhalb Irans international zu gestalten. Ziel des 2010 gestarteten Projekts ist es, iranischen Studentinnen aus den Ingenieurwissenschaften zu ermöglichen, mit deutschen Studierenden und Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten, um sowohl aktuelle fachliche Fragen gemeinsam zu bearbeiten als auch die bei interkultureller Zusammenarbeit auftretenden interkulturellen Prozesse zu reflektieren. Besonderes Anliegen ist es, dass die Studierenden in einem Zeitraum von bis zu 8 Monaten ihre Masterarbeit an der Universität Rostock unter Betreuung eines Professorenpaares aus dem Universität Teheran und der Universität Rostock durchführen können. Zu weiteren gesellschaftlichen, sozialen und interkulturellen Maßnahmen gehören in 2011 u.a. ein Blockseminar an der Universität Teheran im März 2011, sowie ein kommunikationswissenschaftliches Seminar zusammen mit deutschen Studierenden im Sommersemester 2011. Daneben ist geplant, sich mit Programmpunkten in andere Veranstaltungen einzuklinken, etwa das Sommerfest der Fakultät.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr.-Ing. Djamshid Tavangarian, Universität Rostock
Kooperationsprojekt zwischen der Universität Tübingen, dem Center for Strategic Studies an der University of Jordan in Amman und der American University in Cairo sowie der Cairo University
Das Projekt eröffnet einen wissenschaftlich eingebetteten interkulturellen Dialog über Frieden und Sicherheit, Wohlfahrt und Entwicklung als politische Kernwerte zur kulturellen Verständigung zwischen Arabern und Deutschen. Somit stellt bereits die fachdisziplinäre Projektarbeit einen integralen Bestandteil des Kulturdialogs selbst dar. Diese Werte konstituieren eine gemeinsame Grundlage für das Wohl von Staaten und ihren Bürgern. Durch die Diskussion der Bedingungen von Frieden und Sicherheit auf der einen und Wohlfahrt und Entwicklung andererseits sollen mögliche Divergenzen aufgelöst werden, die durch unterschiedliche Blickwinkel auf diese gemeinsamen Ziele erwachsen. Dadurch kommt es - über die fachliche Ebene hinaus - zu interkultureller Verständigung und wechselseitigem Lernen. Außerdem ist auch das Konzept "Kulturdialog" als solches konkreter Reflexionsgegenstand des Projekts in all seinen Komponenten. Das Projekt stützt sich auf drei Kooperationspfeiler: Institutionalisierter Austausch junger Wissenschaftler : Junge Akademiker arbeiten institutionell in das jeweilige Umfeld integriert als Gastwissenschaftler an den Partnerinstitutionen, inklusive der Option, dort Lehrveranstaltungen anzubieten. Hierdurch wird an allen Partnerinstitutionen ein Austausch über Lehr- und Forschungskulturen erreicht. Bildung von Studierendennetzwerken : Studierende belegen projektbezogene Lehrmodule an Partnereinrichtungen und werden dabei von ihresgleichen betreut. Dadurch entstehen interkulturelle, jahrgangsübergreifende und nachhaltige Netzwerke von Studierenden und künftigen Entscheidungsträgern. Gemeinsames Lehren und Lernen : Arabische und deutsche Dozenten konzipieren gemeinsame Lehrveranstaltungen, an denen ihre jeweiligen Studierenden teilnehmen. Dies beinhaltet gemeinsame Blockseminare zu Beginn und Ende des Semesters, während derer die Studierenden sich persönlich kennenlernen und die Kursinhalte erarbeiten. Zudem stehen sie während des Semesters über eine Onlineplattform in Kontakt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Oliver Schlumberger, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Kooperationsprojekt zwischen der Universität Vechta und der Al Azhar Universität Kairo
Das Ahlan-Kooperationsprojekt zwischen der Al Azhar Universität Kairo und der Universität Vechta fördert den Kulturdialog und die Zusammenarbeit im Gebiet der Kulturwissenschaften. An der Al Azhar Universität Kairo wird ein Masterstudiengang "Kulturelle Studien (auf Deutsch)" in Beratung mit dem Masterstudiengang "Kultureller Wandel" an der Universität Vechta aufgebaut; die kooperative Durchführung und Weiterentwicklung der Studiengänge wird durch bilaterale Vereinbarungen zur gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und zum Studierendenaustausch verstetigt. Zur Entwicklung des Kulturdialogs sowie nachhaltiger Arbeitspartnerschaften werden Workshops und Tagungen durchgeführt, die insbesondere der Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses in den Kulturwissenschaften dienen. Die Mobilität der Studierenden zwischen den Partneruniversitäten wird durch Studienreisen und Kulturwissenschaftliche Sommerschulen gefördert; weitere Gruppenaustauschprogramme werden aufgebaut. Die in den miteinander verknüpften Projektfeldern gemachten Erfahrungen im Bereich des Kulturdialogs sowie der Innovation der Lehre in den Kulturwissenschaften werden kontinuierlich ausgewertet und dokumentiert; eine Begleitforschung wird aufgebaut. Die Projektergebnisse werden an KollegInnen anderer Universitäten – besonders auch im arabischen Raum - bzw. in die zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeiten vermittelt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Markus Fauser, Universität Vechta
Kooperationsprojekt zwischen der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Damascus University/Syrien, der University of Jordan/Jordanien und der American University Beirut/Libanon.
In den halbtrockenen und trockenen Gebieten der arabischen und nordafrikanischen Regionen leidet die Landnutzung unter den unfruchtbaren und ertragsarmen Bedingungen. Insbesondere das permanente Defizit an Wasser limitiert die landwirtschaftliche Produktion, führt zu Mindererträgen und/oder Ertragsausfällen. "Conservation Agriculture"(CA) bietet eine elementare Möglichkeit mit den natürlichen Ressourcen sorgsam zu haushalten, ein nachhaltiges Anbausystem zu realisieren und Nahrungsknappheit und Desertifikation entgegen zu wirken. "Conservation Agriculture" gewinnt aus diesen Gründen weltweit zunehmend an Akzeptanz. Bei der Umsetzung von CA in Arabischen Regionen als eine Alternative zu herkömmlichen Bewirtschaftungsmethoden bedarf es jedoch einer Anpassung an die jeweiligen Rahmenbedingungen. Das Ziel des Projekts ist die Unterstützung in der Übergangsphase von konventioneller zu nachhaltiger, wassersparender Landwirtschaft ("Conservation Agriculture - CA") mittels aufeinander abgestimmter Maßnahmen in Bildung, Training, Forschung, Anbau und Bewirtschaftung, um den Wissenstransfer von der akademischen zur Produktionsebene zu garantieren. Das Projekt etabliert ein regionales Netzwerk um CA zu fördern. Die Aktivitäten umfassen u.a. Workshops, Summer Schools und Feldstudien. So fand beispielsweise im Juli 2010 ein Workshop in Damaskus und eine Sommerschule in Weihenstephan/Triesdorf statt. Zusätzlich sieht das Projekt die regionale Einführung eines Master of Science "CA" – in den Partneruniversitäten - vor. Internationale Workshops und eine Sommerschule werden dieses Jahr ebenfalls wieder durchgeführt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Ulrich Groß, FH Weihenstephan-Triesdorf
Projekt zwischen der RWTH Aachen (Institut für Biologie I, Lehr- und Forschungsgebiet Ökologie des Bodens), der Universität Damaskus, der Al-Baath Universität in Homs und der Tishreen Universität in Latakia, Syrien
2009-2010 wurde der Zusammenschluss der Partnerhochschulen gefördert, um fachlich unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung der Lehr- und Forschungsbedingungen in den Fachbereichen Chemie, Medizin und Biowissenschaften in syrischen Lehreinrichtungen auszurichten, von denen Studierende, Nachwuchswissenschaftler und etablierte Wissenschaftler nachhaltig profitieren sollten. Die Kooperation verlief auf verschiedenen Ebenen, angefangen bei der Organisation von Seminaren und Lehreinheiten bis hin zum speziellen Support bei Fragen zu analytischen Methoden und molekularbiologischen Techniken. So sollte eine fundierte Basis für die wissenschaftliche Zusammenarbeit geschaffen und der kulturelle Austausch auch fächerübergreifend vertieft werden. Die Aktivitäten des Programms konzentrierten sich 2009 auf eine dreiwöchige Sommerschule mit syrischen Studierenden im August in Aachen. Außerdem reisten zehn RWTH-Nachwuchswissenschaftler in Begleitung der Projektvertreterinnen an die drei syrischen Partneruniversitäten, um dort Seminare zu besuchen, Labore und Anlagen zu besichtigen und die Umweltverschmutzung am Orontes-Fluss zu diskutieren. Schließlich hatten vier junge syrische Wissenschaftler während eines vierwöchigen Aufenthalts Gelegenheit, moderne Geräte für chemische Analytik im Institut für Hygiene und Umweltmedizin zu nutzen. 2010 fanden Kurse an syrischen Universitäten statt. Dabei sollte die Gruppenarbeit mit deutschen Studierenden als Tutoren den Dialog mit den syrischen Studierenden fördern. Außerdem kamen syrische Studierende für einige Wochen an die RWTH Aachen, um in Kleingruppenarbeit ihre Forschungsthemen zu vertiefen und gleichzeitig Kontakt mit deutschen Studierenden zu knüpfen.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Priefer, RWTH Aachen
Künstlerisches Dokumentarfilmprojekt der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam – Babelsberg (Studiengänge Kamera und Ton) mit der Kunsthochschule Sooreh University in Teheran
Gemischte Filmteams aus deutschen und iranischen Studenten drehten gemeinsam im Iran und in Deutschland dokumentarische Kurzfilme, wobei jeweils Regisseure aus dem "fremden" Land federführend waren. Beteiligt waren Regie-, Kamera-, Montage-, Ton- und Produktionsstudenten von beiden Hochschulen. 2008 wurden unter dem Titel "Arbeiter" Porträts von Menschen mit identischen Berufen in beiden Ländern gedreht und aus den vier gewählten Berufsbildern acht Filme erstellt. Ziel des Projekts war es, durch künstlerisches Schaffen Toleranz und Verständnis für die jeweils andere Kultur zu entwickeln. Technologisch wurde die Produktion mit einer kosteneffezienten hochauflösenden digitalen Kamera- und Aufzeichnungstechnik realisiert, die eine Postproduktion und Auswertung auch für Kinoformate ermöglicht. Im April 2009 wurden Kurzfilme während den Tagen der Auswärtigen Kulturpolitik des Auswärtigen Amtes in der Temporären Kunsthalle Berlin präsentiert.
Projektverantwortlicher: Prof. Michael Hammon, HFF Babelsberg
Kooperationsprojekt der TU Berlin (Fakultät Planen Bauen Umwelt) mit Partnerinstitutionen in der MENA-Region
Das erfolgreich gegründete internationale Netzwerk "Middle Eastern North African Sustainable Habitat Development Association", kurz MENASHDA, vernetzt Hochschulen regional und fächerübergreifend mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, staatlichen Institutionen, NGOs und Wirtschaftspartnern in zunächst sechs Ländern der MENA-Region. Dadurch entstand die Möglichkeit, konkrete Maßnahmen zur Förderung der nachhaltigen Gestaltung von Lebensräumen in der Zielregion umzusetzen und dort eine stabile Managementstruktur aufzubauen. In der Projektarbeit wurden z.B. fachliches und strukturelles Wissen sowie Erfahrungen in Lehre, Forschung und Planung untereinander ausgetauscht, optimiert und darüber hinaus verschiedenen Zielgruppen über geeignete Instrumente zur Verfügung gestellt. Vor Auslaufen der Förderung wurde MENASHDA in Form eines internationalen Vereins institutionalisiert, um weiterhin viele Vorhaben in einer Süd-Süd-Nord Partnerschaftsstruktur umsetzen zu können.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Rudolf Schäfer, TU Berlin
Musikalisches Projekt der Universität Bonn (Collegium musicum) mit dem Edward Said National Conservatory of Music in Palästina
Die Ziele des Projekts, den Aufbau eines palästinensischen Jugendorchesters zu unterstützen und durch gemeinsames Musizieren mit Mitgliedern des Collegium musicums Bonn den Musikern die Begegnung mit einer fremden Musikkultur zu ermöglichen, wurden sehr erfolgreich umgesetzt. Während der Förderung fanden mehrfach gemeinsame Proben europäischer und arabischer Musikstücke und anschließende Konzerte von deutschen und palästinensischen Musikstudenten in Ramallah, Jerusalem, Haifa, Amman und Damaskus statt. Den deutschen Studierenden konnte so die Erarbeitung arabischer Musik und das Erleben der fremden und schwierigen Lebensumstände der palästinensischen Studierenden vor Ort vermittelt werden. Parallel dazu wurde die sich Aufbau befindliche Ausbildungsstruktur der palästinensischen Musiker unterstützt und schließlich der Projektleiter 2009 eingeladen, an der Entwicklung eines Musikstudiums in Palästina mitzuwirken. Bevor die Projektförderung Mitte 2009 auslief, wurde das gemischte Orchester Anfang 2009 zu einem sinfonischen Konzert im Rahmen des Frühlingskulturfestes nach Bahrain eingeladen.
http://ncm.birzeit.edu/new/page.php?page=jerusalemChildrenOrchestra
Projektverantwortlicher: AMD Walter Mik, Collegium musicum der Universität Bonn
Partnerschaftliche Zusammenarbeit der Technischen Universität Braunschweig (Institut für Ökologische Chemie und Abfallanalytik) und des Prince Faisal Dead Sea Research Center der Mutah University in Karak, Jordanien
Zur Förderung des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit führten die Projektverantwortlichen über den wissenschaftlichen Kontext hinaus einen deutsch-jordanischen Dialog zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser. Um den gegenseitigen Austausch durch Wissenstransfer anzuregen und dem Partnerland Zugang zu neuen Technologien zu ermöglichen, wurde gemeinsam in Jordanien ein Versuchfeld angelegt, auf dem verschiedene Pflanzen mit Wasser unterschiedlicher Qualität einschließlich Abwasser bewässert werden und durch moderne Behandlungsmethoden die Wasserhaltekapazität des Bodens optimiert wird. In Trainingsprogrammen und Workshops erarbeiteten die deutschen und die jordanischen Studierenden und Wissenschaftler kooperativ Methoden und Verfahren zur Analyse des Versuchfeldes und zum nachhaltigen Umgang mit der knappen Ressource Wasser im Nahen Osten erarbeiten.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Müfit Bahadir, TU Braunschweig
Kooperationsprojekt der Technischen Universität Braunschweig (Institut für Nachrichtentechnik) mit der Universität Sfax (Ecole Nationale d’Ingénieurs de Sfax) und der Universität Tunis (Ecole Nationale d’Ingénieurs de Tunis) im Bereich der Erkennungstechnologien zur arabischen Sprache
Ziel des Projekts war die Vorbereitung und Begleitung der Projektpartner auf dem Weg in die Informationsgesellschaft. Dafür wurden Methoden und Werkzeuge im Bereich der Erkennungstechnologie, speziell zur Erkennung der arabischen Schrift und Sprache, gemeinsam erarbeitet und erstellt. Neben der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und dem Praxisbezug wurde auch die Kompetenz, in kulturell gemischten Gruppen an einem umfangreichen Projekt zu arbeiten, vermittelt. An dem im März 2009 gemeinsam mit den tunesischen Partnern organisierten dreitägigen Workshop in Sousse, Tunesien, konnten neben drei Projektvertretern auch 4 deutsche Studierende teilnehmen. Im Sommer/Herbst 2009 hielten sich dann insgesamt 7 Studentinnen und Studenten und Mitarbeiter aus Tunesien jeweils ein bis drei Monate am Institut in Braunschweig auf, um Forschungsarbeiten zur Handschrifterkennung durchzuführen. Ein weiterer Workshop fand im März 2010 statt, bei dem die im Rahmen des Projektes erzielten Ergebnisse präsentiert wurden. Außerdem konnten Vorbereitungen für weitere Kooperationen auf den Weg gebracht werden.
Projektverantwortlicher: Dr. Volker Märgner, TU Braunschweig
Vernetzung von Raumplanern aus Nahost (TU Dortmund, Birzeit University/Palästina, GJU/Jordanien, Dohuk University, Sulaimani University und Erbil University/Nord-Irak)
In dem gemeinsamen Projekt der TU Dortmund (Fakultät Raumplanung) mit verschiedenen Planungsfakultäten in Jordanien, Palästina und Nord-Irak wurde ein "Planning Network Middle East" etabliert, das allen Partnern ermöglicht, auch nach der Projektlaufzeit in Forschung und Lehre zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen. Im Rahmen des interkulturellen Dialogprojektes wurden die Gesetzmäßigkeiten von historischen Städten und ihre Chancen für eine nachhaltige Entwicklung und Revitalisierung untersucht. In dieser vergleichenden Studie wurden die historischen Städte Madaba (Jordanien), Birzeit (Palästina) und Amedia (Nord-Irak) untersucht, Potentiale einer zukünftigen Entwicklung identifiziert und Vorschläge zu Aktivierungsstrategien entwickelt. Das Projekt stützt sich auf die inhaltliche Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden zu einem aktuellen Forschungsthema sowie auf zahlreiche Netzwerkaktivitäten, um den aktiven und kontinuierlichen Austausch von Studierenden und Lehrenden als "Dialog vor Ort" zu sichern. Ein wichtiges Ergebnis des Dialog-Projektes ist der im Wintersemester 2009/2010 von der TU Dortmund mit initiierte Masterstudiengang "Spatial Planning" in der GJU in Amman. Weitere Höhepunkte waren im Februar 2009 der zweitägige Workshop "Integrierte, nachhaltige Entwicklung historischer Stadtkerne" in Amman/Jordanien sowie im Juni ein einwöchiger Workshop zu demselben Thema in Dortmund. Die Abschlussveranstaltung fand schließlich im Rahmen eines Symposiums im Herbst wieder in Amman statt. Die Ergebnisse und die interkulturellen Arbeitsmethoden wurden in einer Publikation dokumentiert.
http://www.raumplanung.uni-dortmund.de/irpud/networkmiddleeast
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Christa Reicher, TU Dortmund
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Dialogprojekt der Universität Erlangen (Institut für Politische Wissenschaft) mit der Universität Damaskus
Durch die Einbindung von Dozent(inn)en der Partneruniversität in eigens konzipierte Lehr- und Vortragsveranstaltungen und den Austausch von Studierenden in beide Richtungen, jeweils verbunden mit Sprachkursen, Besuch von Seminaren und Praktika, wurden die Kenntnisse der Studierenden über Politik, Zeitgeschichte, Wirtschaft, Sprache und Geographie der Partnerregion entwickelt und erweitert. Außerdem wurde durch diese Zusammenarbeit der Masterstudiengang "Politik- und Sozialwissenschaften, Schwerpunkt Europa und die arabische Welt", dessen Abschluss in Erlangen anerkannt ist, an der Universität Damaskus eingeführt.
Projektverantwortlicher: Prof. Thomas Philipp, PhD, Universität Erlangen
Forschungsinstitut Senckenberg (Abteilung Marine Zoologie/Ichthyologie), Universität Frankfurt, University of Tehran, Marine Science Station in Aqaba, Jordanien, American University of Beirut, Libanon, Sana’a University, Jemen
Die Projektbeteiligten bauten gemeinsam ein Netzwerk in Forschung, Lehre und Naturschutz zur Stärkung der wissenschaftlichen Grundlagen im Bereich Biodiversität auf und setzten sich für die Erhaltung der einzigartigen Artenvielfalt im Mittleren Osten ein. Dazu wurden Feldforschungen und Exkursionen im Jemen und im Iran, teilweise auch im Rahmen von Dissertationen, durchgeführt, und gemeinsam ein auf die Region zugeschnittenes Curriculum entwickelt und getestet. Ein Biodiversitäts-Kongress, der 2008 in Jordanien stattfand, diente den Forschern gleichermaßen als Plattform für fachlichen Austausch und als Vernetzungsmöglichkeit. Nach Auslaufen der Initialförderung durch den DAAD kommt die Grundfinanzierung des Netzwerks jetzt aus der Region, und der Hauptstützpunkt wird rotierend an einer Hochschule im Nahen Osten sein, zunächst an der AUB.
http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=3970
Projektverantwortlicher: Dr. Friedhelm Krupp, Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt
Kooperationsprojekt der Universität Freiburg (Institut für Physische Geographie, Institut für Kulturgeographie) mit dem Libyan Studies Centre in Tripolis, Libyen
Zu den Zielen dieses Projekts gehörten die gemeinsame Erforschung von Karawanenwegen und -handel im 19. Jh. in Libyen, die Erstellung eines historisch-geographischen Atlas der Karawanenwege sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs als langfristige Kooperation der beteiligten Institutionen. Nach zeitweiligen Erschwernissen konnten 2009 gemeinsame Geländearbeiten zur Erkundung der Karawanenwege in Libyen sowie das Blockseminar "Fernerkundung und GIS" und "Internet und WebGIS" durchgeführt werden.
http://www.locuslibya.de/unsere-projekte/kawwil-karawanenwege-in-libyen/
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Universität Freiburg
Kooperation der Universität Göttingen (Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft) mit der Université Muhammad V Souissi (Institut des Etudes Africaines), in Rabat, Marokko
Das Projekt verfolgte das Ziel, gemeinsam marokkanische und deutsche (Nachwuchs)wissenschaftler/innen zu betreuen und feste, wissenschaftliche Beziehungen zwischen beiden Institutionen zu etablieren. Jährlich organisierte Sommerschulen in Göttingen oder Rabat boten den MagistrandInnen und DoktorandInnen Einblicke in die zivilgesellschaftlichen Strukturen des Partnerlandes, eine vergleichende Perspektive mit dem Iran sowie Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsweisen und methodischen Ansätze der PartnerInnen. Langfristig soll ein gemeinsamer Studiengang oder ein Graduiertenkolleg entwickelt werden.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Irene Schneider, Universität Göttingen
Forstwissenschaftsprojekt der Universität Göttingen (Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie), des Göttinger Büsgen Instituts (Abteilung Molekulare Holzbiotechnologie und technische Mykologie), der Universität Manzandaran und des Research Institute of Forests and Rangelands im Iran
Ziel des Projektes war, ein deutsch-iranisches Netzwerk zu schaffen, in dem nachhaltige Forstmanagementkonzepte zur Sicherung der inländischen Rohholzversorgung entwickelt werden, um so vornehmlich die Wiederaufforstung erdbeben-geschädigter Gebiete durch schnell wachsende Baumarten zu unterstützen. Darüber hinaus wurde im Austausch der Bestand des Nationalbotanischen Gartens in Teheran und des Forstbotanischen Gartens in Göttingen ausgebaut. Im Rahmen der Förderung wurden kontinuierlich Forschungsreisen von iranischen und deutschen Professoren, Wissenschaftlern und Juniorwissenschaftlern in das jeweilige Partnerland unterstützt. Den beteiligten Studierenden und Wissenschaftlern eröffnete sich so die Möglichkeit, aktiv an den Forschungsprojekten mitzuarbeiten und neue Eindrücke und Wissen zu sammeln. Im Laufe der Förderung wurden zudem Artikel in Fachzeitschriften und wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Alireza Kharazipour, Universität Göttingen
Kooperatives Projekt der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universität Sana´a im Jemen
Mit diesem Projekt sollte die Kinderchirurgie als eigenständige Disziplin im Jemen etabliert werden, um nachhaltig die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Kindern zu verbessern. Der erste Schritt war die Schaffung eines Lehrstuhls für Kinderchirurgie und die Weiterbildung jemenitischer Chirurgen und des Pflegepersonals über regelmäßigen personellen Austausch im Rahmen der Hochschulkooperation. Auch fand ein Mitarbeiter- und Studentenaustausch zwischen der MHH und der Universität Sana’a statt. Das Fach Kinderchirurgie wurde Ausbildungsfach der Medizinischen Fakultät der Universität Sanaá. Außerdem wurden die jemenitischen Ärzte mit arabischen Kollegen vernetzt. Parallel zum DAAD-Projekt wurde vom jemenitischen Staat eine Kinderklinik gebaut, das erste Zentrum für Kinderchirurgie im gesamten Jemen. Ein für November 2009 geplanter kinderchirurgischer Kongress wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt und soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Claus Petersen, Medizinische Hochschule Hannover
Projekt der TU Ilmenau (Institut für Physik) und der Université Ferhat Abbas in Sétif, Algerien, unter partiellem Einbezug der Universität Jena und der Université Jijel, Algerien.
Nach 20 Jahren Unterbrechung konnten die thüringisch-algerischen Hochschulbeziehungen wiederbelebt werden und sich zu einer stabilen Kooperation zwischen den beteiligten Universitäten entwickeln. Das Ziel des Projekts war die Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs mit Fokus auf verschiedene Schlüsseltechnologien in den Bereichen Physik, Elektronik, Optik und Werkstoffwissenschaften. Der Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerhochschulen sollte eine Verbesserung der Industrie und des Hochschulwesens in Deutschland und Algerien anregen. Zwei Masterstudiengänge zur Solartechnik wurden gemeinsam von den Projektverantwortlichen entwickelt: "Energie Solaire" an der algerischen Universität und "Photovoltaik" an der TU Ilmenau. 2008 fand die erste deutsch-algerische internationale Konferenz "New Technologies and their Impact on Society" in Algerien statt. Auch nach der DAAD-Förderung profitieren die Studierenden und Wissenschaftler vom regen Forschungs- und Studienaustausch.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Gerhard Gobsch, TU Ilmenau
Kooperation der TU Ilmenau (Fakultät für Maschinenbau) mit der Teichrin Universität Lattakia und der Al-Baath Universität Homs in Syrien
Die verantwortlichen Wissenschaftler unterstützten die Weiterentwicklung und Verbesserung von Lehre und Forschung an den syrischen Partnerhochschulen, indem neue Ausbildungsinhalte zur Qualitätssicherung und Prüftechnik in die Curricula der Fakultäten für Maschinenbau und Elektrotechnik integriert wurden. Bereits vor Ablauf der Förderung konnte so der Studiengang "Qualitätsmanagement und Prüftechnik" an beiden syrischen Partneruniversitäten etabliert werden. Zu den Maßnahmen dieser Kooperation zählen auch die Weiterbildung syrischer Dozenten und die Betreuung der Studenten bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten. Die syrischen Projektpartner wollen den Bereich Qualitätsmanagement auch in andere Fachgebiete (u. a. Medizin und Bauwesen) übertragen.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Gerhard Linß, TU Ilmenau
Dialogprojekt der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Köln (Sozialwesen) mit der Universität Bethlehem, Palästina.
In diesem Projekt wurde der Austausch der Studierenden durch gemeinsame Fortbildungen, Studien- und Forschungsprojekte sowie Konferenzen und Publikationen zu Themen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik ermöglicht. Indem die Studierenden auch gemeinsam soziale Einrichtungen im Partnerland besuchten, bekamen sie vertiefte Einblicke in die soziale Problematik, bspw. von Flüchtlingen in Palästina oder Migranten in Deutschland, und in die jeweiligen Ansätze der Sozialarbeit. Die beiden Begegnungstreffen "Partizipation in der von Vielfalt geprägten Gesellschaft", die 2009 in Deutschland und den Palästinensischen Gebieten stattfanden, sollten den Dialog der verschiedenen Kulturen intensivieren und weiter ausbauen.
http://www.katho-nrw.de/koeln/internationales/aktivitaeten/bethlehem /
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Josef Freise, Köln KatHO
Wissenschaftliche Partnerschaft zwischen der TU München (Lehrstuhl und Versuchsanstalt für Wasserbau und Wasserwirtschaft) und der Jordan University of Science and Technology (JUST) in Irbid
Die Ziele des Projekts lagen in der Verbesserung der Lehre im Bereich Wasserbau und Wasserwirtschaft an der JUST und in der Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftler/innen. Dabei ermöglichten die Workshops und Summer Schools sowie die Gastaufenthalte an der jeweiligen Partnerhochschule zugleich Wissenstransfer und Kulturaustausch zwischen den deutschen und jordanischen Studierenden. Jedes Jahr wurde ein internationaler Workshop durchgeführt, im Oktober 2008 zum Thema "Water Resources in the Middle East" in Irbid.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Peter Rutschmann, TU München
Künstlerisches Dialogprojekt der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig mit der Helwan University in Kairo, der Damascus University, der Lebanese University und al-Balqa University in Jordanien
Die Zusammenarbeit von Kunststudierenden und der Austausch von Studierenden und Mitarbeitern der Universitäten eröffneten neue Perspektiven jenseits bestehender Wahrnehmungen. Bei gemeinsamen Workshops wurden Brücken zwischen Orient und Okzident und unter den arabischen Partnern gebaut sowie ein tieferes Verständnis füreinander erreicht. Die Kooperationserfahrungen haben gezeigt, dass grundlegende Unterschiede im Bildungssystem, kulturelle Gewohnheiten und unterschiedliche künstlerische Verständnisse von allen Teilnehmern die Bereitschaft zu Selbstreflektion und Akzeptanz von Unterschieden erfordern, welche aber wiederum bereichernd für die künstlerische Produktion sein konnten.
http://www.hiwar-fanni.de/eurient/index.asp
Projektverantwortliche: Prof. Fritz Best; Prof. Rayan Abdullah, HGB Leipzig
Theaterpädagogisches Dialogprojekt der FH Osnabrück (Institut für Theaterpädagogik) mit der Universität Tarbiat Modares (Abteilung Theater) in Teheran
Ziel der Kooperation war es, den bereits seit dem Jahr 2007 bestehenden wissenschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Dialog weiter zu festigen und durch das gemeinsame Erproben und Präsentieren von Theaterstücken weiter auszubauen. Durch die Kooperation konnten Studierende und Lehrende beider Institute ihr Wissen über die jeweils anderen künstlerischen und didaktischen Arbeitsweisen in Lehre und Studium der Theaterpädagogik vertiefen. Die Studenten 2009 beteiligten sich mit einer gemeinschaftlichen erarbeiteten Theaterproduktion an internationalen Theaterfestivals in Osnabrück und Teheran. Zudem unterstützte die FH Osnabrück den Aufbau eines ersten theaterpädagogischen Studienangebots im Iran.
http://www.kug.fh-osnabrueck.de/
http://www.modares.ac.ir/enpage/systems/index
Projektverantwortlicher: Andreas Poppe, FH Osnabrück
Gemeinsames Projekt der Bergischen Universität Wuppertal (Bauingenieurwesen) und der Isfahan University of Technology (Industrial Engineering)
In einer der risikoreichsten Erdbebenzonen der Welt mit stark wachsender Bevölkerung löst "Erdbebensicherer Wohnungsbau" zwei Hauptprobleme des Landes auf einen Schlag: Wohnungsmangel und Arbeitslosigkeit. In Deutschland wiederum sind junge Bauingenieure mit interkultureller Erfahrung und Auslandskontakten gefragt, da deutsche Firmen kompetente Mitarbeiter für Exportaufträge suchen. Im Studium wurde das Fachwissen praxisnah in kulturell gemischten Teams vermittelt und gleichzeitig ein Netzwerk geknüpft. In jährlichen Sommerschulen wurde gemeinsam an erdbebensichern Modellgebäude in Stahlfachwerk/Lehm-Bauweise gebaut. Neben dem Joint Bachelor Studiengang Bauingenieurwesen wurden 2009 Verträge über Joint Master- und Joint PhD-Studiengänge unterzeichnet. Zum Wintersemester 2009/2010 konnten iranische und deutsche Studierende unter vier neuen deutschsprachigen Masterstudiengängen wählen: "Planen - Bauen - Betreiben", "Verkehrswirtschaftsingenieurwesen", "Qualitätsingenieurwesen" und "Sicherheitstechnik". Sechs Doktoranden sind bereits am Joint PhD Programm beteiligt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Georg Pegels, Bergische Universität Wuppertal
Stand: 2011-03-02