Home « Informationen für deutsche Hochschulen « Internationalisierung @ deutsche Hochschule « Das Programm ''Förderung ausländischer Gastdozenten zu Lehrtätigkeiten an deutschen Hochschulen''
Seit 1989 fördert der DAAD im Rahmen von Lehraufenthalten an deutschen Hochschulen längerfristige Gastdozenturen ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Zahlreiche deutsche Hochschulen nutzen seitdem dieses Instrument erfolgreich, um ihr internationales Profil zu schärfen und das Lehrangebot ihrer Studiengänge unter fachlichen, methodischen und fremdsprachlichen Aspekten zu erweitern. Zugleich erweisen sich die ausländischen Gastdozentinnen und Gastdozenten als wichtige Multiplikatoren, z.B. beim Ausbau und bei der Pflege der internationalen Beziehungen ihrer deutschen Gasthochschule sowie für die Motivation ausländischer Studierender zum Studium in Deutschland.
Durch die Förderung von Gastdozenturen besonders qualifizierter ausländischer Hochschullehrer dient das DAAD-Gastdozentenprogramm der Internationalisierung der deutschen Hochschulen und der Stärkung der internationalen Dimension in der Lehre. Das Programm gilt für alle deutschen Hochschulen, für alle Fächer und für Wissenschaftler aus allen Weltregionen.
Die ausländischen Gastdozentinnen und Gastdozenten sollen eine internationale Perspektive in den regulären Lehrbetrieb einbringen. Dadurch wird Studierenden bereits an ihrer deutschen Heimathochschule eine internationale Lernerfahrung und interkulturelle Kompetenz vermittelt, die sie sonst nur bei einem Auslandsstudium erwerben könnten. Bei der Planung einer Gastdozentur sollte stets auf eine angemessene Breitenwirkung und Nachhaltigkeit geachtet werden.
Im Modell A – Individualförderung werden individuelle Gastdozenturen einzelner ausländischer Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer gefördert, die eine befristete Lehrtätigkeit von mindestens drei Monaten und höchstens zwei Jahren an der deutschen Hochschule wahrnehmen.
Im Modell B – Gastlehrstuhl wird ein Gastlehrstuhl ("Stelle") als strukturbildende Maßnahme unterstützt, mit deren Hilfe die Internationalisierung eines Studiengangs ermöglicht und verstetigt werden soll. Dieses Modell bietet sich unter anderem an, wenn bei neu eingerichteten Studiengängen eine längerfristige Sicherung des Lehrangebots notwendig ist und dies wegen der fachlichen Breite den Einsatz wechselnder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfordert. Die maximale Förderdauer eines Gastlehrstuhls beträgt vier Jahre. Die Förderdauer für einzelne Gastdozentinnen und Gastdozenten auf Gastlehrstühlen liegt wie bei einer Individualförderung zwischen drei Monaten und zwei Jahren.
In Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft in Berlin schreibt der DAAD zudem die Förderlinie "Französische Gastdozenturen" zur Förderung von Studiengängen mit Frankreichbezug an Universitäten und Fachhochschulen aus. Ziel ist die Stärkung des deutsch-französischen Hochschullehrendenaustausches und der Internationalität der Lehre in diesen Studiengängen. Die Förderdauer für französische Gastdozenturen muss mindestens drei Monate und kann maximal ein Jahr betragen.

Stand: 2011-10-27