Home « Informationen für deutsche Hochschulen « Betreuung und Nachbetreuung internationaler Studierender « PROFIN « 2. Ausschreibung PROFIN (ab 2010, mehrjährig)
Das DAAD-Programm "Programm zur Förderung der Integration ausländischer Studierender" (PROFIN) hat einen weit gefassten Förderansatz, dessen Kernziel die Integration ausländischer Nachwuchskräfte vor und wäh-rend des Studiums ist. Dies soll den Studienerfolg erhöhen und eine nachhaltige Bindung hochqualifizierter Fachkräfte an den Standort Deutschland ermöglichen. Denn eine gelungene Integration der internationalen Studierenden ist ein wichtiger Faktor für den Studienerfolg: Internationale Studierende, die sich in Hochschule und Studierendenschaften eingebunden fühlen, kommen besser mit den Studienanforderungen zurecht und erwägen wesentlich seltener einen Abbruch des Studiums. Gleichzeitig steht das Gelingen einer sozialen Integration der ausländischen Studierenden im engen Zusammenhang mit den übergeordneten politischen und kulturellen Zielen des Ausländerstudiums. Je besser die Studierenden sich in Hochschule und Gesellschaft einbezogen fühlen, um so wahrscheinlicher ist es, dass sie eine positive Beziehung zu Deutschland aufbauen.
Das übergeordnete Ziel einer verbesserten Integration ausländischer Studierender in Hochschule und Gesellschaft soll durch Projekte realisiert werden, die
Gleichzeitig wird das Ziel verfolgt, die Internationalisierung der Hochschule zu vertiefen. Durch Vernetzung zwischen den Projekten sowie durch Publikationen, Tagungen und Workshops sollen die Ergebnisse der Modellprojekte auch nicht direkt geförderten Hochschulen zur Verfügung gestellt werden und damit zu einer verbesserten Integration ausländischer Studierender an den deut-schen Hochschulen insgesamt beitragen.
Im Rahmen des Programms zur Integration ausländischer Studierender sollen in erster Linie Ansätze entwickelt werden, die modellhaften Charakter besitzen und sich auf andere Hochschulen übertragen lassen. Gefördert werden nicht Einzelmaßnahmen, sondern die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten und Programmen, die an bereits bestehende Maßnahmen zur fachlichen, sprachlichen und sozialen Unterstützung ausländischer Studierender anschließen und diese zu integrationsfördernden Maßnahmen weiterentwickeln. Durch eine befristete Projektförderung sollen Verfahren und Angebote aufgebaut werden, die den Perspektivenwechsel von Betreuung zu Integration dauerhaft am Hochschulstandort verankern (Modellprojekte).
In einer zweiten Programmlinie können (wie schon in der ersten PROFIN-Programmphase) Projekte gefördert werden, die einzelne bereits an anderen Hochschulen und Hochschulstandorten oder zentral entwickelte Instrumente übernehmen wollen, die der Förderung der Integration ausländischer Studierender dienen. Durch eine Anschubfinanzierung werden die Antragsteller dabei unterstützt, Lösungsansätze oder einzelne Elemente dem konkreten Bedarf und den spezifischen Voraussetzungen vor Ort anzupassen und sie mit den bestehenden Angeboten und Strukturen der Hochschule sowie am Hochschulstandort zu vernetzen (Adaptionsprojekte).
Im Folgenden werden Bereiche genannt, in denen Antragsteller Projekte zur Integration von ausländischen Studierenden beantragen können. Projektanträge können sich dabei auf einen der Bereiche konzentrieren oder auch mehrere Aspekte miteinander verbinden.
1. Verbesserung der Integration internationaler Studierender in die Fachbereiche vor und während des Studiums, d.h. fachspezifische, sprachliche und interkulturelle Angebote, die gezielt auf ein anschließendes Fachstudium an der jeweiligen Hochschule vorbereiten und damit sowohl den Studienerfolg als auch die Integration der ausländischen Studierenden fördern, z.B. gemeinsame Studienvorbereitungskurse für deutsche und ausländische Studierende, fachliche und soziale Einführungsveranstaltungen, die von Fachschaften, Akademischen Auslandsämtern und Verbänden ausländischer Studierender gemeinsam durchgeführt werden.
2. Verbesserung der Integration internationaler Studierender auf dem Campus und in die Gesellschaft: z.B. durch die Schaffung von Begegnungszentren, Orientierungsangebote und Maßnahmen, die insbesondere Fragen zu Information, Beratung, Vorbereitung, Auswahl und Zulassung mit umfassen, Wohnraumerschließung, integrative Freizeitprojekte und Initiativen, in die ausländische Studierende ihre spezifischen Erfahrungen und Kenntnisse einbringen können.
3. Internationalisierung der Lehre: Einbindung von Veranstaltungen und methodischen Ansätzen in das reguläre Lehrprogramm von Studiengängen, die die Integration ausländischer Studierender befördern können.
4. Training interkultureller Kompetenzen: Schulung von Lehrenden und Studierenden im Umgang mit kulturellen Unterschieden und kulturell bedingten Konflikten.
Weitere Maßnahmen, die in besonders innovativer Weise der Verwirklichung der Programmziele dienen, wie z.B. Hochschulkooperationen in einer Region, die die regionale und hochschulübergreifende Integration der ausländischen Studierenden fördern. Bisherige PROFIS-Projekte finden Sie unter www.daad.de/profis und die derzeit geförderten PROFIN-Projekte unter www.daad.de/profin.
Das Programm PROFIN besteht aus zwei Programmlinien. Die Antragstellung einer Hochschule oder eines Studentenwerkes in beiden Programmlinien ist möglich (separate Antragstellung).
A. Entwicklung von Modellprojekten zur Integration ausländischer Studierender – PROFIN-Modell
B. Übertragung und Adaption einzelner bereits erprobter Instrumen-te – PROFIN/PROFIS-Adaption
A. Laufzeit PROFIN-Modell: Projekte können in der Regel ab dem 01.05.2010 für eine Laufzeit von maximal 24 Monaten gefördert werden.
B. Laufzeit PROFIN-Adaption: Projekte können in der Regel ab dem 01.05.2010 für eine Laufzeit von maximal 24 Monaten gefördert werden.
Von den teilnehmenden Hochschulen/Studentenwerken wird eine substanzielle Eigenleistung erwartet, die in der Projektbeschreibung darzustellen ist, aber nicht Gegenstand der Förderung ist. Dazu gehören:
B. Förderfähige Maßnahmen in der Programmlinie Adaption sind beispielsweise:
Antragsteller: Anträge auf Förderung von Projekten in beiden Programmlinien können gestellt werden von:
Ausdrücklich erwünscht ist die Beteiligung von Studierendenvertretungen, Fachschaften, studentischen Verbänden und ASTEN als Kooperationspartner. Antragsteller und Projektverantwortlicher muss jedoch ein Akademisches Auslandsamt, ein Studentenwerk oder ein Fachbereich, Institut oder Lehrstuhl sein.
Externe Partner (z.B. Studienkollegs, Studierendengemeinden, Ausländerbehörden oder anderen kommunalen Stellen, Hochschulzentren der Arbeitsämter, Institutionen und Vereine aus den Bereichen Kultur und Sport) können ebenfalls in den Antrag eingebunden werden.
Die Anträge müssen von der jeweiligen Hochschulleitung bzw. der Leitung des Studentenwerks durch ein Bestätigungsschreiben unterstützt werden. Im Falle eines Antrags mehrerer Partner ist ein federführender Antragsteller zu benennen, der den Antrag stellt. Dem Antrag werden dann außerdem entsprechende Bestätigungsschreiben der Leitungen aller beteiligten Partner beigefügt.
Ihre Anträge stellen Sie bitte ausschließlich über das DAAD-Portal:
https://portal.daad.de/irj/portal
Antragsschluss: 15.03.2010 (Mo.)
Es können nur vollständige und fristgerechte Anträge berücksichtigt werden.
Über die Förderung entscheidet eine Auswahlkommission, die aus Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulleitungen, aus den Fachbereichen, den Akademischen Auslandsämtern und den Studierendenwerken sowie aus externen Experten besteht. Die Sitzung der Auswahlkommission ist für März/April 2010 geplant.
Kriterien zur Beurteilung der Förderungswürdigkeit der beantragten Projekte sind:
Bei Programmlinie PROFIN Modell (A) zusätzlich
Projektdarstellungen, Ansprechpartner und Links zu Homepages der PROFIN-Projekte
Projektdarstellungen, Ansprechpartner und Links zu Homepages der PROFIS-Projekte
Ihre Ansprechpartnerinnen im DAAD für weitere Auskünfte:
Almut Lemke Stephanie Knobloch
lemke[at]daad.de knobloch[at]daad.de
Tel. 0228 / 882 575 Tel. 0228 / 882 573
Anlage 1
Die folgenden Unterlagen sind bei einer Antragstellung über das DAAD-Portal einzureichen:
1. Beschreibung des Vorhabens (max. 2.100 Zeichen im Portal möglich, ausführlichere Projektbeschreibung als Anlage anzufügen)
Bitte gehen Sie dabei zum Beispiel auf die folgenden Fragen ein:
für die Programmlinie A – PROFIN Modell:
für die Programmlinie B – PROFIN Adaption:
2. Finanzierungsplan
3. Befürwortungsschreiben der Hochschulleitung oder der Leitung des Studentenwerks (als Anlage)
4. Zeitplan (Überblick in Monatsschritten, wichtigste Zwischenschritte und Meilensteine – als Anlage)
sowie gegebenenfalls
5. Bestätigungsschreiben des/r externen Projektpartner/s über die Teilnahme am Projekt (als Anlage)
Stand: 2010-02-18