Ziel des Netzwerks der DIES Alumni in Ostafrika (Regional East African DIES Multiplication Alumni Network REAL) ist es in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel, die in DIES Trainingskursen erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen im Hochschulmanagement weiterzugeben und so zur Entwicklung der Hochschulen in der Region beizutragen. Dazu sollen die Alumni ihrerseits Trainingskurse konzipieren und durchführen sowie Innovationsprojekte an Hochschulen der Region betreuen und fördern. Das Projektdesign sieht hierzu vor, die Alumni im ersten Schritt darin zu unterstützen, nachhaltige Trainings- und Mentoringkonzepte zu entwickeln, die sie anschließend an ihren Heimathochschulen weiterentwickeln und implementieren. Dieser erste Schritt – das Training der Alumni in der Konzeption und Durchführung von Trainingsprojekten, um sie zu befähigen, ihre fachlichen Kenntnisse weiterzugeben – wurde auf dem regionalen Workshop des REAL Netzwerks im Oktober 2010 in Nairobi realisiert.
Auf diesem Workshop bildeten die Alumni lokale Arbeitsgruppen, um angepasst an die Situation und die Bedürfnisse der Hochschulen in ihrer Region Trainingskonzepte im Bereich Hchschulmanagement vorzubereiten. Dabei entwickelten die lokalen Arbeitsgruppen unter professioneller Anleitung die ersten Entwürfe der Trainingskonzepte, um so die vermittelten theoretischen Grundlagen des Projektmanagements direkt zu erproben, anzuwenden und zu vertiefen.
Der zweite Schritt des Projektes – die Konzeption lokaler Trainingskonzepte – wurde daher bereits auf diesem Workshop begonnen und anschließend in den lokalen Arbeitsgruppen fortgeführt. Dazu erhielten die Arbeitsgruppen einen Call for Proposals für die Entwicklung innovativer Trainingskonzepte (siehe Anlage). Der Call sieht eine Förderung von jeweils drei aufeinander aufbauenden Workshops vor. Nach dem erfolgreichen Durchführen der ersten beiden Trainingsinitiativen sollen die Workshop-Verantwortlichen sowie die erfolgreichsten Trainingsteilnehmer die Möglichkeit bekommen, ihre Erfahrungen auf einer regionalen Konferenz auszutauschen. Fünf lokale Arbeitsgruppen aus Kenia, Äthiopien, Uganda, Malawi
und dem Sudan folgten dem Call und reichten Proposals für Multiplikations-Workshops ein.
Die Workshop-Themen sind entsprechend der lokalen Bedürfnisse divers. Die unterschiedliche thematische Ausrichtung und Ausgestaltung der Trainings-Workshops Herangehensweisen illustriert, dass die Alumni die Situation der Hochschulen vor Ort analysiert und innovative, dem Bedarf angepasste Weiterbildungsansätze entwickelt haben.