Home « Informationen für deutsche Hochschulen « Internationalisierung @ deutsche Hochschule « Gastdozentenprogramm « Jahrestagung 2007
Information, presentations held at the conference, and a photo gallery. More...
Seit nunmehr zehn Jahren bringen Professorinnen und Professoren aus aller Welt neue Inhalte, Methoden und Denkansätze in deutsche Hörsäle. Am 29. und 30. Juni 2007 trafen sich in Bonn die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten ausländischen Gastdozenten und ihre Gastgeber. Die ausländischen Lehrenden nahmen dort zu ihrer Rolle im Internationalisierungsprozess der deutschen Hochschulen Stellung. Deutsche Professorinnen und Professoren schilderten die Situation aus ihrer Perspektive und gaben Auskunft darüber, inwiefern ihre ausländischen Kolleginnen und Kollegen die wissenschaftliche Qualität erhöhen und den Ausbau internationaler Netzwerke unterstützen.
Welche Erfahrungen machen die Gäste aus dem Ausland mit den Studierenden und Lehrenden an ihrer Gasthochschule? In welcher Weise tragen sie dazu bei, die deutschen Hochschulen internationaler werden zu lassen? Welchen sprachlichen, fachlichen und interkulturellen Gewinn bringt ihre Lehre den Studierenden? Wie kann aus dem Gastaufenthalt eine längerfristige Kooperation entstehen? Auf welche Weise führt Internationalität zur Exzellenz? Wie bringen sich die Lehrenden aus dem Ausland in den aktuellen Reformprozess im Zeichen von Bologna ein?
Das waren einige der zentralen Fragen beim diesjährigen Treffen. Das Gastdozentenprogramm des DAAD wurde 1997 ins Leben gerufen, um auch deutschen Studierenden, die keinen Auslandsaufenthalt absolvieren, internationale Erfahrungen im Rahmen ihres Studiums zu ermöglichen. Bis heute wurden in diesem Programm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird, weit mehr als 1100 Gastdozentinnen und Gastdozenten aus nahezu 80 Ländern mit einer Gesamtsumme von fast 30 Millionen Euro gefördert.
Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern darüber, dass das Gastdozentenprogramm andere bestehende Förderinstrumente für den wissenschaftlichen Austausch, die stärker auf die Forschung und / oder den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgerichtet sind, sinnvoll ergänzt. In der administrativen Umsetzung gebe es allerdings einiges zu verbessern: der Weg durch die deutsche Bürokratie sei häufig mühselig und die Abzüge durch Sozialabgaben und Steuern unerwartet hoch. Ein Vortrag von Herrn Ignaz Bender, ehemaligem Kanzler der Universität Trier, zur Rechtsstellung der Gastdozenten gab einen guten Überblick über die den Aufenthalt der Gastdozenten begleitenden Rahmenbedingungen und bildete den Ausgangspunkt für eine angeregte Diskussion über die Wege hin zu mehr Übersichtlichkeit und Transparenz in der praktischen Umsetzung von Gastdozenturen.
Ein Besuch an der Universität Bonn machte deutlich, dass das gute Abschneiden der Mathematiker und der Ökonomen in der Exzellenzinitiative auf langjährigem Engagement für den Aufbau international ausgerichteter Betreuungsstrukturen gerade im Bereich der Promotionsausbildung gründet. Zugleich wurde deutlich, dass das Modell der Graduiertenschulen, wie es sich in Deutschland herauskristallisiert, sich in vielen Punkten von seinem Modell, der amerikanischen „Graduate School“ klar unterscheidet. So ist die Masterphase in Deutschland nur in Ausnahmefällen integriert, und forschungsorientierte Lehre in Kleingruppen scheitert zu häufig an Kapazitätsproblemen.
Redebeträge und Präsentationen stellen wir Ihnen im PDF-Format zum herunterladen zur Verfügung.
Themenblock "Bologna": 3 parallele Workshops
Plenum: Berichte aus den Arbeitsgruppen und Diskussion