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Fußballfan Max Verdugo zieht es von Chile ins sächsische Freiberg, wo er an der TU Geologie und Mineralogie studieren wird. Bereits zwei Mal war er in Deutschland zu Besuch, doch noch nie für so lange. Lesen Sie seinen Blog!
Bologna-Prozess: „Der Name verwirrt zuerst ein bisschen. Hinter dem Bologna-Prozess verbirgt sich kein aufregendes Gerichtsverfahren in Italien. Vielmehr steht er für das spannende Vorhaben eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes bis zum Jahr 2010” - dies alles hat unser Scout Tomás im Laufe seiner Studienplatzrecherche herausgefunden. Wie Tomás profitieren schon jetzt tausende von Studierenden aus ganz Europa von der Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999. Dort beschlossen die Vertreter von 29 europäischen Ländern, die Studienabschlüsse europaweit vergleichbarer zu machen, gemeinsame Qualitätsstandards zu schaffen und die akademische Mobilität zu fördern.
Volle Fahrt voraus für die internationalen Studienabschlüsse Bachelor/Master: Dank des Bologna-Prozesses kann der tschechische Student Tomás in einem internationalen Bachelor-Studiengang an einer deutschen Hochschule studieren. Nach einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss (nach sechs bis acht Semestern) kann Tomás sein Studium in einem Master-Programm (zwei bis vier Semester) fortsetzen. Möglich ist dies, weil in Deutschland derzeit gestufte, international anerkannte Studienabschlüsse eingeführt werden – bundesweit, an allen Hochschultypen, in allen Fachbereichen. Sie sollen die traditionellen deutschen Studienabschlüsse Diplom und Magister bis zum Jahr 2010 ablösen.
Im Moment wird noch diskutiert, welche Regelungen für den Abschluss Staatsexamen (zum Beispiel in den Rechtswissenschaften oder Medizin) in Frage kommen. Schon jetzt können sich an einigen deutschen Hochschulen Studienbewerber nur noch in den gestuften Studiengängen (Bachelor/Master) immatrikulieren. Zum Wintersemester 2005/2006 gab es 2.138 Bachelor- und 1.659 Master-Studiengänge an deutschen Hochschulen - mit steigender Tendenz.
Viel Praxis gefragt
Das Medizinstudium in Deutschland wurde im Jahr 2002 reformiert (neue Approbationsordnung für Ärzte vom 27. Juni 2002). Es setzt darauf, dass die Studierenden möglichst umfangreiche Praxiserfahrungen sammeln. Deshalb werden in das mindestens sechsjährige Studium eine Ausbildung in Erster Hilfe, ein Krankenpflegedienst von drei Monaten sowie eine Famulatur (Praktikum) von vier Monaten integriert. Darüber hinaus entwickeln einige Hochschulen Modellstudiengänge, die neue Wege in der Medizinerausbildung ausprobieren. Einen ersten Überblick über Studienangebote, Studieninhalte sowie Zugangsvoraussetzungen bieten Ihnen die folgenden Informationsangebote:
Das deutsche Diplom hat in den Ingenieur- und Naturwissenschaften weltweit ein hohes Renommee. Internationale Studierende, die ein Diplom an einer deutschen Hochschule erwerben, haben in ihren Heimatländern meist hervorragende Berufschancen. Bis zum Jahr 2010 sollen die Diplom-Abschlüsse durch die Bachelor- und Masterabschlüsse abgelöst werden. Deshalb gibt es an einigen Hochschulen keine Zulassung mehr für Diplom-Studiengänge. Doch gerade Hochschulen mit technischer Ausrichtung bieten weiterhin Diplom-Studiengänge an. Dann kann es sich für Sie lohnen, sich noch für einen Diplom-Studiengang zu immatrikulieren. Fragen Sie bei Ihrer Wunschhochschule nach, welche Abschlüsse Sie (bis wann) erwerben können.
In kleinen Schritten zum großen Ziel: Als Tomás nach einem passenden Studienangebot in Deutschland suchte, hatte er mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Diplom-Studiengang, Bachelor-Studiengang oder konsekutiver Bachelor/Master-Studiengang. “Die richtige Entscheidung zu treffen, war nicht leicht. Für den Diplom-Studiengang sprach, dass ein deutsches Hochschuldiplom bei uns in Tschechien hoch angesehen ist. Das Bachelor-Angebot war interessant, weil es nur drei Jahre dauerte und auf Englisch stattfand”, berichtet Tomás. Am Ende entschied er sich für das konsekutive Studienangebot: Dort baut der viersemestrige Master Internationale Betriebswirtschaftslehre direkt auf den sechssemestrigen Bachelor Internationale Betriebswirtschaftslehre auf. Das Gute an diesem Angebot: Tomás hat auf jeden Fall nach drei Jahren einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss in der Tasche. Damit kann er sich eine Arbeit suchen. Oder: Er vertieft seine Fachkenntnisse - ein guter Bachelor-Abschluss vorausgesetzt – im Master-Studiengang. Diese Weiterqualifizierung eröffnet Tomás später interessante Führungsaufgaben bei internationalen Firmen und Organisationen. Eine weitere Option: Danach beginnt Tomás mit der Promotion.
International Degree Programmes speziell für ausländische Studierende: Neben der Vielzahl an Entwicklungsperspektiven gab es noch einen weiteren Grund für Tomás’ Studienwahl: Sein Studiengang findet zum Teil auf Englisch und auf Deutsch statt. „Das bietet mir die Chance, mein Englisch für das internationale Geschäftsleben zu perfektionieren und mein Deutsch fit für den Einsatz im Beruf zu machen“, erklärt Tomás seine Entscheidung. Gerade für Studienbewerber aus dem Ausland bieten die deutschen Hochschulen International Degree Programmes an. Bei den meisten von ihnen ist Englisch (manchmal Französisch) Unterrichtssprache. In studienbegleitenden Deutschkursen 
Englisch: An vielen Unis gang und gäbeerwerben und erweitern die Teilnehmer ihre Deutschkenntnisse, wie unsere Scout Mai. Mai musste für die Zulassung zum International Master and Ph.D. Program for Chemistry ein mit der Note gut abgeschlossenes Chemiestudium vorlegen. Zudem musste sie ausreichende englische Sprachkenntnisse (TOEFL mindestens 550 Punkte) nachweisen, da die ersten beiden Semester komplett auf Englisch stattfinden. Ab dem zweiten Studienjahr kommen Veranstaltungen auf Deutsch dazu.
Promotionsstudiengänge für besonders Qualifizierte: Mais internationales Studienprogramm weist eine Besonderheit auf: Sie kann nach vier Semestern einen Master of Science (M.SC.) erwerben oder sie kann im dritten Semester in das Promotionsstudium wechseln. Dort kann sie nach weiteren vier Semestern einen Ph.D. erwerben. „Damit ich dafür die Zulassung erhalte, muss ich das erste Jahr sehr hart arbeiten“ berichtet Mai. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall. Die Promotionsprogramme an deutschen Hochschulen werden exzellent betreut. Wer dort seinen Doktortitel erwirbt, hat hervorragende Karriereperspektiven in der internationalen Forschung.
Vorher Anerkennung in Ihrem Heimatland prüfen!
Einige Studiengänge schließen mit einem staatlichen Prüfung (Staatsexamen) ab. Das Staatsexamen führt zu Berufen, an denen ein besonderes öffentliches Interesse besteht (wie Lehrer, Mediziner oder Rechtswissenschaftler). Staatsexamensprüfungen werden immer - neben Hochschullehrern – von Vertretern staatlicher Prüfungsämter abgenommen. Auch als internationaler Studierender können Sie ein Staatsexamen ablegen. Doch Vorsicht: Bei Staatsexamensabschlüssen kann es zu Problemen mit der Anerkennung in Ihrem Heimatland kommen. Klären Sie daher unbedingt vorher, ob Sie mit dem deutschen Staatsexamen den von Ihnen gewünschten Beruf bei der Rückkehr in Ihre Heimat ausüben können.
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