Promotion an Hochschulen in Deutschland (PHD)
Der DAAD und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) führen aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung seit dem Jahr 2001 das Förderprogramm "Promotion an Hochschulen in Deutschland" durch. Mit dem Programm soll die Umsetzung der entsprechenden Empfehlungen des Wissenschaftsrats und der Hochschulrektorenkonferenz zur Reform der Doktorandenausbildung gefördert werden. Die Mittel dienen dem Aufbau von stukturierten Doktorandenprogrammen, sog. Internationalen Promotions-Programmen zur Stärkung der Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit von Promotionen in Deutschland. Sie sollen dort angesiedelt werden, wo bereits heraus-ragende Forschungsstrukturen bestehen, und sollen in ihrem Ansatz und ihrer thematischen Breite Promovenden an Fakultäten und Fachbereichen möglichst flächendeckend erreichen. Die Internationalen Promotions-Programme sollen
- die Promotion an deutschen Universitäten durch eine klare Strukturierung attraktiver machen, indem sie
- an Zentren exzellenter Forschung angesiedelt werden;
- eine gute Betreuung und Begleitung mit deutlich festgeschriebener institutioneller Verantwortung der Hochschule für die Promovierenden garantieren;
- die Promotionsdauer klar begrenzen und sie damit für inländische und aus-ländische Graduierte kalkulierbar machen;
- für hochqualifizierte Promovierende, insbesondere aus dem Ausland, die gleichwohl noch nicht alle notwendigen Voraussetzungen für die Dissertation mitbringen, strukturierte Studien modularen Aufbaus zur Vorbereitung auf die eigentliche Promotionsphase anbieten;
- die Internationalisierung der Promotionen in Deutschland vorantreiben, indem sie
- den Einstieg in ihre Studienprogramme mit internationalen Abschlüssen ermöglichen;
- ausländische Doktorandinnen und Doktoranden sowie ausländische Gast-professuren und -dozenturen - auch durch ein entsprechendes Lehrangebot in englischer Sprache - verbindlich in ihre Studienprogramme integrieren;
- Forschungsaufenthalte im Ausland und internationale Zusammenarbeit ausdrücklich, d.h. auf institutioneller wie finanzieller Ebene, ermutigen und unterstützen;
- das Abfassen der Dissertation in Englisch oder ggf. einer anderen Weltsprache ermöglichen;
- Betreuungsprogramme für ausländische Promovierende (einschließlich begleitender Deutschkurse) zur Verfügung stellen;
- im Ausland die gezielte Werbung für die Angebote der deutschen Hochschulen erleichtern und somit dazu beitragen, hochqualifizierte ausländische Graduierte in die wissenschaftliche Arbeit in Deutschland zu involvieren;
- die Attraktivität einer Promotion in Deutschland zusätzlich erhöhen, indem sie
- durch die Freistellung von Hochschullehrenden gemeinsame intensive Forschungstätigkeiten mit den Promovierenden ermöglichen;
- mit Hilfe ggf. auch fakultätsübergreifender Studienangebote und Kolloquien den interdisziplinären Dialog unterstützen und fördern;
- insgesamt einen hohen, für Graduierte aus aller Welt attraktiven Standard garantieren.
Stand: 2010-03-04