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Studieren und Forschen in Deutschland

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Studieren und Forschen in Deutschland


Einrichtungen von A bis Z

Was ist eine Fakultät? Wozu ist ein Praktikantenamt gut? Wie unterscheidet sich das Studierendensekretariat von der Zentralen Studienberatung? Wann kann ich mich an das Akademische Auslandsamt wenden? An deutschen Hochschulen gibt es eine Vielzahl von Einrichtungen, Servicestellen und Organisationen. Sie alle haben wichtige Funktionen. Wer weiß, wofür sie zuständig sind, hat es im Studium einfacher. Damit Sie sich schneller an Ihrer Hochschule zurecht finden, stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Institutionen kurz vor. Möglicherweise gibt es an Ihrer Hochschule noch andere Einrichtungen. Fragen Sie vor Ort einfach nach, wenn Sie ein bestimmtes Anliegen haben.

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AStA - Guter Rat für alle Lebenslagen
Allgemeiner Studierendenausschuss: Der AStA oder UStA (Allgemeiner/Unabhängiger Studierendenausschuss, manchmal auch StuRa (StudentInnenrat genannt) vertritt die studentischen Interessen innerhalb der Hochschule, aber auch gegenüber der Hochschulleitung. Er wird vom Studentenparlament gewählt und erhält einen eigenen Haushalt. Mit diesem Geld kann er zum Beispiel Deutschkurse und Tutorenprogramme für ausländische Studierende finanzieren. Der AStA ist in verschiedene Referate unterteilt, wie etwa Soziales, Kultur und Ausländer. Dort können Sie sich beraten lassen, wenn Sie rechtliche Fragen oder Probleme mit Behörden haben. Und ebenfalls gut zu wissen: Der AStA organisiert ein vielfältiges Sport- und Freizeitprogramm. Jeder Student kann beim AStA mitarbeiten – eine gute Chance für Sie, Kontakte zu knüpfen.

Bibliothek: Das Serviceangebot der Hochschulbibliotheken ist vielfältig: Sie können dort in virtuellen Katalogen recherchieren, Fachaufsätze aus ausländischen Bibliotheken bestellen oder  auf Online-Zeitschriften zugreifen. Viele Bibliotheken bieten Ihnen kostenfreie Internet-PC-Arbeitsplätze an oder Anschlussmöglichkeiten für Ihr eigenes Notebook. 

Cafeteria: Die Cafeterien bieten kostengünstig kleinere Speisen und Getränke an.

Dekanat : Das Dekanat ist für die Verwaltung einer Fakultät zuständig. Dorthin müssen Sie sich etwa wenden, wenn Sie sich Leistungsnachweise anderer Hochschulen für Ihr Studium anrechnen lassen wollen. Das Dekanat berät Sie auch bei Fragen zu Hochschulprüfungen.

Fachschaft: In der Fachschaft organisieren sich die Studierenden einer Fakultät oder eines Instituts (zum Beispiel Geschichte oder Physik), um ihre Interessen gegenüber der Hochschule wahrzunehmen. So hat die Fachschaft Mitspracherecht bei der Neubesetzung von Lehrstühlen oder der Änderung von  Studienordnungen. Regelmäßig bietet sie Studienberatungen an, gibt Tipps zu Klausuren oder hilft bei Problemen mit Dozenten. Viele Fachschaften betreiben kleine Cafes und organisieren Freizeitaktivitäten – eine gute Möglichkeit für Sie, andere Studierende kennen zu lernen.

Uni-bibliotheken
In der Unibibliothek
Fakultät: Eine Hochschule besteht aus verschiedenen Fakultäten. Klassische Fakultäten sind zum Beispiel die Rechtswissenschaftliche, die Mathematisch-Naturwissenschaftliche oder die Philosophische Fakultät. In jeder Fakultät sind mehrere verwandte Fachbereiche vereint. So kann eine Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät etwa die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Physik und Chemie umfassen. Welche Fakultäten mit welchen Fächern es gibt, ist an jeder deutschen Hochschule unterschiedlich geregelt. An manchen Hochschulen (insbesondere an Fachhochschulen) werden Sie statt dem Begriff "Fakultät" die Bezeichnung "Fachbereich" finden. 

Hochschulsport: Raus aus dem Hörsaal, rein in die Sporthalle: Viele Hochschulen bieten ein vielfältiges Sportprogramm an. Das Gute daran: Das Angebot steht allen Studierenden offen und ist gebührenfrei oder sehr kostengünstig. Fragen Sie beim AStA oder im Studierendensekretariat danach. 

Mensa: In der Mensa können Sie preiswert Mittag- und oft auch Abendessen. Zur Auswahl stehen auch vegetarische Gerichte.

Praktikantenamt:Das Praktikantenamt informiert Sie über den Ablauf und über Anforderungen an Pflichtpraktika. Es hilft Ihnen bei der Suche nach Praktikumsplätzen und beim Vertragsabschluss. Dort müssen Sie Ihren Praktikumsbericht einreichen und Ihr Praktikum anerkennen lassen. 

Prüfungsamt: Für alles, was Ihre Prüfungen und Leistungsnachweise betrifft, ist das Prüfungsamt an Ihrer Fakultät zuständig: Dort melden Sie sich für Ihre Prüfungen an oder ab. Ebenso reichen Sie Atteste und Anträge zur Verlängerung von Bearbeitungsfristen ein. Sie können Sie sich nach Prüfungsterminen und Prüfungsordnungen erkundigen. Dort können Sie sich Ihre Zeugnisse und Urkunden ausfertigen und bestätigen lassen.

Psychologische Beratung: Erfahrene Psychologen bieten Ihnen Hilfe bei psychischen Problemen und Unterstützung zur Überwindung von Arbeits- und Leistungskrisen. Die Zentrale Studienberatung und das Studentenwerk sagen Ihnen, wo es ein entsprechendes Angebot an Ihrer Hochschule gibt.

Rechenzentrum: Die Rechenzentren (oft auch Zentren für Informationstechnologie genannt) sind für die IT-Infrastruktur an der Hochschule zuständig. In der Regel stellen sie Studierenden PC-Arbeitsplätze mit kostenlosem Internetzugang und E-Mail-Account zur Verfügung. Sie brauchen nur eine Bestätigung Ihrer Immatrikulation vorzulegen.

Schwarzes Brett : Sie sind selten schwarz, aber an jeder Hochschule gleich an mehreren Plätzen zu finden. An den schwarzen Brettern hängen hunderte von Zetteln, Mitteilungen und Anzeigen aus. Wenn Sie beispielsweise eine Wohnung, ein Sprachtandem oder eine Mitfahrgelegenheit suchen, sollten Sie regelmäßig am schwarzen Brett in Mensanähe vorbeigehen. Besonders wichtig für Ihr Studium ist das schwarze Brett in Ihrer Fakultät. Dort finden Sie Hinweise zu Terminen, Sprechstunden oder Studienordnungen.

Sprachlabor
Im Sprachlabor
Sprachlabor/Sprachenzentrum: In vielen Studiengängen müssen Sie zusätzlich zum Fachstudium ein bis zwei Fremdsprachen absolvieren. Die Sprachenausbildung findet meistens in den Sprachlabors statt. Sie bieten neben Grundkursen vor allem fachspezifische Sprachkurse an, wie etwa Wirtschaftsspanisch oder Englisch für Mediziner. Und: Dort gibt es spezielle Deutschkurse für ausländische Studierende. Erkundigen Sie sich frühzeitig nach Kursterminen und melden Sie sich sofort an. Sonst erhalten Sie wegen der meist großen Nachfrage keinen Platz. Das kann den Abschluss Ihres Studiums verzögern. Denn für die Zulassung zur Zwischen- oder Abschlussprüfung müssen Sie die vorgeschriebenen Leistungsnachweise in Fremdsprachen vorlegen.

Studentenwerk : Egal, ob Sie eine Wohnung suchen, eine Krankenversicherung brauchen oder eine Lebenskrise bewältigen müssen: Beim Studentenwerk finden Sie die passende Unterstützung. Die Studentenwerke betreiben eigene Wohnheime und helfen Ihnen bei der Wohnraumsuche. Sie bieten Ihnen psychologische Unterstützung und Hilfe in Notlagen an. Besonders interessant ist das Servicepaket für ausländische Studierende , das viele Studentenwerke anbieten: Es enthält in der Regel Wohnraum, Essen, Krankenversicherungsschutz. Das Gute daran: Sie können das Paket schon vor Ihrer Ankunft in Deutschland buchen. Das erleichtert Ihnen den Start.

Studienkolleg für ausländische Studierende : Ausländische Studienbewerber können am Studienkolleg  die für ein Studium in Deutschland notwendigen Bildungsabschlüsse und Deutschkenntnisse erwerben.

Studierendensekretariat : Einschreibung (Immatrikulation), Rückmeldung, Beurlaubung, Exmatrikulation, Studienkonten, Semesterbescheinigung oder Studierendenausweis: für all diese Belange sind die Studierendensekretariate zuständig. Klären Sie dort frühzeitig Ihre Fragen – persönlich, telefonisch oder per E-Mail. Erkundigen Sie sich auf der Homepage Ihrer Wahlhochschule, ob die Möglichkeit zur online-Einschreibung/online-Rückmeldung besteht. Das kann Ihnen viel Zeit und Arbeit ersparen.

 

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DAAD Glossar

Dekanat

Das Dekanat ist die Verwaltungsstelle einer Fakultät. Sie ist zum Beispiel zuständig für die Anerkennung von Studienleistungen, die an anderen Hochschulen erworben wurden.

Einschreibung

Wer an einer Hochschule studieren will, muss sich im Studierendensekretariat immatrikulieren. Für die Immatrikulation muss man in der Regel den Zulassungsbescheid und die Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachoberschulreife) vorlegen. Zudem muss man eine Gebühr für die Einschreibung bezahlen.

Hochschule

Übergeordneter Begriff für die verschiedenen Hochschultypen, wie beispielsweise Universitäten, Fachhochschulen oder Musik- und Kunsthochschulen.

Immatrikulation

Wer an einer Hochschule studieren will, muss sich im Studierendensekretariat immatrikulieren. Für die Immatrikulation muss man in der Regel den Zulassungsbescheid und die Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachoberschulreife) vorlegen. Zudem muss man eine Gebühr für die Einschreibung bezahlen.

Praktikum

Praktika dienen dazu, Erfahrungen außerhalb der Hochschule in Wirtschaft und Verwaltung zu sammeln. In vielen Studiengängen sind sie obligatorisch (verpflichtend).

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© 2012 Deutscher Akademischer Austausch Dienst e.V. (DAAD), Kennedyallee 50, D-53175 Bonn
Quelle: http://www.daad.de/deutschland/wege-durchs-studium/einrichtungen/06096.de.html
Stand: 2012-02-12