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Studieren und Forschen in Deutschland

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Studieren und Forschen in Deutschland


Gute Hilfen: Keiner ist alleine

Mit Ihrer Entscheidung für ein Studium in Deutschland stellen Sie sich einer besonderen Herausforderung. Sie haben bewusst eine akademische Ausbildung als bestmögliche Basis für Ihre berufliche und persönliche Zukunft gewählt. Diese neue Etappe in Ihrem Leben wollen Sie in einem fremden Land beginnen oder fortsetzen. Das bedeutet für Sie: Sie müssen eine neue Sprache und neue Verhaltensweisen lernen. Sie müssen komplizierten Lernstoff und anspruchsvolle Prüfungen bewältigen. Das verlangt von Ihnen großes Engagement und Bestleistungen. All das in den Griff zu bekommen, ist manchmal ganz schön schwer. Doch keine Bange: Sie stehen mit Ihren Fragen und Problemen nicht alleine da. Die deutschen Hochschulen und ihre Institutionen halten vielfältige - kostenlose - Beratungs- und Hilfsangebote für Sie bereit. Zögern Sie nicht, sie frühzeitig in Anspruch zu nehmen. Wir stellen Ihnen hier einige der gängigen Angebote vor, die es fast an jeder Hochschule gibt. Möglicherweise bietet Ihre Hochschule vor Ort noch weitere Unterstützungsangebote an. Fragen Sie einfach nach!

Serviceangebote im Überblick

Sie haben ein spezielles Problem oder Anliegen? Unsere Scout Mai sagen Ihnen, wo Sie Hilfe erhalten.

Ängste, Depressionen, Selbstwertzweifel

Sie sind ständig deprimiert; Sie kommen mit Ihrem Studium nur langsam voran; Sie leiden unter Versagensängsten: Bei solchen psychischen Krisen sind Sie bei der Psychologischen Beratung gut aufgehoben. Sie wird zumeist von den Studentenwerken angeboten. Ob Ihr Studentenwerk vor Ort dabei ist, können Sie im Internet erfahren unter: www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=04101. In den Beratungsstellen arbeiten erfahrene Psychologen. Sie stehen Ihnen bei Identitätskrisen, psychosomatischen Problemen, Krisen mit Ihrer Familie oder Ihrem  Partner zur Seite. Dort  erhalten Sie auch Hilfen zur Bewältigung von Arbeitsstörungen und Prüfungsängsten, die oft psychisch bedingt sind.

Studieren mit Behinderung

Wenn Sie eine Behinderung oder chronische Krankheit haben, sollten Sie am besten schon vor Ihrem Studium in Deutschland einige Fragen klären, wie: Wo gibt es barrierefreien (auch für Rollstühle problemlos zugänglichen) Wohnraum? Gibt es am Hochschulort Ihrer Wahl ein Assistenz-System? Wie viel kostet es? Die folgenden Ansprechpartner helfen Ihnen vor und während Ihres Studienaufenthaltes gerne weiter:

Beauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit: Wissen unter anderem Bescheid darüber, welche Möglichkeiten es für Sie gibt, behinderungsbedingte Nachteile in Studium und Prüfungen auszugleichen. Die Liste der Beauftragten finden Sie im Internet unter: www.studentenwerke.de/adressen/bfb.asp 

Studentenwerke: Stellen behindertengerechten (barrierefreien) Wohnraum zur Verfügung; beraten in den Sozialberatungsstellen zur Krankenversicherung.

Interessengemeinschaften behinderter Studierender: Sie vertreten die Interessen von Studierenden mit Behinderungen gegenüber der Hochschule und Öffentlichkeit und bieten Beratung, Erfahrungsaustausch sowie partnerschaftliche Hilfe an.

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf: Textservice, Rechtsberatung und mehr ( www.dvbs-online.de ).

Ganz neu im Land

Die Anfangsphase in Deutschland ist sicherlich sehr interessant, aber auch sehr anstrengend für Sie. Um Ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern, gibt es an den Hochschulen verschiedene Betreuungsangebote. So betreiben viele Studentenwerke  einen Newcomer-Service, der Ihnen zum Beispiel einen Tutor zur Seite stellt oder Sie bei bürokratischen Aufgaben unterstützt. Besondere Serviceangebote für Neuankömmlinge bieten auch die Akademischen Auslandsämter , die ASten sowie die Evangelischen Studierendengemeinden und Katholischen Hochschulgemeinden. Sie organisieren für Sie Exkursionen, Willkommenpartys und Begegnungsabende. Nehmen Sie solche Einladungen wahr. Sie sind der beste Weg, um schnell Kontakte zu schließen.

Schreibblockaden

Sie haben Angst davor, eine schriftliche Arbeit zu verfassen? Sie schieben die Abgabe heraus, weil Sie nicht wissen, wie man eine Arbeit richtig schreibt? Ein Training im Schreiblabor Ihrer Hochschule kann hier Abhilfe schaffen. Dort können Sie in Workshops Ihre Schreibtechniken verbessern und sich für das Verfassen von Studien- und Abschlussarbeiten Tipps holen.

Kinderbetreuung

Sie sind bereits Eltern und benötigen eine zuverlässige Betreuung für Ihre noch nicht schulpflichtigen Kinder? Viele Studentenwerke bieten entsprechende Betreuungsangebote für Kinder bis zur Einschulung an. Mehr Infos im Internet unter: http://www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=04301

Geldnot

Geraten Sie während Ihres Studiums in eine finanzielle Notlage, sollten Sie sich zuerst an die Sozialberatung des Studentenwerks und an das Akademische Auslandsamt  wenden. Dort erfahren Sie, wo es finanzielle Hilfe für Sie gibt. So verfügen viele Studentenwerke über Notfallfonds für internationale Studierende oder bieten Überbrückungsdarlehen an. Notfalldarlehen gewährt auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA). Oftmals helfen zudem private Vereine, die Evangelischen Studierendengemeinden, Katholischen Hochschulgemeinden  oder die Städte und Gemeinden vor Ort aus.

Unsicher bei der Karriereplanung

Durch Praktika können Sie erste Arbeitserfahrungen sammeln und sich über Ihre Berufswünsche klarer werden. Das Praktikantenamt hilft Ihnen bei der Suche. Für eine erfolgreiche Berufswahl ist es zudem wichig, dass Sie sich über Ihre eigenen Fähigkeiten und Ziele bewusst sind. Nur wenn Sie genau wissen, was Sie können und wollen, können Sie Ihre Karriere gezielt planen.

Fragen rund ums Studium

An jeder Fakultät gibt es eine studentische Studienberatung . Dort beraten Sie Studierende bei Problemen mit Dozenten, geben Ihnen Tipps für Prüfungen und informieren Sie über neue Studienordnungen.  Davon unabhängig gibt es die Studienberatung der Fakultäten . Sie wird meistens von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Hochschullehrern durchgeführt. Dort erfahren Sie alles Wichtige zum Aufbau Ihres Faches, zu Leistungsnachweisen oder zur Prüfungsordnung. Allgemeinere Fragen zum Studium beantwortet Ihnen die Zentrale Studienberatung . Dort können Sie sich über Zulassungsverfahren, Studienbedingungen und Studieninhalte informieren.

Richtig versichert

Bei der Sozialberatung Ihres Studentenwerks  erfahren Sie, wann Sie welche Sozialversicherungsbeiträge (gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung) leisten müssen. Dort sollten Sie auch klären, ob Sie während eines Aushilfsjobs oder Praktikums ausreichend versichert sind. Guten Rat finden Sie zudem bei der Sozial- und Rechtsberatung des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA).

Wohnungssuche

Besonders in den großen Städten kann der Wohnraum sehr knapp und teuer sein. Fragen Sie frühzeitig (mindestens ein halbes Jahr vor Studienstart) bei Ihrem Studentenwerk  nach. Die Studentenwerke betreiben eigene Wohnheime zu günstigen Konditionen. Dort gibt es häufig auch Wohnheimtutoren, die internationalen Studierenden helfen. Zudem erhalten Sie über Ihr Studentenwerk Adressen zu privaten Vermietern.

 

Tipps rund um die Wohnungssuche

Weitere Informationen rund um das Thema Wohnungssuche finden Sie auf:

http://www.study-in.de/de/leben/wohnung-finden/

Erfahrungsbericht

"Veranstaltungen von AStA und Fachschaft nutzen"

Dalia, Portugiesin, studiert Umwelttechnologie im 6. Semester:
"Die ersten Monate in Deutschland fühlte ich mich ganz schön alleine. Meine Freundin Ana, die über Erasmus in Deutschland war, hatte mich vorgewarnt. >>Es dauert eine Ewigkeit, bis Du dort Freunde findest<<. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Wir Portugiesen sind ja sehr kontaktfreudig. Aber Ana hatte leider Recht. Vor allem an den Wochenenden war ich richtig verzweifelt. Das war besonders schlimm, weil ich anfangs in einem möblierten Zimmer außerhalb der Stadt wohnte. Ich war dort die einzige Mieterin und die Vermieterin war fast nie da. Und in den Seminaren war es auch fast unmöglich, Leute kennen zu lernen. Meine Studienkollegen rasten von einem Seminar zum anderen. Zeit für Gespräche oder einen Kaffee hatten die nie. Zum Glück habe ich dann am schwarzen Brett einen Zettel vom AStA gesehen. Der lud Studienanfänger zu einer Kennenlernparty ein. Da bin ich sofort hin. Die Party war toll. Ich habe dort auf Anhieb Leute kennen gelernt. Die haben mir dann erzählt, dass auch die Fachschaft Veranstaltungen für Studienanfänger und für ausländische Studierende organisiert. Besonders toll finde ich das Sportprogramm. Ich spiele seit zwei Jahren in der Volleyballmannschaft mit. Zwei meiner besten Freundinnen sind auch dabei."

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© 2012 Deutscher Akademischer Austausch Dienst e.V. (DAAD), Kennedyallee 50, D-53175 Bonn
Quelle: http://www.daad.de/deutschland/wege-durchs-studium/serviceangebote/06100.de.html
Stand: 2012-02-10