Produktive Arbeitswoche mit Kultur
Sehr verehrte Leserinnen und Leser,
Liebe Constipendiaten,
Nachdem der unvergessliche Franz-Joseph Strauß von den Toten auferstanden ist, endet nun heute wieder eine Woche, oder zumindest eine Arbeitswoche. Apropos, eine sehr produktive sowohl hinsichtlich meiner Hausarbeit, als auch meines Projektes, als auch meines Praktikums. Denn in diesen letzten Tagen sind viele Seiten über Probleme der Vertretung, über Probleme der Ehe, und über die Zusammenarbeit des säkularen Armes mit der Kirche entstanden.
Ich durfte wieder den Rat von Othmar Jauernig und Otto Palandt an meiner Seite holen, genauso wie die kühnen Wörter der Werke der Professorin Coester-Waltjen. Besondere Freude hat mir auch die Beschäftigung mit Berthold von Regensburg und seinem Einfluss auf dem Schwabenspiegel gemacht.
So viele Aufgaben veranlassten mich alle touristische Pläne zu kürzen bzw. sogar abzusagen. Nichtsdestotrotz habe ich heute das längst ersuchte Ikonenmuseum besichtigt. Zwei mal war ich schon da gewesen, und zwei Mal fand ich die Türe der Räumlichkeiten des Deutschordensgebäudes geschlossen. Nun durfte ich endlich rein. Wirklich ein schönes, wohl aber niedliches Museum. Es ist ja immer so wundersam, dass die Orientchristen und ihre Kultur uns so nah und zugleich so fremd sind.
Wie oft hat man ja schon Golgota-Berge und Verkündigungen gesehen! Wie vertraulich erscheint das Kamelfell des Johannes Baptista, er könnte fast würde ich sagen ein alter Familienfreund sein, der aus der goldenen Oberfläche des Bildes vielleicht eine etwas vergessene Kinderanekdote erzählen könnte.
Und wie exotisch ist dagegen die Darstellung der Hagia Sophia, der Hl. Weisheit! Bitte verstehen Sie nichts falsches, aber als ich die Figur zum ersten Mal in der Mitte der Ikone sah, kam sie mir so rot gefärbt vor, mit Fittichen und eine Art Krone, fast wie eine Gottheit aus Indien. Beim Anbetracht dessen kam der karolingische Diakon—ich meine in Frankfurt ist es sogar eine Pflicht an diesen Herrscher und an seine Zeit zu denken—Paulus mit seiner schönen Beschreibung der konstantinopolitanischen Kathedrale in Erinnerung. Und das alles unmittelbar neben dem Raum mit der äthiopischen Kunst. Was für ein herrlicher Anblick, wenn man so einen Schmelztiegel verschiedener Kulturen rund um denselben Kult sehen konnte…
Vielleicht zum Bedauern einiger Kommilitonen und Leser, habe ich die Reise nach Wetzlar vorübergehend abgesagt. Obwohl ich immer noch gelbe Hosen trage, werde ich wahrscheinlich diesmal das Haus von Werther nicht kennen lernen. Nach Dieburg, eine kleine Stadt auch in der Nachbarschaft von Frankfurt, habe ich vor morgen zu gehen, während der Mainz Besuch für nächsten Mittwoch geplant ist.
So wünsche ich Ihnen und Euch allen ein schönes Wochenende.
Ich heiße Ignacio Garcia Lascurain Bernstorff und studiere Jura in Freiburg seit dem letzten Wintersemester.
Enough food and drink sampling at Anuga? How about some German technology? Just outside Hall 8 of the fair, a mini Zeppelin was spotted hovering above our heads. This fascinating craft is operated by Friedrich, a 20-year-old electrical engineering undergraduate. He flies this Zepplin nine hours a day and walks about at the north entrance [...]
When we leave home and head to a foreign country to study, one of the things we miss the most is FOOD. All those delicious things that reminds us our home country!! At the Anuga, we found people from every part of the world offering their typical food so we can have them at the [...]
Lord Bernstorff,
ich finde es ja wunderbar, dass dich der Schwabenspiegel so erfreut, aber ich würde an deiner Stelle trotzdem zusehen, dass ich mit den Hausarbeiten vorran komme, sonst ist man im Sommer schneller exmatrikuliert als man denkt. Ach ja, in Dieburg kannst du ja Peters Familie besuchen.
Frohe Tage noch in Frankfurt und behalte meinen Rat im Auge
Gruß Felix
Comment by Felix verfasst 5. March 2010 um 19:16
Wir laden alle internationalen Austauschstudentinnen in und um Köln, die hier neue Kontakte zu Einheimischen und Migrantinnen suchen, herzlich ein, uns einmal zu besuchen.
Comment by Astrid verfasst 9. March 2010 um 00:47
Congratulations !
Very very nice site
Thank you.. =)
Comment by bayrak verfasst 9. March 2010 um 11:36
Ich erinnere mich, dir bereits vor längerer Zeit einen ähnlichen Tipp wie F gegeben zu haben: Halt dich ran, sonst wird aus dem “Projekt Staatsexamen” nichts…
Trotzdem noch Viel Spass in Hessen und bis am Wochenende!!!
Grüße aus Freiburg, M
Comment by Michael verfasst 11. March 2010 um 23:47
Otto Palandt hat in dem nach ihm benannten Kommentar zeit seines Lebens keine einzige Zeile des Kommentartextes verfaßt, anders als der von Ihnen parallel erwähnte Othmar Jauernig, der über viele Paragraphen in “seinem” Kommentar geschrieben hat.
Gruß aus Tokyo (… wie Sie zur Zeit ebenfalls vom DAAD gefördert), Th. Henne
Comment by Thomas Henne verfasst 17. March 2010 um 07:25